Die 40 erfolgreichsten Bands der 70er Jahre

Vom Folk und Rock zum Glam und Punk: Die 1970er Jahre waren wegweisend. Nachfolgend stellen wir dir die 40 besten Bands der 70er Jahre vor.

Die 1970er Jahre gehören nach Ansicht sowohl zahlreicher Zeitzeugen als auch vieler Nachgeborenen zu den spannendsten und interessantesten Dekaden der Rockmusik.

Das Jahrzehnt hat nicht nur sehr viele verschiedene und teilweise auch sehr unterschiedliche bis geradezu gegensätzliche Substile hervorgebracht, sondern darüber hinaus auch die heutige endgültige gesellschaftliche Akzeptanz von Pop- und Rockmusik bewirkt. Welche die besten Bands der 70er Jahre nun im Einzelnen sind, ist natürlich jedem Fan selbst und seinem persönlichen Geschmack überlassen.

In der folgenden Auflistung sind die beliebtesten Bands der 70er Jahre in Sachen Popularität und die erfolgreichsten Bands der 70er Jahre nach Verkaufszahlen mit einer jeweils kurzen Beschreibung ihres Wirkens aufgeführt.

Die populärsten Bands der 1970er Jahre:

1. The Eagles


Benannt nach dem US-amerikanischen Wappentier, dem Weißkopfseeadler, entstand die Band mit den Gründungsmitgliedern Glenn Frey, Don Henley, Bernie Leadon und Randy Meisner 1971 in Los Angeles. Bereits vom gleichnamigen Debütalbum „Eagles“ wurden mehr als eine Million Exemplare verkauft. Die nächsten Platten „Desperado“ (1973), „On the Border“ (1974), „One of These Nights“ (1975), „Hotel California“ (1976) und „The Long Run“ (1979) waren kommerziell noch weitaus erfolgreicher.

Besonders die Ende Februar 1977 veröffentlichte Singleauskoppelung „Hotel California“ machte die Eagles zu internationalen Stars. Der eingängige Song wurde von den Hörern weltweit als exemplarische Hymne für die Hippiebewegung, Esoterik, Drogenkonsum und freier Liebe verehrt.

Der riesige Erfolg samt ausgedehnten Welttourneen und ständiger Medienpräsenz hatte jedoch auch Schattenseiten, die Bandmitglieder entfremdeten sich zunehmend voneinander und die Gruppe gab 1980 ihre erste Auflösung bekannt.

2. Led Zeppelin


Der legendäre Schlagzeuger von The Who, Keith Moon, sollte mit seiner Prophezeiung, dass jegliche Band um den Gitarristen Jimmy Page „wie ein bleiernes Luftschiff abstürzen würde“, nicht recht behalten. Ganz im Gegenteil gehört die von Robert Plant, Jimmy Page, John Paul Jones und John Bonham 1968 in England mit diesem Namen gegründete Band mit 300 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Bands nicht nur der 70er Jahre.

Das 1969 veröffentlichte gleichnamige Debütalbum mit Hits wie „Good Times Bad Times“, „Dazed and Confused“ und „Communication Breakdown“ verkaufte sich alleine in den USA über 10 Millionen Mal.

Die beiden anschließend veröffentlichte Alben „Led Zeppelin II“ und „Led Zeppelin III“ waren ebenso erfolgreich. Die Platte „Led Zeppelin IV/Four Symbols“ mit der Rockballade „Stairway to Heaven“ (1971) und Tourneen rund um den Globus brachte der Band Weltruhm.

3. Pink Floyd


1965 war das Gründungsjahr der britischen Formation mit den Mitgliedern Syd Barrett, Roger Waters, Richard Wright und Nick Mason. Pink Floyd galten mit dem Debütalbum „The Piper at the Gates of Dawn“ (1967) sowie den Nachfolgern „A Saucerful of Secrets“ (1968), „More, Ummagumma“ (1969), „Relics“ (1971) seinerzeit als die herausragenden Vertreter des Psychedelic Rock.

Im Laufe der 1970er Jahre setzte die Band mit den Alben „Atom Heart Mother“ (1970), „Meddle“ (1971), „Obscured by Clouds“ (1972), „The Dark Side of the Moon“ (1973), „Wish You Were Here“ (1975), „Animals“ (1977) und vor allem „The Wall“ (1979) musikalische Meilensteine.

Pink Floyd haben mit ihrem für viele Musikrichtungen offenen Stil unzählige Bands speziell aus den Bereichen Krautrock, Progressive Rock, Folkrock und Industrial inspiriert.

4. Aerosmith


Steven Tyler, Joe Perry und Tom Hamilton gründeten die Band 1970 in New Hamshire, USA. Das im Januar 1973 veröffentlichte Debüt „Aerosmith“ verkaufte sich bereits über 3,5 Millionen Mal. Mit den folgenden LPs „Get Your Wings“ (1974, 4 Millionen), „Toys in the Attic“ (1975, 11 Millionen) und „Rocks“ (1976, 6 Millionen) konnten die Bluesrocker diesen Erfolg sogar noch übertreffen.

Mit dem weltweiten Ruhm kamen jedoch auch die Drogen, die beiden charismatischen Chefs der Gruppe, Tyler und Perry, wurden im Musikbusiness bald als „The Toxic Twins“ bekannt. Die beiden Platten „Draw the Line“ (1977, 3 Millionen) und „Night in the Ruts“ (1979, 2 Millionen) konnten an den Erfolg der Vorgänger nicht anknüpfen.

Der wohl bekannteste Hit von Aerosmith, „Walk this Way“ (1975), wurde in der gemeinsamen Version mit der Hip-Hop-Gruppe Run-D.M.C. 1986 erneut zu einem Verkaufsschlager.

5. Fleetwood Mac


1967 gründeten die Mitglieder Peter Green, Mick Fleetwood, Bob Brunning und Jeremy Spencer die von Beginn an ausgesprochen erfolgreiche englische Bluesband. Zahlreiche Mitgliederwechsel, Drogenprobleme und private Schicksalsschläge überschatteten den Erfolg jedoch immer wieder.

Während die ersten drei Platten Peter Greens Fleetwood Mac, „Mr. Wonderful“ (1968) und „Then Play On“ (1969) stilistisch noch ganz eindeutig dem Blues zuzuordnen waren, sind „Kiln House“ (1970), „Future Games“ (1971), „Bare Trees“ (1972), „Penguin“, „Mystery to Me“ (1973), „Heroes Are Hard to Find“ (1974) und „Fleetwood Mac“ (1975) schon stark vom Rock geprägt.

Den größten Erfolg konnte die Band mit der Platte „Rumours“ (1977) verzeichnen, das elfte Studioalbum verkaufte sich sagenhafte 40 Millionen Mal. Fleetwood Mac haben sich offiziell nie aufgelöst und spielen bis heute live auf zahlreichen Festivals.

6. Kiss


1973 wurde die heute weltberühmte Band von Gene Simmons, Paul Stanley, Ace Frehley und Peter Criss in New York City gegründet. Aufsehen erregte die dem Hard und Glam Rock sowie Heavy Metal zugerechnete Gruppe zunächst vor allem durch ihre individuell geschminkten Gesichter, die auffällige Kostümierung und die wilden Bühnenshows. Auch der Schriftzug des Bandnamens mit den beiden der Siegrune gleichenden Buchstaben „S“ sorgte für viele Schlagzeilen. Das Image der bösen Buben sorgte auch für beste Verkäufe von Merchandise, alleine 1980 konnte damit 100 Millionen US-Dollar umsetzen.

In den 1970er Jahren veröffentlichte die Band die allesamt kommerziell sehr erfolgreichen LPs „Kiss“ (1974), „Hotter Than Hell“ (1974), „Dressed to Kill“ (1975) „Destroyer“, „Rock and Roll Over“ (1976), „Love Gun“ (1977) und „Dynasty“ (1979). Von der letztgenannten Platte stammt der bekannteste und erfolgreichste Song der Band, das von Rock und Disco gleichermaßen beeinflusste Stück „I Was Made for Lovin’ You“.

7. Lynyrd Skynyrd

1964 wurde die in den 1970er Jahren weltweit wichtigste Gruppe des Southern Rock von Ronnie Van Zant, Larry Junstrom, Allen Collins, Gary Rossington und Robert „Bob“ Burns in Jacksonville (Florida), USA gegründet.

Ab Ende der 1960er Jahre tourte Lynyrd Skynyrd erfolgreich durch Nordamerika, im August 1973 erschien das Debütalbum „Pronounced leh-nerd skin-nerd“. Hierauf befanden sich auch die beiden ersten Hits der Gruppe, „Free Bird“ und „Simple Man“.

Begeisterungsstürme entfachte jedoch der Song „Sweet Home Alabama“ auf dem zweiten Album „Second Helping“ (1974). Das Lied wurde wegen seines zweideutigen Textes kontrovers diskutiert, den Verdacht, Rassismus zu billigen, wies die Band jedoch stets weit von sich.

1977 starben bei einem Flugzeugabsturz Ronnie Van Zant und Steve Gaines. Trotz des großen Erfolgs des kurz zuvor veröffentlichten sechsten Albums „Street-Survivors“ löste sich die Band auf, wurde aber 1987 neu gegründet.

8. Queen


1970 wurde die britische Rockband von Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon gegründet. Die Besetzung blieb über zwei Jahrzehnte bis zum Tode Freddie Mercurys im November 1991 unverändert.

Queen gehören mit ca. 300 Millionen weltweit verkauften Alben zu den international erfolgreichsten Bands überhaupt. Die berühmten Hits „We Are the Champions“, „We Will Rock You“, „Another One Bites the Dust“, „Radio Ga Ga“ und „Bohemian Rhapsody“ hielten sich jeweils über Wochen auf hohen Chartplatzierungen.

Ihre größten Erfolge feierte die Band zwischen 1975 und 1979, mit dem Song „Crazy Little Thing Called Love“ (1979) erklomm man erstmals die Spitze der Single-Charts in den USA. Das letzte offizielle Studioalbum „Made in Heaven“ (1995) verkaufte sich über 20 Millionen Mal.

9. The Rolling Stones


Die 1962 von Mick Jagger, Keith Richards und Brian Jones in London gegründeten „rollenden Steine“ waren in den 1970er Jahren schon weltweit berühmte Rockstars, die die Dekade musikalisch maßgeblich mit prägten.

Das Bandlogo mit der roten Zunge tauchte erstmals auf der Platte „Sticky Fingers“ (1971) auf. Im Laufe des Jahrzehnts veröffentlichte die Gruppe außerdem die Alben „Exile on Main St.“ (1972), „Goats Head Soup“ (1973), „It’s Only Rock ’n’ Roll“ (1974), „Black and Blue“ (1976) und „Some Girls“ (1978).

Lange Touren durch Nordamerika, Europa, Australien und Asien in den Jahren 1972 und 1973 festigten den Ruhm der Band. Von sich reden machten die exzentrischen Briten aber auch immer wieder durch ausführlich in den Medien ausgebreitete Drogen- und Sexskandale. Heute sind die immer noch regelmäßig vor zehntausenden Zuschauern auftretenden Rolling Stones eine der ältesten Rockgruppen des Planeten.

10. The Police


Zwar gründeten Gordon Matthew Thomas Sumner („Sting“), Andy Summers und Stewart Copeland die englische New-Wave-Band The Police erst 1977, mit ihrer vielseitigen und speziellen Mischung aus Reggae, Punk, Ska, Weltmusik und Jazz beeinflussten sie die späten 1970er jedoch nachhaltig.

1978 tourte die noch weitgehend unbekannte Band durch die USA und Australien, das Debütalbum „Outlandos d’Amour“ mit den ersten Hits „So Lonely“ und „Roxanne“ erschien im November des selben Jahres. Sting begann damals auch seine Karriere als Schauspieler („Quadrophenia“).

Mit der zweiten Platte „Reggatta de Blanc“ (1979) konnte die Gruppe an den Erfolg anknüpfen, der ausgekoppelte Song „Walking on the Moon“ wurde die erste Nummer-1-Single. Ein Jahr später wurde die Band für das Titelstück „Reggatta de Blanc“ mit dem Grammy Award for Best Rock Instrumental Performance ausgezeichnet.

11. Sex Pistols


1975 gründeten Johnny Rotten, Steve Jones, Glen Matlock und Paul Cook die nach Meinung vieler Fans weltweit erste Punkband. Die erste Single „Anarchy in the U.K.“ von November 1976 gilt bis heute als eine der besten Punkhymnen, noch berühmter wurde der Song „God Save the Queen“ vom Mai 1977.

Im Oktober desselben Jahres erschien das erste und einzige Album der Band, „Never Mind the Bollocks, Here’s the Sex Pistols“. Die Platte sorgte international für Furore, die der Manager Malcolm McLaren geschickt nutzte, um die Band bekannt zu machen.

Traurige Berühmtheit außerhalb der Musik erlangte die Band jedoch durch den im Februar 1977 eingestellten Bassisten Sid Vicious (John Simon Ritchie), der nach der Auflösung der Gruppe im Oktober 1978 im Drogenrausch seine Freundin Nancy Spungen in New York City erstach.

12. The Who


1964 gründeten Pete Townshend, Roger Daltrey, John Entwistle und Keith Moon die nach kurzer Zeit bereits extrem bekannte und erfolgreiche britische Band, die sich bei ihren ersten Auftritten vor allem mit der kompletten Zerstörung des Bühnenequipments einen Namen machte.

Einem internationalen Publikum stellte sich The Who mit ihrem ersten Album „My Generation“ (1965) und dem Auftritt beim legendären Woodstockfestival 1969 vor. Auch die Veröffentlichungen des Konzeptalbums Tommy im selben Jahr sowie der Platte „Live at Leeds“ (1970) sorgte für viel wohlwollende Aufmerksamkeit. Mit den nächsten Alben „Who’s Next“ (1971), „Quadrophenia“ (1973), „The Who by Numbers“ (1975) und „Who Are You“ (1978) wurde die Band endgültig zur festen Größe im Rock.

Nach dem tragischen Tod des Schlagzeugers Keith Moon 1978 spielte man zunächst mit anderen Drummern weiter, bis es 1983 zur Auflösung kam. Seit 1999 spielt die neu gegründete Band wieder Livekonzerte.

13. The Clash


Im „Jahr des Punk“ 1976 in London von Joe Strummer, Paul Simonon, Mick Jones, Keith Levene und Terry Chimes gegründet, bereicherten The Clash das bis dato musikalisch eher schlichte Genre mit innovativen Einflüssen aus Pop, Folk und Reggae.

Ihr erstes Konzert bestritt die Gruppe im selben Jahr als Vorband der Sex Pistols, das Debütalbum „The Clash“ (1977) gilt bis heute als ein Meilenstein des englischen Punk.

Die zweite Platte „Give ’Em Enough Rope“ (1978) wurde von den Musikzeitschriften Rolling Stone und Sounds sowie dem Time Magazine zum Album des Jahres gewählt. Noch frenetischer von der Kritik und den Fans gefeiert wurde das dritte Studioalbum „London Calling“ (1979), der gleichnamige Titelsong und das Lied „Spanish Bombs“ liefen bei vielen Radiostationen in Dauerrotation. Trotz anhaltender Erfolge auch in den 1980er Jahren löste sich die Band 1986 auf.

14. The Stooges


Passend zu Ihrem späteren Ruf als wilde Partylöwen spielte die 1967 von Iggy Pop, Ron Asheton, Scott Asheton und Dave Alexander in Ann Arbor (Michigan), USA gegründete Band ihr erstes Konzert an Halloween desselben Jahres an der örtlichen Universität. Vor allem Iggy Pops Verhalten auf der Bühne sorgte für viel Aufsehen, der Sänger wälzte sich wie ein Irrer auf dem Boden und stand keine Sekunde lang still. Zur Zeit des Erscheinens (1969) wurde das gleichnamige Debütalbum der Stooges von der Kritik eher verhalten aufgenommen. Der erfolgreichste Song der Platte, „I Wanna Be Your Dog“, gilt heute jedoch als Vorreiter des Punk-Rock.

Das zweite Album „Fun House“ (1970) wurde besser bewertet, läutete jedoch die Auflösung der Band 1972 ein. Durch David Bowie ermutigt, trommelte Iggy Pop seine Mitstreiter 1973 erneut zusammen und veröffentlichte mit Ihnen das dritte und letzte Album „Raw Power“. 2002 formierte sich die Band für einige Auftritte von Neuem.

15. Black Sabbath


Die heute als Pioniere des Hard Rock, Heavy, Doom und Black Metal weltweit respektierte Band wurde 1968 von Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward in Birmingham gegründet. Die nach dem englischen Titel eines italienischen Horrorfilms benannte Gruppe veröffentlichte ihr gleichnamiges Debütalbum 1970.

Die Platte verkaufte sich bereits über eine Million Mal. Das zweite Album „Paranoid“ ging im selben Jahr sogar über vier Millionen Mal über die Verkaufstheke. „Master of Reality“ (1971), „Black Sabbath Vol. 4“ (1972) und „Sabbath Bloody Sabbath“ (1973) waren mit jeweils ca. ein bis zwei Millionen verkauften Exemplaren hingegen nicht ganz so erfolgreich.

Die drei Alben „Sabotage“ (1975), „Technical Ecstasy“ (1976) und „Never Say Die!“ (1978) erreichten nicht die Millionenmarke. Ungeachtet dessen spielte die Band in den 1970er Jahren fast immer in ausverkauften Hallen.

Nach zahlreichen Besetzungswechseln haben sich Black Sabbath von 2011 bis 2017 in der Urbesetzung für einige Konzerte erneut zusammengefunden.

16. Deep Purple


Die Gründungsmitglieder einer der weltweit erfolgreichsten Hardrockbands im Jahr 1968 in England waren Rod Evans, Ritchie Blackmore, Nick Simper, Jon Lord und Ian Paice. Der Name („Tiefes Purpur“) war seinerzeit ein Slangausdruck für die Droge LSD, den Musikern und Fans der Band wurde der exzessive Konsum der Substanz auch häufig nachgesagt.

Die beliebtesten Bands der 70er Jahre wie auch der folgenden Jahrzehnte wurden von Deep Purple maßgeblich beeinflusst. Mit etwa 100 Millionen verkaufter Schallplatten ist die Band auch kommerziell sehr erfolgreich, alleine der Welthit „Smoke on the Water“ von 1972 verkaufte sich als Single über 12 Millionen Mal.

Stil prägend wirkten Deep Purple vor allem durch die musikalisch und technisch perfekt umgesetzte Kombination von Klassik und Rock, mit dem Sänger Ian Gillan gab die Gruppe zusammen mit dem renommierten britischen Royal Philharmonic Orchestra 1969 ein viel beachtetes Konzert in der Londoner Royal Albert Hall.

17. Heart


Ursprünglich aus der Region Seattle stammend, zogen Heart nach British Columbia und unterschrieben dort bei einem kleinen Label, bevor sie 1975 ihre erste Single „Dreamboat Annie“ veröffentlichten. Das Album zeigte Ann Wilsons exzellenten Gesang und die gemeinsame kreative Arbeit, die sie und ihre Schwester Nancy, die Gitarristin, entwickelt hatten.

Die Rockband hatte mehrere Hits wie „Crazy on You“, „Barracuda“ und „Alone“. Die Band hat mittlerweile mehr als 35 Millionen Platten verkauft.

18. The Kinks


Von der Gründung im Jahr 1964 in London durch die Brüder Ray Davies und Dave Davies sowie Peter Quaife und Mick Avory bis zum Beginn der 1970er Jahre hatte die Kinks schon sechs Studioalben veröffentlicht. Die Band konnte bereits erfolgreiche Hits wie „You Really Got Me“ und „Sunny Afternoon“ vorweisen.

Ihre schlechten Erfahrungen mit dem Musikbusiness verarbeitete die Formation mit dem Album „Lola versus Powerman and the Moneygoround, Part One“ (1970). Den Platten „Muswell Hillbillies“ (1971), „Everybody’s in Show-Biz“ (1972), „Preservation Act 1“ (1973), „Preservation Act 2“ (1974), „Soap Opera“ (1975), „Schoolboys in Disgrace“ (1976), „Sleepwalker“ (1977), „Misfits“ (1978) und „Low Budget“ (1979) war wechselhafter Erfolg vergönnt. Speziell die drei letzten, am Punk angelehnten Alben verhalfen der Band jedoch in den USA zu neuer Popularität.

Aufgrund häufiger Streitereien zwischen den Brüdern Davies endete deren Zusammenarbeit 1993, ein letzter gemeinsamer Auftritt fand allerdings 2015 in London statt.

19. AC/DC


Die beiden ursprünglich aus Schottland stammenden Brüder Angus Young und Malcolm Young gründeten AC/DC gemeinsam mit Dave Evans, Larry Van Kriedt und Colin John Burgess mit einem Konzert am Silvestertag 1973 in Sidney, Australien. 1974 wurde Bon Scott zum neuen Sänger und prägte mit seiner rauen Stimme die veröffentlichten Alben „High Voltage“ (1975), „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ (1976), „Let There Be Rock“ (1977), „Powerage“ (1978) und „Highway to Hell“ (1979).

Die vielen langen Touren rund um die Welt und Scotts starker Alkoholkonsum sollten ihren Tribut fordern, der als Lebemann bekannte Musiker starb im Februar 1980 an einer Alkoholvergiftung.

AC/DC wurden und werden von ihren zahlreichen Fans bis heute wegen ihrer starken Livepräsenz geliebt, ihre Musik hat unzählige spätere Bands aus den Bereichen Rock, Metal und Punk inspiriert.

20. Creedence Clearwater Revival


Die US-amerikanische Rockband mit den beiden Brüdern John und Tom Fogerty, Doug Clifford und Stu Cook aus dem kalifornischen Berkeley existierte zwar nur von 1967 bis 1972, war aber dennoch sehr erfolgreich und ausgesprochen stilbildend. „CCR“ galten als die Epigonen des sog. Swamp Rock, der die Musikstile Blues, Cajun, Country und Folk aus den Südstaaten der USA miteinander verbindet.

Dem nach der Band benannten Erstling „Creedence Clearwater Revival“ (1968) folgten die drei Alben in nur einem Jahr „Green River“, „Bayou Country“ und „Willy and the Poor Boys“ (1969). „Cosmo’s Factory“ und „Pendulum“ (1970) waren stilistisch recht unterschiedlich, die Erstgenannte überzeugte noch durch Geradlinigkeit und Kraft, die vorletzte Platte der Band war den meisten Fans jedoch zu experimentell. „Mardi Gras“ (1972) kam ebenfalls nicht mehr allzu gut an.

21. Chicago


Die Rockband Chicago wurde 1967 gegründet. Die Band aus Illinois hatte ein sehr produktives 70er-Jahrzehnt und veröffentlichte zehn Alben.

Die Band erntete viel Beifall und waren auch finanziell sehr erfolgreich, denn ihr erstes Album landete direkt an der Spitze der Billboard 200 Albumverkaufscharts.

Viele der Titel auf diesen Alben sind zu Klassikern geworden. „Baby, What a Big Surprise“ und „If You Leave Me Now“ sind zwei Beispiele für ihren enormen Erfolg.

Mit einer ständig wechselnden Besetzung steht die Band kurz davor, ihr 60-jähriges Bestehen zu feiern.

22. Styx


Der Name Styx gehört wohl zu den außergewöhnlichsten Bandnamen aller Zeiten. Die Band, die treffend nach dem Styx River benannt ist, wurde 1972 gegründet und veröffentlichte im Laufe des Jahrzehnts neun Alben.

Zu den beliebtesten Songs der Gruppe gehören „Lady“, „Babe“ und „Come Sail Away“.

Styx läutete in den 1980er Jahren das Zeitalter des Arena-Rocks mit einem Sound ein, der verschiedene Musikgenres und Formate miteinander verschmolz. Trotz interner Spannungen wuchs die Popularität der Band in diesem Jahrzehnt.

Obwohl sich die Band in den 1980er Jahren auflöste, fand sie in den 1990er Jahren wieder zusammen und auch noch heute tritt die Band auf.

23. Blondie


Die New Yorker Band Blondie unterschrieb 1978 bei Chrysalis, nachdem ihr Debütalbum „Private Stock“ von 1976 außer in Australien überall gefloppt war.

Der typische New-Wave-Pop-Rock-Stil der Band verhalf ihnen in den späten 70er Jahren schließlich doch noch zum Ruhm.

Im Laufe des Jahres veröffentlichten sie das Album „Parallel Lines“, das dank des Nr. 1-Songs „Heart of Glass“ und des düsteren „One Way or Another“ einen großen Erfolg hatte.

Blondie waren schon immer mehr als nur Debbie Harrys gutes Aussehen; sie haben auch einen der besten Schlagzeuger der Rockmusik, Clem Burke, dessen Fähigkeiten vom tiefen Disco-Beat in „Heart of Glass“ bis zu den Keith Moon-ähnlichen Fills in „Dreaming“ reichen.

24. Supertramp


1969 gründeten Rick Davies, Roger Hodgson, Richard Palmer und Keith Baker die nach dem gleichnamigen, 1908 veröffentlichten Buch „Supertramp“ von W. H. Davies benannte Band.

Musikalisch war die Gruppe von Beginn an neben Rock auch stark von Jazz, Rhythm and Blues sowie Pop geprägt. Eine eigene Note kam auch durch den Einsatz eher untypischer Instrumente wie Klarinette und Saxofon zum Tragen.

Das Debütalbum mit dem Bandnamen von 1970 ist lupenreiner Progressive Rock, „Indelibly Stamped“ (1971) blieb eher erfolglos, der eigentliche Durchbruch gelang mit „Crime of the Century“ (1974). „Crisis? What Crisis?“ (1975) verkaufte sich ebenfalls sehr gut, gleiches galt für „Even in the Quietest Moments…“ (1977). „Breakfast in America“ (1979) erhielt 1980 in den USA sogar zwei Grammy Awards für Abmischung und Albumcover.

25. Kansas


Kansas war eine fantastische Band, die Elemente des Boogie und des klassischen Rock in ihrem progressiven Rocksound verschmolz. In den 1970er Jahren schufen sie erstaunliche Musik mit elektrischen Gitarrensoli, massiven Synthesizern und melodischen Sinfonien. Sie schufen komplizierte, hochwertige Songs mit harmonischen Melodien und mitreißenden Themen. Sie begannen als Hardrock-Band, verlagerten ihren Sound aber schließlich zum symphonischen Progressive Rock.

Zu ihren erfolgreichsten 70er Jahre Songs zählen: „Dust in the Wind“, „Carry On Wayward Son“ und „People of the South Wind“.

Weitere 70er Jahre Bands:

Jedes Lied ist über den Titel mit dem dazugehörigen Musikvideo verlinkt.

Die erfolgreichsten deutschen 70er Jahre Bands:

Wie eingangs bereits erwähnt, ist es jedem Rockfan letztlich selbst überlassen, welche Gruppen er für die besten Bands der 70er Jahre hält. Angesichts der Verkaufszahlen der hier jeweils nur kurz skizzierten Formationen sind diese jedoch zweifellos sowohl die beliebtesten Bands der 70er Jahre als auch die erfolgreichsten Bands der 70er Jahre. Ohne diese Bands würde die heutige Musiklandschaft definitiv anders aussehen, ganz unabhängig davon, ob die Gruppen nur einige wenige Jahre zusammen spielten oder schon seit Jahrzehnten ihr Publikum mit immer neuen Alben und gut besuchten Konzerten restlos begeistern.

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