Die 36 besten & erfolgreichsten DJs der Welt

Wann hat der Hype eigentlich angefangen? In den 80ern haben DJs jedenfalls nur Platten aufgelegt. Heute kommt die Musik vom Computer und die Leute, die an den Reglern stehen, gelten als Künstler. Die erfolgreichsten und beliebtesten ihrer Zunft spielen nicht mehr nur die Songs von Superstars, sie sind selber welche und füllen ganze Stadien. Die besten DJs der Welt, vielleicht sogar aller Zeiten, auch wenn diese Zeiten gerade erst anbrechen, stellen wir dir hier vor und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Die erfolgreichsten DJs aller Zeiten:

Hinweis: Als Grundlage für unsere Liste der erfolgreichsten DJs aller Zeiten wurden die verkauften Tonträger als Kriterium verwendet.

01. Calvin Harris

Verkaufte Tonträger: 133 Millionen

Calvin Harris
Calvin Harris
Adam Richard Wiles, wie Calvin Harris mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1984 in Schottland geboren und hat eine bewegte Jugend hinter sich. Mit 21 Jahren machte er sich auf den Weg nach London und versuchte dort eine erste Karriere unter dem Alias „Stouffer“. Der Versuch war aber zum Scheitern verurteilt. Nachdem der junge Künstler alle seine Ersparnisse aufgebraucht hatte, kehrte er nach Schottland zurück und musste wieder bei seinen Eltern leben. Er jobbte während dieser Zeit in einer Fischfabrik und einem Supermarkt. Gleichzeitig begann er, selbst komponierte Stücke by MySpace hochzuladen. So wurde er schließlich von Talent-Scouts des Labels EMI entdeckt, die ihn unter Vertrag nahmen. Das war der Auftakt zu seiner Weltkarriere.

Einer seiner ersten Erfolge war „Acceptable in the 80’s“, das von seinem ersten Album „I Created Disco“ stammt. Damit schaffte es er in Großbritannien 2007 in die Top 10. Die in den beiden Folgejahren erschienen Alben „Ready for the Weekend“ und „18 Months“ führten in seiner Heimat die Spitze der Hitparade an und konnten sich auch international in den Charts platzieren.

Der Smash-Hit „We Found Love“ von Calvin Harris featuring Rihanna ist seine bisher erfolgreichste Veröffentlichung mit über 13,5 Millionen verkauften Exemplaren.

02. David Guetta

Verkaufte Tonträger: 108,2 Millionen

David Guetta
David Guetta
Zumindest am Mischpult ist David Guetta wohl der beliebteste Franzose auf der ganzen Welt. Guetta sammelte bereits erste Erfahrung als DJ, als er noch Minderjährig war. In den frühen 80ern nahm man es mit der Alterskontrolle halt noch nicht so genau, schon gar nicht in den Pariser Clubs. Dort fühlte der junge David sich so wohl, dass er sich gegen eine Karriere als Musiker entschied und lieber Gastronom mit eigenem Nachtclub wurde. Die elektronische Musik ließ ihn aber nie ganz los und im neuen Jahrtausend fand er schließlich zu ihr zurück.

2002 erschien sein Debütalbum „Just a Little More Love“, die gleichnamige Single-Auskoppelungen sowie das Stück „Love Don’t Let Me Go“ waren seine ersten größeren Erfolge. In die DJ-Oberliga stieg er aber erst 2009 mit dem Album „One Love“ auf. Das war ein Nummer-eins-Hit in seiner Heimat Frankreich, in Deutschland schaffte der Sampler Fünfachgold und Doppelplatin in UK. Der Nachfolger „Nothing but the Beat“ konnte diese Erfolge im Jahr 2011 sogar noch übertreffen. Dieses Mal reichte es nicht nur daheim für einen ersten Platz, sondern auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den USA war immerhin noch Platz 5 drin.

Der Titel „Titanium“ von David Guetta war mit über 7,7 Millionen verkauften Exemplaren weltweit ein beachtlicher Erfolg und seine bisher erfolgreichste Single.

03. The Chainsmokers

Verkaufte Tonträger: 103,6 Millionen

The Chainsmokers
The Chainsmokers
Bei den Kettenrauchern handelt es sich um ein Future-Bass-Duo aus New York. Die DJs Andrew Taggart und Alex Pall, die heute hinter dem Projekt stehen, arbeiten aber erst seit 2009 zusammen. Damals verließ das Gründungsmitglied Rhett Bixler, Insidern auch als DJ Ciga Rhett bekannt, die Formation.

Nachdem die beiden Musiker 2012 mit dem Bollywood-Star Priyanka Chopra, einer ehemaligen Miss World, eine Single aufnahmen, erhielten sie einen Plattenvertrag bei Republic Records, ein Label des Medienkonzerns Universal. Im Jahr 2013 hatten sie dann ihren ersten großen Auftritt bei dem TomorrowWorld Festival in Atlanta.

Der kommerzielle Durchbruch gelang ihnen 2014 mit der Single „#Selfie“, die es in den USA und in UK unter die beliebtesten 20 Songs der Woche schaffte. Für den Nachfolger „Roses“ gab es dann bereits dreimal Gold in Europa und Platin in den USA.

Der erste Nummer-eins-Hit gelang ihnen aber erst 2015 mit „Closer“. Das Stück führte in den USA und Großbritannien die Hitparade an und kämpfte sich in Deutschland bis auf Platz 2 vor.

Die Hitsingle „Something Just Like This“ (2017) war ein durchschlagender Erfolg, der sich weltweit erstaunliche 21,5 Millionen Mal verkaufte und ihr bisher erfolgreichster Song ist.

04. Avicii

Verkaufte Tonträger: 67,5 Millionen

Avicii
Avicii
Der Schwede Avicii war international auch unter den Namen Tim Berg und Tom Hangs bekannt, firmierte in der Vergangenheit aber meist als die schlimmste aller Höllen, die Buddhisten sich so vorstellen können. Genau das bedeutet Avici nämlich. Dass Herr Bergling ein zweites „i“ anhing, war nicht künstlerische Freiheit, sondern schnöder Zwang. Auf Myspace, wo er seine Werke anfangs noch vermarkten wollte, gab es bereits einen Künstler mit korrekter Schreibweise. Der wird sich heute über die vielen Besucher, die bloß aufgrund eines Tippfehlers zu ihm finden, bestimmt freuen.

Avicii mit Doppel-i hat eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt. Sein Debütalbum „True“ schaffte es auf Platz 1 in Schweden und in die Top 5 im Rest der Welt, USA inklusive. Der zweite Versuch „True: Avicii by Avicii“ war nicht ganz so erfolgreich, mit „Stories“ gelang ihm dann aber 2015 wieder ein großer Wurf, der es in Schweden an die Spitze der Hitparade schaffte und sich auch in vielen anderen Ländern gut platzierte.

Avicii wurde am 20. April 2018 während eines Urlaubs im Oman tot in seinem Anwesen aufgefunden. Die genaue Todesursache sei bekannt, werde aber mit Rücksicht auf die Angehörigen nicht veröffentlicht.

05. Daft Punk

Verkaufte Tonträger: 66,9 Millionen

Daft Punk
Daft Punk
Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, die als Daft Punk firmieren, sind neben David Guetta die erfolgreichsten Franzosen an den Reglern. Die beiden haben früh angefangen und gründeten bereits als Zwölfjährige ihre eigene Band. Bangalter stammt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater Daniel ist ein bekannter Manager und Komponist, der in den 70ern unter dem Künstlernamen Daniel Vangarde selbst einige Hits verzeichnen konnte. Der Sohnemann und und sein Compagnon wurden aber erst Ende der 90er erfolgreich.

1997 erschien ihr erstes Album „Homework“, das in Frankreich Platz drei erreichte und auch international beachtet wurde. Daft Punk waren von da an kommerziell erfolgreich, der ganz große Wurf gelang ihnen aber erst im Jahr 2013 mit dem Album „Random Access Memories“. Sie hätten es ruhig „Random Success“ taufen können. Das Album führte nicht nur die Charts in Frankreich und allen drei deutschsprachigen Ländern an, sondern kletterte auch in UK und den USA auf Platz eins. Seither gehören die Punker zu den Superstars der Szene.

In Zusammenarbeit mit dem kanadischen Sänger The Weeknd haben sie mit der Single „Starboy“ (2016) einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Dieser Chart-Hit hat sich weltweit 17 Millionen Mal verkauft.

06. DJ Snake

Verkaufte Tonträger: 61,7 Millionen

DJ Snake
DJ Snake
DJ Snake ist ein französischer DJ und Produzent, der seit der Veröffentlichung seiner Debütsingle „Turn Down for What“ im Jahr 2013 Wellen in der Musikindustrie schlägt. Seine einzigartige Mischung aus Hip-Hop, Trap und Future-Bass hat ihm die Anerkennung von Fans auf der ganzen Welt eingebracht. Er hat mit einigen der größten Stars von heute zusammengearbeitet, darunter Justin Bieber, Major Lazer und Selena Gomez, um nur einige zu nennen.

DJ Snakes bekanntestes Werk ist die Chartstürmer-Single „Lean On“ (2015), die mit über 16,3 Millionen verkauften Einheiten weltweit einen beachtlichen Erfolg erzielt hat. Dieser Track ist ein Beweis für sein kreatives Genie und ist auch heute noch ein ikonischer Hit in der Popkultur.

07. Zedd

Verkaufte Tonträger: 52,3 Millionen

Zedd
Zedd
Da konnte der Apfel gar nicht weit vom Stamm fallen! Anton Zaslavski wurde 1989 noch in der UDSSR geboren, seine Eltern wanderten aber bereits zu Beginn der 90er Jahre nach Deutschland aus. Hier wuchs er in Kaiserslautern auf und besuchte das Gymnasium. Seine Mutter war Musiklehrerin, sein Vater übte die gleiche Profession aus. Kein Wunder also, dass der kleine Anton schon im Alter von vier Jahren Klavier spielen konnte. Als Grundschüler nahm er dann bereits am Wettbewerb Jugend Musiziert teil. Damals interessierte er sich noch für Jazz, als 20-jähriger begann er dann aber Schlagzeug zu spielen und begeisterte sich für Rock- und Metal, bevor er seine Leidenschaft für elektronische Musik entdeckte.

Seine Karriere in diesem Bereich wollte er in den USA starten, wo er aber zunächst als Produzent tätig war. Er arbeitete mit Showgrößen wie Justin Bieber zusammen, bevor er 2012 sein erstes Studioalbum „Clarity“ auf den Markt brachte, das es in den USA auf Platz 38 schaffte. Der Nachfolger „True Colors“ war bereits deutlich erfolgreicher und kletterte in den USA sogar auf Platz 1, in Deutschland und Großbritannien hat es immerhin für einen Platz unter den Top 100 gereicht.

Der Song „The Middle“ den Zedd zusammen mit der US-amerikanischen Country-Sängerin Maren Morris aufgenommen hat, ist mit über 8,6 Millionen verkauften Einheiten seine erfolgreichste Single.

08. Marshmello

Verkaufte Tonträger: 49,6 Millionen

Marshmello
Marshmello
Seit 2015 fesselt der rätselhafte „Marshmello“ das Publikum mit seinem charakteristischen Helm in Form eines Marshmallows und seiner geheimnisvollen Persönlichkeit.

Sein Erfolg zeigt sich darin, dass Forbes ihn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2018 und 2019) in die Liste der 30 reichsten und einflussreichsten Menschen unter dreißig aufgenommen hat.

Die Diskografie des amerikanischen DJs umfasst Chartstürmer-Singles wie „Happier“, „Alone“ und „Silence“ sowie Kollaborationen mit bekannten Künstlern wie Bastille, Khalid und Selena Gomez.

09. Diplo (Wesley Pentz)

Verkaufte Tonträger: 37,1 Millionen

Diplo
Diplo
Wesley Pentz, der auch unter den Künstlernamen Diplodocus, Wes Gully und Wes Diplo auftritt, wurde 1978 im US-Bundestaat Mississippi geboren. Er wuchs in Florida auf und absolvierte ein Filmstudium an der Temple University in Philadelphia. Musikkritiker ordnen Diplo immer wieder den Stilrichtungen Crunk, Dirty South und Bass Music zu. Du hast keine Ahnung was das ist? Macht nichts, der Künstler selbst ist der festen Überzeugung, dass er Hip-Hop produziert. Und damit ist er ziemlich erfolgreich. Für einen Spitzenplatz hat es zwar noch nicht gereicht. Seine bisher beliebteste Singleauskoppelung „Earthquake“ schaffte es 2013 in Großbritannien aber immerhin auf Platz 4 und konnte eine Silber-Auszeichnung einheimsen.

Das Studioalbum „Diplo Presents Thomas Wesley, Chapter 1: Snake Oil“ kletterte 2020 auf Platz 50 der US-Charts und und wurde mit Gold ausgezeichnet.

Weitere beliebte Songs des DJs sind „Be Right There“, „Close to Me“ und „Looking for Me“.

10. Major Lazer

Verkaufte Tonträger: 36,7 Millionen

Major Lazer
Major Lazer
Diplo, den wir dir schon vorgestellt haben, startete 2008 gemeinsam mit dem US-Musiker Dave Taylor ein neues Projekt. Nach Taylors Ausstieg machte Diplo mit den DJ-Kollegen Jillionaire und Walshy Fire weiter. In dieser Formation schaffte Major Lazer 2015 auch seinen ersten großen Hit. „Lean On“, eine Auskoppelung aus dem Album „Peace Is the Mission“, schaffte es in den USA, in Großbritannien und in Deutschland unter die Top 5, in der Schweiz war sogar der erste Platz drin.

Noch erfolgreicher war die Gruppe 2016 mit dem Stück „Cold Water“ vom Album „Music Is the Weapon“, das Dreifachplatin in den USA, Doppelplatin in Großbritannien und den Spitzenplatz in den deutschen Charts einheimste.

11. Kygo

Verkaufte Tonträger: 33,7 Millionen

Kygo
Kygo
Kyrre Gørvell-Dahll, besser bekannt als Kygo, ist ein norwegischer DJ und Musikproduzent, der durch seine Remixe von Songs von Rihanna, Passenger, Marvin Gaye und Ellie Goulding bekannt geworden ist.

Seine SoundCloud-Seite war die Plattform, über die er 2013 bekannt wurde, aber erst die Zusammenarbeit mit dem australischen Sänger Conrad Sewell bei „Firestone“ unter dem Label von Sony Music hat ihn wirklich bekannt gemacht. Die Single stieg Anfang Dezember 2014 auf Platz 1 der norwegischen Charts ein und machte Kygo zu einem der erfolgreichsten DJs der elektronischen Tanzmusik (EDM).

Kygos größter Erfolg ist die Single „It Ain’t Me“ (2017), von der weltweit beeindruckende 7,4 Millionen Stück verkauft wurden!

12. Robin Schulz

Verkaufte Tonträger: 31,8 Millionen

Robin Schulz
Robin Schulz
Im Jahr 2013 erlebte der deutsche DJ Robin Schulz mit seinem Remix von „Waves“ des niederländischen Künstlers Mr. Probz einen kometenhaften Aufstieg zum Ruhm. Diese Version kam so gut an, dass sie ihm am Ende des Jahres eine Grammy-Nominierung einbrachte!

Seine nachfolgenden Veröffentlichungen waren ebenso erfolgreich und erreichten 2014 ihren Höhepunkt, als er sein Debütalbum „Prayer“ veröffentlichte, das sowohl im In- als auch im Ausland einen beachtlichen Erfolg erzielte. In den Jahren 2015 und 2017 folgten zwei weitere Alben, die Schulz‘ Platz als einer der renommiertesten Produzenten Deutschlands weiter festigten.

Weitere beliebte Songs des DJs sind „Prayer in C“ (2014), „Sugar“ (2015) und „OK“ (2017).

13. Skrillex

Verkaufte Tonträger: 30 Millionen

Skrillex
Skrillex
Skrillex wurde 1988 als Sonny John Moore in Kalifornien geboren. Der Künstler kennt sich nicht nur am Mischpult aus, sondern weiß auch wie es ist, selbst am Mikro zu stehen. Für einige Zeit verdingte er sich als Frontsänger der allerdings wenig erfolgreichen Band From First to Last. Singen war aber wohl ohnehin nicht das richtige für ihn. Er war von der elektronischen Musik begeistert und versuchte, wie viele DJ-Größen vor ihm, erst einmal mit selbst gemischten Tracks ein Publikum auf MySpace zu finden.

Ab 2008 trat er dann unter dem Namen Skrillex in Clubs rund um Los Angeles auf. Drei Jahre später gründete er sein eigenes Plattenlabel OWSLA, nachdem er in den USA mit der EP „Scary Monsters and Nice Sprites“ das erste Mal Platin einheimsen konnte. Das erste Studioalbum „Recess“ folgte dann 2014 und schaffte es in den USA auf Platz 4, in Deutschland reichte es immerhin noch für einen Platz unter den Top 30.

Der Track „Where Are Ü Now“ (2015) war ein bemerkenswerter Erfolg. Das Lied hat sich beeindruckende 7,9 Millionen Mal verkauft und ist seine bisher beliebteste Veröffentlichung überhaupt!

14. Martin Garrix

Verkaufte Tonträger: 26,8 Millionen

Martin Garrix
Martin Garrix
Martin Garrix ist einer der Jüngsten unter den erfolgreichsten DJs und ein weiterer Niederländer. Er wurde 1996 als Martijn Gerard Garritsen in Amstelveen geboren. Als er im Jahr 2013 seinen internationalen Durchbruch feierte, war er noch ein Teenager und gerade einmal 17 Jahre alt. Jugendlichen Schwung hat er jedenfalls.

Wenn er nicht als Martin Garrix auf der Bühne steht, tourt er unter den Pseudonymen GRX, YTRAM oder Area21 durch die Clubs. Auch sonst war er früh dran, den Entschluss später einmal DJ zu werden, hat er angeblich schon mit acht Jahren gefasst und dann ja auch zügig umgesetzt. Nach dem Erfolg mit „Animals“ im Jahr 2013, der ihm einen Nummer-eins-Hit in Großbritannien beschert hatte, erhielt er für „In the Name of Love“ 2016 auch eine Platin-Auszeichnung in den USA.

15. Alan Walker

Verkaufte Tonträger: 20,1 Millionen

Alan Walker
Alan Walker
Nachdem Alan Walker 2015 mit seinem Album „Faded“, das auf YouTube bereits über drei Milliarden Aufrufe verzeichnete, in der Szene aufgetaucht ist, hat er in den Folgejahren mit weiteren großartigen Hits nachlegen können. Dazu zählen etwa „Alone“ (2016), (All Falls Down) 2017 oder auch „Alone, Pt. II“ (2019).

Der norwegische Künstler Alan Walker hat mit seiner Single „Faded“ einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Das Lied zählt inzwischen in vielen Ländern zu den beliebtesten Liedern. Der Song wurde in Deutschland mit einer Diamantenen Schallplatte für über 1 Million Verkäufe ausgezeichnet. Insgesamt wurde der Song über 10,2 Millionen Mal verkauft – eine beeindruckende Leistung.

Wenn Walker auf der Bühne steht, trägt er einen Kapuzenpulli und eine Maske über seinem Gesicht. Der Grund dafür ist recht einfach: So bleibt er anonym.

16. Tiësto

Verkaufte Tonträger: 19,6 Millionen

Tiësto
Tiësto
Tiesto ist schon seit 2000 im Geschäft und heute wohl einer der besten und erfolgreichsten Djs, den die Niederlande bisher hervorgebracht haben. „Früh übt sich“ scheint nicht nur für klassische Musiker zu gelten.

Tijs Michiel Verwest, der 1969 in Breda geboren wurde, zeigte schon als achtjähriger Interesse an seinem späteren Metier. Als Jugendlicher legt er in kleinen Clubs in seiner Heimatstadt auf, bis ihm schließlich der Sprung nach Rotterdam gelang.

Ab Mitte der 1990er Jahre veröffentlichte er selbst produzierte Tracks und wechselte dabei öfters den Künstlernamen. Mit der Karriere steil bergauf ging es aber erst, als er 1997 gemeinsam mit Arny Bink, einem Musikproduzenten, das mittlerweile legendäre Label Black Hole Recordings gründete.

Seinen ersten großen Erfolg feierte Tiësto 2000 mit einem Remix von „Deleriums Silence“, der es auf Platz drei in den US-amerikanischen Charts schaffte. Ein Jahr später erschien dann das erste Studioalbum, das allerdings nur in der niederländischen Heimat punkten konnte und dort immerhin bis auf Rang 25 kletterte. Sein Nachfolger „Just Be“ (2004) stürmte dann gleich an die Spitze der Charts, jedoch auch nur daheim.

Der Song „Jackie Chan“ (2018) von Tiësto hatte einen bemerkenswerten Erfolg. Er wurde weltweit beeindruckende 3,8 Millionen Mal verkauft und ist nach wie vor seine bisher beliebteste Veröffentlichung überhaupt!

Das könnte bereits reichen, um Tiësto zum erfolgreichsten niederländischen Musiker aller Zeiten zu machen – auch wenn in Deutschland Herman van Veen zumindest der älteren Generation weit geläufiger sein dürfte.

17. Felix Jaehn

Verkaufte Tonträger: 18,5 Millionen

Felix Jaehn
Felix Jaehn
Felix Jaehn ist ein deutscher DJ und Musikproduzent, der sich in den letzten Jahren zu einem internationalen Star entwickelt hat. Seine Karriere begann im Alter von 16 als er in verschiedenen Clubs auflegte.

Seinen Durchbruch feierte Jaehn mit der Single „Ain’t Nobody (Loves Me Better)“ mit Jasmine Thompson 2015. Der Song brachte ihm weltweit Anerkennung und platzierte sich in mehreren Ländern auf den ersten Platz der Charts. In Deutschland wurde das Lied mit Diamant ausgezeichnet.

Seither folgten viele andere Hitsingles wie „Cheerleader“ und „Bonfire“.

18. Swedish House Mafia

Verkaufte Tonträger: 15,5 Millionen

Swedish House Mafia
Swedish House Mafia
Nicht nur Tenöre präsentieren sich gerne im Dreierpack. Swedish House Mafia war ein Gemeinschaftsprojekt der schwedischen DJs Axwell, Sebastian Ingrosso und Steve Angello. Als Mafiosi traten die DJs erst seit 2005 gemeinsam auf, die Künstler kannten sich aber schon vor dieser Zeit. Bis sie richtig erfolgreich wurden, musste aber erst ein neues Jahrzehnt anbrechen.

Ihr erstes Album „Until One“ erschien 2010 und schaffte es in Schweden auf Platz dreizehn der Charts. Richtig durchstarten konnten die drei DJs aber erst im Jahr 2012 mit dem Album „Until Now“, das es in Schweden auf Platz 3 und in den USA auf Platz 14 brachte. Die Singleauskopplung „Don’t You Worry Child“ war der größte Erfolg des Trios und ein Nummer-eins-Hit in ihrer nordischen Heimat. Sein Live-Debüt erlebte das Stück vor 65.000 Zuschauern in der Milton Keynes Bowl, einer Freilichtbühne mit Kultstatus in der Nähe von London. Kurz danach trennten sich die DJs, Axwell und Sebastian Ingrosso haben 2014 aber wieder zueinander gefunden und das Musikprojekt Axwell Λ Ingrosso gestartet.

19. Alesso

Verkaufte Tonträger: 11,9 Millionen

Alesso
Alesso
Im Jahr 2011 begann Alessos Karriere mit der breiten Anerkennung seiner Originalsongs und Remixe durch einige der bekanntesten DJs der EDM wie Avicii, Swedish House Mafia und Tiësto.

Seine Version von „Pressure“ war eine, die bei den Fans im Jahr 2011 besonders gut ankam. Alesso ist dafür bekannt, dass er innerhalb eines Werks nahtlos zwischen melodischen Melodien und intensiveren Tracks im Rave-Stil wechselt. Viele halten ihn für eine aufstrebende Koryphäe in der schwedischen Musikszene.

20. Steve Aoki

Verkaufte Tonträger: 10,4 Millionen

Steve Aoki
Steve Aoki
Der US-amerikanische Electro-House-DJ asiatischer Abstammung feierte seine ersten kommerziellen Erfolge mit dem Stück „Pursuit of Happiness“, das sich 2012 in allen relevanten Ländern in den Charts platzieren konnte. Für viele Fans ist er der beste DJ im im Club- und Festival-Bereich, der bereits mehrere erfolgreiche Welttourneen absolviert hat.

Seine Live-Shows sind ebenso berühmt wie berüchtigt und Besucher, die sich das hübsche Kleid oder das gute Hemd nicht schmutzig machen möchten, sollten sich lieber nicht in die erste Reihe vorkämpfen. Der DJ ist dafür bekannt, dass er das Publikum gerne mal mit Torten bewirft oder mit einer Champagnerdusche beglückt.

Weitere beliebte Hits des DJs sind „MIC Drop“ (2017) und „Waste It on Me“ (2018).

21. Paul van Dyk

Verkaufte Tonträger: 5 Millionen

Paul van Dyk
Paul van Dyk
Auch wenn der Name an einen Holländer denken lässt, ist Matthias Paul nicht nur ein Deutscher, sondern wurde 1971 sogar noch hinter dem Eisernen Vorhang geboren. Vielleicht ist das der Grund, warum van Dyk einer der ganz wenigen Vertreter seiner Zunft ist, die ihr Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes beherrschen.

Als Matthias Paul hat der Künstler in der DDR gleich zwei Berufsausbildungen abgeschlossen, eine als Tischler und eine als Nachrichtentechniker. Gleich nach dem Mauerfall wandte er sich dann aber seiner wahren Leidenschaft zu und begann Musik zu machen. Berlin zu Zeiten der Wende war ein Eldorado für halblegale Underground-Clubs, dort musste van Dyk sich aber gar nicht lange verdingen. Sein großes Talent wurde früh entdeckt, sodass er bald in der Turbine in Kreuzberg und im heutigen Techno-Urgestein, dem legendären Tresor, auflegen durfte. In seiner Freizeit hat er sein Wohnzimmer in ein Tonstudio verwandelt und dort die ersten Aufnahmen für den „Zündfunk“ des Bayerischen Rundfunks gemacht.

Das hat der Superstar heute nicht mehr nötig. Sein bisher erfolgreichstes Album „Reflections“ aus dem Jahr 2003 schaffte es in Deutschland in die Top Ten, alle zehn bisher veröffentlichten Alben waren in den Charts vertreten.

2005 wurde er schließlich von einem britischen Magazin zum „World’s No.1 DJ“ gewählt. Darauf reagierte auch seine Heimatstadt. Bürgermeister Klaus Wowereit persönlich hat dem Künstler den Verdienstorden des Landes Berlin verliehen. Die bisher größte Auszeichnung erfuhr van Dyk aber wohl im Jahr 2009, als er anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls vor dem Brandenburger Tor auftreten durfte.

22. Armin van Buuren

Verkaufte Tonträger: 3 Millionen

Armin Van Buuren
Armin Van Buuren
Auch er ist einer der besten DJs und einer der ganz wenigen, die unter ihrem Geburtsnamen auf der Bühne stehen. Armin van Buuren wurde 1976 in Leiden in den Niederlanden geboren. Die gesamte Familie van Buuren war sehr musikalisch und klein Armin seine spätere Profession wohl schon in die Wiege gelegt. Musik und Schallplatten haben ihn schon als kleinen Jungen fasziniert, nachdem seine Mutter sich einen Computer anschaffte, kam auch noch ein Faible für Technik hinzu. Da konnte das Kind ja nur DJ werden. Das dauerte dann aber doch noch ein wenig.

Erste Berufserfahrung sammelte er in kleinen Clubs in seiner Heimat, bis er schließlich 1999 entdeckt und nach London und anschließend in die USA geholt wurde. Zwei Jahre später wurde er bereits unter die Top 30 der beliebtesten DJs der Welt gewählt, was seine Popularität zusätzlich befeuerte. Anschließend trat er in über 25 Ländern auf und war bei allen wichtigen Techno-Festivals ein gerne gesehener Gast.

Zu seinen größten Erfolgen zählen die Studioalben „Imagine“ aus dem Jahr 2008 und „Embrace“ aus dem Jahr 2015, die es in den Niederlanden auf Platz 1 und international in die Charts schafften.

Weitere erfolgreiche DJs

Hinweis: Leider sind nicht bei allen DJs, die verkauften Tonträger zu ermitteln. Die nachfolgenden Künstler gehören jedoch ohne Zweifel ebenfalls zu den erfolgreichsten DJs aller Zeiten.

23. deadmau5

Verkaufte Tonträger: Unbekannt

deadmau5
deadmau5
deadmau5 ist auf der Bühne unverwechselbar, was aber nicht nur an seiner Musik liegt. Auch Leuten, für die sich jedes elektronische Musikstück gleich anhört, bleibt er in Erinnerung. Der Künstler tritt vor Publikum nie ohne sein Markenzeichen an den Mischpult. Der mittlerweile legendäre „Mau5head“, eine Art Kostümkopf, würde stark an Mickymaus erinnern, hätte er nicht Glühbirnen statt Augen. Die Farbe ist auch falsch, aber soviel künstlerische Freiheit muss wohl sein. Kreativ und ein wenig morbide war der Musiker auf bei der Wahl seines Künstlernamens. Dazu inspirierte ihn angeblich eine nicht frisch verstorbene und ebenso riechende Maus, die er zu Beginn seiner Karriere in seinem Computer gefunden haben will. Falls das stimmt, hat das Tier ihm Glück gebracht.

2006 kam seine erste erfolgreiche Single „Not Exactly“ heraus. 2009 schaffte er es dann mit den Singles „Ghosts ’n’ Stuff“ und „I Remeber“ in Großbritannien in die Charts. Im gleichen Jahr wurde der kanadische Musiker, der bürgerlich recht banal Thomas Zimmerman heißt, von den britischen Fans unter die besten zehn DJs der Welt gewählt.

24. Hardwell

Verkaufte Tonträger: Unbekannt

Hardwell
Hardwell
Noch ein erfolgreicher niederländischer DJ und ein Ziehkind von Tiësto. Robbert van de Corput wurde 1998 in Breda geboren. DJ Mag, eine britische Musikzeitschrift und das wichtigste und beliebteste Medium der Szene, hat ihn in den Jahren 2013 und 2014 zum besten Vertreter der gesamten Zunft gekürt. Damals war er der jüngste DJ, der je an der Spitze der Liste des Magazins stand.

Hardwell hat aber auch schon früh angefangen, an seiner Karriere zu basteln. Bereits im Alter von vier Jahren besuchte er regelmäßig eine Musikschule und lernte Klavierspielen. Eine Dokumentation im niederländischen Fernsehen über die Erfolge seiner Landsleute Tiësto und Armin van Buuren soll ihn dann dazu inspiriert haben, sich der elektronischen Musik zu verschreiben. Insidern war Hardwell schon in den Nuller Jahren ein Begriff, den kommerziellen Durchbruch schaffte er aber erst mit Hilfe seines großen Idols Tijs Michiel Verwest alias Tiësto, der ebenfalls aus Breda stammt.

Seinen bisher größten Hit landete er im Jahr 2012 mit dem Stück „Call Me a Spaceman“, das sich in den USA über eine halbe Million mal verkaufte. Das bisher erste Studioalbum „United We Are*“ erschien im Jahr 2015 und war international erfolgreich. In den Niederlanden schaffte es der Sampler sogar auf Platz eins und wurde mit einer Goldenen Schallplatte belohnt.

25. Afrojack

Verkaufte Tonträger: Unbekannt

Afrojack
Afrojack
Nick van de Wall wurde 1987 in Spijkenisse in den Niederlanden geboren. Schon als Fünfjähriger interessierte er sich für Musik und lernte Klavier spielen. Die Leidenschaft ließ ihn nicht mehr los und Nick beschloss nach dem Schulabschluss hauptberuflich als Musiker zu arbeiten. Er ging nach Rotterdam und musste sich anfangs, wie viele junge Künstler, mit Gelegenheitsjobs durchschlagen.

2006 verbrachte er einige Monate auf Kreta, wo er in zahlreichen Discotheken auflegen durfte und Erfahrung als Club-DJ sammelte. Ab 2007 nannte er sich Afrojack und gründete sein eigenes Label.

Seine erste erfolgreiche Single erschien ein Jahr später, „Drop Down (Do My Dance)“ schaffte es in den Niederlanden auf Platz 20. Sein erstes und bisher einziges Studioalbum „Forget the World“ erschien 2014 und war international erfolgreich, in den Niederlanden kletterte es bis auf Platz 4 der Alben-Charts.

26. Kaskade

Verkaufte Tonträger: Unbekannt

Kaskade
Kaskade
Ryan Gary Raddon wurde 1971 in Chicago geboren, der seine Eltern aber bald verließen, um nach Salt Lake City zu ziehen, wo Raddon aufwuchs. Nachdem er die High School hinter sich gebracht hatte, besuchte er einige Jahre die University of Utah. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Betreiber eines Plattenladens, daneben jobbte er als DJ in diversen kleineren Clubs.

Seine ersten Alben veröffentlichte er in den Jahren 2003/2004, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Mit der Single „Steppin’ Out“ schaffte er es aber immerhin in die US-Dance-Charts. 2011 gelang ihm dann mit dem Album „Fire & Ice“ der erste große Treffer. Der Sampler führte die US-Dance-Charts an und kletterte in den Billboard-Charts auf Platz 17. Das Album war auch außerhalb der USA erfolgreich. Überhaupt war 2011 ein gutes Jahr für Kaskade. Die britische Zeitschrift DJ Mag wählte ihn unter die 30 besten DJs der Welt und in den USA wurde ihm sogar noch eine größere Ehre zuteil. Die US-Fans kürten ihn gar zum besten DJ des Landes.

Die erfolgreichsten deutschen DJs

Jedes Lied ist über den Titel mit dem dazugehörigen Musikvideo verlinkt.

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