Die 20 besten britischen Schauspieler und Schauspielerinnen aller Zeiten

Britische Flagge
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Was wären die besten Drehbücher wert ohne gute Schauspieler? Erst sie hauchen einer Rolle Leben ein. Sie sind das Herzstück der Produktion. Viele der wichtigsten Rollen werden von britischen Schauspielern und Schauspielerinnen gespielt. Wahre Zauberkünstler scheint dieses Land hervorzubringen. Somit ist es nur gerecht, dass wir hier auch ihnen einen Artikel widmen.

1. Colin Firth

Colin Firth
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Seit 1983 ist Colin Firth als Schauspieler aktiv. Jedoch machte er schon in der Vorschule in der Rolle von Jack Frost erste Erfahrungen auf der Bühne. Später besuchte er in London das Drama Center und erregte in einer Aufführung von Hamlet das Interesse des Dramatikers Julian Mitchell, der ihn für die Hauptrolle von „Another Country“ einsetzte.

Besonders bekannt ist er heute für seine Rolle in „Stolz und Vorurteil“, doch erst seine Hauptrolle in „The King’s Speech“ brachte ihm 2011 seinen ersten Oscar ein. Im selben Jahr wurde Colin Firth auch die Ehre zuteil, einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame zu erhalten.

Zusammen mit seiner Frau Livia erhielt er 2014 auch einen Ehrenpreis für Engagement im sozialen und ökologischen Feld. Denn abseits von seiner Schauspielkarriere setzt sich das Ehepaar außerdem für die Rechte indigener Völker und fairen Handel ein.

2. Judi Dench

Judi Dench
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Als Judith Olivia Dench in York geboren, wurde sie streng religiös als Quäkerin erzogen. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Central School of Speech and Drama in London. Mit dem Theater verbindet sie eine lange Geschichte und laut einer Umfrage von The Stage aus dem Jahr 2010 ist Judi Dench die beste Theaterschauspielerin Britanniens. 1996 war sie die erste Person, die zwei Laurence Olivier Awards für verschiedene Rollen erhielt.

In Filmen verkörpert Dench meist Personen in einer Machtposition, die von ihren Untergebenen jedoch nicht unumstritten sind. Zu ihren wichtigsten Filmen gehören unter anderem „Tagebuch eines Skandals“, „Victoria & Abdul“, „Philomena“ und „James Bond 007: Skyfall“. Ihren ersten und derzeit einzigen Oscar erhielt sie übrigens in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ für einen sechsminütigen Auftritt in „Shakespeare in Love“ als Queen Elizabeth I.

3. Keira Knightley

Keira Knightley
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Spätestens seit „Fluch der Karibik” ist die Schauspielerin den meisten ein Begriff. Zehn Jahre bevor der erste Teil in die Kinos kam, übernahm Keira ihre erste Rolle in einer britischen Fernsehserie. 2002 stellte sich mit „Kick it like Beckham” ein erster großer Erfolg ein, doch in der Rolle von Elizabeth Bennet in „Stolz und Vorurteil” gelang der große Durchbruch. Für ihre Leistung wurde sie unter anderem sogar für den Oscar nominiert. 2015 wurde sie erneut nominiert. Diesmal für ihre Nebenrolle in „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben”. Ihre bekannteste Rolle ist und bleibt aber wohl die der Elizabeth Swann in “Fluch der Karibik”.

4. Sir Ian McKellen

Ian McKellen
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Sir Ian McKellen ist derzeit einer der erfolgreichsten Schauspieler. Der junge Ian McKellen entwickelte schon mit drei Jahren eine Faszination für das Theater und kam durch seine regelmäßigen Theaterbesuche in Berührung mit Werken Shakespeares, zu denen er auch heute noch einen besonderen Bezug hat. Während seines Literatur-Studiums an der Universität von Cambridge war er schon als Schauspieler auf der Bühne tätig. Nach seinem Studienabschluss beschloss er beruflich Schauspieler zu werden und schon 1961 spielte er seine erste Rolle in “Coventry”.

Mitte der 60er wurde er auch für kleinere Filmrollen engagiert. In den 90er Jahren spielte er oft die Hauptrolle und wurde zunehmend bekannter. Sein erster großer Durchbruch im Jahr 2000 mit seiner Rolle des Magneto in „X-Men” war gleich gefolgt von seiner wohl herausragendsten Performance als Gandalf in „Der Herr der Ringe” und knapp zehn Jahre später wieder in „Der Hobbit”. Für diese Rolle wurde er 2002 das zweite Mal für dem Oscar nominiert.

Des Weiteren setzt sich der Schauspieler seit den späten 80ern öffentlich für die Rechte von Homosexuellen ein und ist Mitbegründer der Organisation Stonewall.

5. Tilda Swinton

Tilda Swinton
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Die Nachfahrin eines großen schottischen Clans und bekannt für ihre abwechslungsreichen und extravaganten Rollen, wurde 1960 in London geboren. Während ihrer Studienzeit begann sie mit der Schauspielerei am Theater und wurde für kurze Zeit Mitglied der Royal Shakespeare Company. Doch bald schon zog sie ihre Vorliebe für das Ungewöhnliche zu geschlechterübergreifenden Rollen hin.

1986 war sie in Derek Jarmans „Caravaggio” erstmals als Filmschauspielerin zu sehen. Aufgrund ihrer Neigung wirkte sie in vielen experimentellen Produktionen mit. Doch auch in bekannten Filmen, wie „Die Chroniken von Narnia”, „Only Lovers Left Alive” und „Doctor Strange” hat sie einige Erfolge zu verbuchen. Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen für ihre Rollen. Darunter den Goldenen Pegasus, den Europäischen Filmpreis und einen Oscar für „Michael Clayton”.

6. Emma Thompson

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Mutter, wie auch Vater der britischen Schauspielerin waren in selbigem Gewerbe tätig. Da ist es kein Wunder, dass beide Töchter denselben Weg einschlagen.

Im Theater trat sie, zusammen mit Stephen Fry und Hugh Laurie, schon während ihrer Studienzeit am Newnham College auf. Anfänglich trat sie vor allem in komödiantischen Stücken auf. 1989 heiratete sie Kenneth Branagh, mit dem sie bis zu ihrer Trennung an elf Filmen mitwirkte. Allen voran in Shakespeares „Viel Lärm um Nichts”. Erfolg hatte sie allerdings schon ein Jahr zuvor mit ihrer Rolle in „Wiedersehen in Howards End”.

Für „Sinn und Sinnlichkeit” schlüpfte sie nicht nur in die Rolle der Elinor Dashwood, sondern schrieb auch das Drehbuch. Außerdem ist sie vielen durch ihre Verkörperung der Nanny McPhee in „Eine zauberhafte Nanny” und dessen Folgefilm bekannt.

Von fünf Oscar-Nominierungen gewann Thompsen zwei. Außerdem erhielt sie zwei British Academy Film Awards und zwei Golden Globe Awards. 2018 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Neben ihrer Tochter Gaia, adoptierte sie 2004 außerdem den 16-jährigen Tindyebwa Agaba aus Ruanda, brachte ihm Englisch bei und unterstützt ihn auch weiter.

7. Sir Ben Kingsley

Ben Kingsley
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Ben Kingsley, geboren als Krishna Pandit Bhanji, erlangte 1982 Weltberühmtheit mit seiner Titelrolle in dem Film „Gandhi”, für die er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Auch in den erfolgreichen Filmen „Schindlers Liste” und „Der Medicus” übernahm er wichtige Rollen.

Schon Kingsley Mutter, eine Engländerin, war Schauspielerin und auch Model gewesen. Zuerst als Chemielabortechniker tätig, verfiel Kingsley schließlich vollends der Schauspielerei, hatte jedoch bei seinen Vorsprechen zunächst keinen Erfolg. Erst die Annahme eines Künstlernamens verhalf ihm zu einer Rolle. Schon sein zweiter Film wurde sein größter Erfolg. Im Jahr 2000 wurde er von der Queen zum Ritter geschlagen.

8. Emma Watson

Emma Watson
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Wenn man von den besten britischen Schauspielern und Schauspielerinnen spricht, darf man natürlich nicht auf Emma Watson vergessen. Schon im Alter von zehn Jahren verzauberte sie als Hermine Granger ihr Publikum. Doch als rationales Mädchen, das sie mit Sicherheit ist, schloss sie die Schule mit ausgezeichneten Noten ab und studierte bis zu ihrem Abschluss im Mai 2014 Literatur an der Brown University in den USA.

Daneben spielte sie immer wieder in Filmen mit, die zwar nicht mit dem Erfolg von Harry Potter mithalten können, aber dennoch hochgeschätzt werden, wie „Vielleicht lieber morgen” oder „Die Schöne und das Biest” deutlich machen.

9. Christopher Lee

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Christopher Lee ist die Ikone des Horrors. Denn bevor er die Rolle des Saruman für die „Herr der Ringe”-Verfilmungen einnahm, wurde er vor allem durch seine Darstellung des Graf Dracula in der 1958er Verfilmung von Bram Stokers Roman und dessen Folgefilmen bekannt. Unter anderem hatte er auch Auftritte als Frankensteins Monster, Rochefort und Sherlock Holmes. In „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger” und „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith” verkörperte er außerdem Darth Tyranus. Andere erfolgreiche Filme waren „Sleep Hollow”, „Charlie und die Schokoladenfabrik” und „Hugo Cabret”.

Lees Stammbaum lässt sich bis zu Karl dem Großen zurückverfolgen. Nach seinem Dienst in der Royal Air Force während des Zweiten Weltkriegs, ließ er sich zum Schauspieler ausbilden. Da er viele Sprachen beherrschte, darunter auch Deutsch, Russisch, Französisch und Swahili, war sein Erfolg nicht nur auf Filme im englischsprachigen Raum beschränkt. So synchronisiert er in der deutschen Fassung des dänischen Zeichentrickfilms „Walhalla” gleich zwei der Charaktere. Auch in der russischen Verfilmung des Astrid Lindgren Buches „Mio, mein Mio” übernahm er die Rolle des Bösewichts.

Als er für die Rolle des Saruman ausgewählt wurde, empfand er dies als eine große Ehre, da er ein großer Verehrer der Bücher war. In den 67 Jahren als Filmschauspieler trat er in über 200 Filmen auf.

10. Anthony Hopkins

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Hopkins wurde am 31. Dezember 1937 geboren. Beeindruckt von Richard Burton, beschäftigte er sich viel mit dem Theater und nahm 1960 seine erste bezahlte Rolle an. Drei Jahre später schloss er seine Schauspielausbildung ab und trat etwa zwei Jahre auf der Theaterbühne auf, bevor er 1966 in dem Film „The White Bus” mitspielte. Es folgten Filme, wie „Hamlet” und „Der Elefantenmensch”. Seine erfolgreichste Rolle war jedoch die des Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer”, für die er auch einen Oscar erhielt. Außerdem übernahm er von 2016 bis 2018 eine der Hauptrollen in der Serie „Westworld”, die nicht nur in Amerika, sondern auch international sehr erfolgreich war.

11. Helen Mirren

Helen Mirren
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Laut eigener Aussage wusste die britische Schauspielerin mit den russischen Wurzeln schon im Alter von sechs Jahren, dass sie eine große Schauspielerin werden wollte. So entschied sie sich auch für eine Ausbildung am Londoner New College of Speech and Drama und bewarb sich mit 18 Jahren erfolgreich für das National Youth Theatre. Mit 19 Jahren wurde sie als eine der jüngsten Schauspielerinnen in die Royal Shakespeare Company aufgenommen. Nach einer Rolle als Kleopatra, unterschrieb sie einen Vertrag bei dem Agenten Albert Parker.

Ihr dritter Kinofilm „Das Mädchen vom Korallenriff” verhalf ihr zu internationaler Bekanntheit. Zu Beginn der 80er Jahre erhielt sie die Rolle der Morgana in „Excalibur”, welche sie einem breiteren Publikum vorstellte. Auch in „Kalender Girls”, „Die Queen”, „Tintenherz” und „Der Nussknacker und die vier Reiche” ist sie zu sehen. Neben vielen weiteren Auszeichnungen erhielt sie 2007 für ihre Rolle der Queen einen Oscar.

12. Charlie Chaplin


Spricht man über britische Schauspieler, dann darf natürlich der Weltstar und wohl bedeutendste Komiker der Filmgeschichte nicht fehlen: Charles Spencer Chaplin.

Charles Chaplin jr. wurde in eine Künstlerfamilie geboren. Sein Vater war Sänger und Entertainer, seine Mutter eine Tänzerin und Sängerin. Schon bald nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern und Charlie, wie auch sein älterer Halbbruder lebten mit ihrer Mutter in großer Armut. Mit dreizehn Jahren verdiente er Geld mit verschiedenen Jobs und wandte sich schließlich dem Theater zu. Nach einigen Jahren zwischen Erfolg und Misserfolg wurde er im Jahre 1910 von dem „Yorkshire Evening Star” wohlwollend erwähnt. Knapp drei Jahre später interessierte sich die amerikanische Filmindustrie für Chaplin und die Unterzeichnung eines Vertrags, führte zu seinem ersten Film „Wunderbares Leben”. 1918 kam der Film „Gewehr über” in die Kinos und wurde zu einem, seiner erfolgreichsten Werke.

Heute sind vor allem „Der Vagabund und das Kind”, „Moderne Zeiten” und „Der große Diktator” noch vielgeliebte Klassiker. Seine Erfolge brachten ihm auch einige Auszeichnungen und Ehrenpreise ein. Der Internationale Friedenspreis, mehrere Ehrenoscars und der Ritterschlag machen lediglich einen kleinen Teil von ihnen aus.

13. Audrey Hepburn


Filmstar, Modeikone, Oscarpreisträgerin, Sonderbotschafterin für UNICEF. Audrey Hepburn zählt ohne Zweifel zu den Größen der Filmindustrie.

Ihre kleineren Auftritte vor der Filmkamera verwandelten sich bald in etwas viel Größeres. In den 50ern und 60ern verbuchte die Schauspielerin ihre größten Erfolge. Dabei hatte sie ursprünglich eine Tanzkarriere für sich im Sinn gehabt. Doch nachdem sie realisierte, dass sie aufgrund ihres zurückgebliebenen Muskelwachstums während der Kriegsjahre, nie das Niveau der anderen Tänzer erreichen würde, versuchte sich mit kleinen Jobs über Wasser zu halten.

Das zufällige Treffen mit der Bühnenautorin Colette, verhalf ihr zu der Hauptrolle in der Boulevardkomödie „Gigi”. Hollywood engagierte die Newcomerin schließlich für „Ein Herz und eine Krone”, das ein rauschender Erfolg wurde und Audrey Hepburn außerdem ihren Oscar in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin” einbrachte. Mit „Frühstück bei Tiffany” und „My Fair Lady” nahm sie in den 60ern ihre berühmtesten Rollen an.

Bis 1989 wirkte sie noch in acht weiteren Filmen mit und widmete sich dann bis zu ihrem Tod 1993 ihrer Rolle als UNICEF-Sonderbotschafterin.

14. Helena Bonham Carter

Helena Bonham Carter
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Helena Bonham Carter ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Großbritanniens. Vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Tim Burton erlangte sie einige ihrer unvergesslichsten Rollen.

Mit dem gewonnenen Preisgeld eines Schreibwettbewerbs bezahlte sie im Alter von dreizehn Jahren die Gebühr, um in das „Spotlight”-Verzeichnis für Schauspieler aufgenommen zu werden. Bald schon bekam sie ihren eigenen Agenten und einige kleinere Rollen.

1985 gelang ihr mit der Rolle der Lucy Honeychurch in „Zimmer mit Aussicht” den Durchbruch. Bald wurde sie auf bestimmte Rollen festgelegt: meist trug sie Korsetts und spielte Frauen des frühen 20. Jahrhunderts. Aber durch ihren Auftritt in „Fight Club”, konnte sie sich als vielschichtige Schauspielerin etablieren.

Unter anderem spielte sie in vier Teilen der Harry Potter-Reihe, „Big Fish”, „Charlie und die Schokoladenfabrik”, „Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street”, „Les Misérables” und beiden Teilen von Tim Burtons „Alice im Wunderland” mit.

Trotz zweifacher Nominierung, hat sie bislang noch keine Oscar erhalten, kann dafür allerdings mit einem Ritterorden aufwarten.

15. John Cleese


Der britische Komiker John Cleese erlangte als Mitglied der Monty Pythons einiges an Berühmtheit. Früh entwickelte er eine Liebe zum Humor und war während seines Jurastudiums Mitglied der Cambridge Footlights. Danach schrieb er für die BBC, tourte mit der Cambridge Footlights Revue durch Neuseeland und die USA und trat danach einige Jahre in einer Radio-Comedysendung auf. Durch vereinzelte Auftritte im Fernsehen wurde er weiteren Mitgliedern der späteren Monty-Pythons vorgestellt.

„Monty Python’s Flying Circus” wurde 1969 das erste Mal ausgestrahlt und wurde mit dem skurrilen Humor ein großer Erfolg. Vor der vierten Staffel verließ Cleese allerdings die Show, wirkte jedoch trotzdem noch in Projekten der Monty Pythons außerhalb dieses Programms mit.

Seinen größten Erfolg feierte er 1988 mit „Ein Fisch namens Wanda”. Später spielte er unter anderem Gastrollen in zwei James-Bond-Filmen und zwei Harry-Potter-Filmen.

16. Julie Andrews

Julie Andrews
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Julie Andrews, man könnte auch sagen Mary Poppins. Tatsächlich war die Rolle des beliebten Kindermädchens ihre erste Filmrolle. Zuvor stand sie allerdings schon seit ihrem zwölften Lebensjahr auf der Bühne, hauptsächlich in Musical-Aufführungen.

Als Disney auf sie aufmerksam wurde, verzauberte sie bald darauf die Welt mit ihrer Darstellung der Mary Poppins, für die sie nicht nur einen Oscar, sondern auch einen Grammy und einen Golden Globe Award gewann. Schon ein Jahr später folgte mit „The Sound of Music” (auch: „Meine Lieder – Meine Träume”) ihr zweiter internationaler Erfolg, der jedoch im deutschsprachigen Raum, trotz des Bezugs zu Österreich, nur dürftig ausfiel. Auch ihre folgenden Rollen konnten diese Erfolge nicht mehr überbieten.

Neben ihrer Karriere als Schauspielerin, schrieb Julie Andrews auch Kinderbücher und war, wie sich anhand ihrer Rollen unschwer erkennen lässt, eine begnadete Sängerin.

17. Jude Law

Jude Law
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Nach zahlreichen Theaterauftritten und einer Rolle in einer Seifenoper, stieg er 1994 mit „The Tailor of Gloucester” in die Filmindustrie ein. Seinen ersten Erfolg hatte er in der Rolle von Jerome Eugene Morrow in „Gattaca”, wo er neben Ethan Hawke und Uma Thurman eine der Hauptrollen spielte. An der Seite von Robert Downey jr. als Sherlock Holmes nahm er 2009 die Rolle des Doktor Watson in „Sherlock Holmes” und „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten” an.

Für seine Darstellung in „Der talentierte Mr. Ripley” und „Unterwegs nach Cold Mountain” wurde er zweimal für den Oscar nominiert, wurde aber von seinen Mitstreitern übertroffen.

18. Benedict Cumberbatch

Benedict Cumberbatch
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Passenderweise ist Cumberbatch, weltweit bekannt durch seine Rolle als Sherlock Holmes in der BBC-Serie, ein Cousin 16. Grades von Arthur Conan Doyle. Schon durch seine Eltern, die beide Schauspieler sind, kam er mit seinem zukünftigen Beruf in Berührung.

Nach der Schule studierte er und absolvierte die London Academy of Music and Dramatic Art.

Mit „Hawking – Die Suche nach dem Anfang der Zeit” stieg er vollends in das Filmgeschäft ein. Es folgten viele weitere Rollen, wobei die des Meisterdetektivs Sherlock Holmes unbestreitbar diejenige ist, mit der er am häufigsten in Verbindung gebracht wird. Auch seine Synchronisation des Drachen Smaug in der englischen Version der Hobbit-Trilogie ist vielen bekannt.

Zwei weitere signifikante Charaktere, denen er seine Person lieh, sind Alan Turing („The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben”) und Dr. Stephen Strange („Doctor Strange”). Neben anderen Auszeichnungen, gewann er einen Emmy für seine Darbietung in „Sherlock: Sein letzter Schwur”.

19. Martin Freeman

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Wo Sherlock Holmes ist, ist auch Doktor Watson nicht weit. Mit 15 Jahren trat Freeman einer Theatergruppe bei und ging später dazu über in London Schauspielerei zu studieren. Bevor er drei Jahre lang eine Rolle in der britischen Comedy-Fernsehserie „Die Office” übernahm, wirkte er schon in vier Folgen anderer, weniger bekannten Fernsehserien mit.

Auch in „Tatsächlich… Liebe”, „Shaun of the Dead” und „Per Anhalter durch die Galaxie” spielte er ein paar mehr oder weniger große Rollen.

Seine Fans kennen ihn allerdings hauptsächlich durch seine Verkörperung des John Watson in „Sherlock” und des Bilbo Beutlin in der Hobbit-Trilogie von Peter Jackson. Außerdem war er Hauptdarsteller in der Serie „Fargo” und übernahm in den Marvel-Filmen „The First Avenger: Civil War” und „Black Panther” die Rolle des US-Regierungsmitarbeiters Everett K. Ross.

20. Robert Carlyle

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Carlyle wurde ab einem Alter von vier Jahren von seinem Vater großgezogen. Mit 21 beschloss er Schauspielunterricht zu nehmen und gründete 1991 mit vier seiner Freunde eine Theatergruppe. Noch im selben Jahr erhielt er zwei kleinere Filmrollen.

In der Rolle eines Mörders in der Fernsehserie „Für alle Fälle Fitz” wurde er durch seine überzeugende Darbietung etwas bekannter. Er ist dafür bekannt, dass er sich sehr detailliert in die darzustellenden Figuren hineinversetzt und einiges auf sich nimmt, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Meist schlüpft Carlyle für die Filme in die Rolle einer bösen oder zwiespältigen Person. In „Trainspotting – Neue Helden” war dies ein Psychopath, in „Hitler – Aufstieg des Bösen” die Hauptrolle und in der Serie „Once Upon a Time – Es war einmal …” das Rumpelstilzchen.

Bei einer so großen Menge an hervorragenden Schauspielern und Schauspielerinnen allein in Großbritannien ist es nicht leicht sie auf nur zwanzig zu reduzieren, aber diese haben es geschafft. Ob durch ihren Kultstatus, ihren einzigartigen Stil oder ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Jeder von ihnen ist ein prägendes Gesicht für ihre Rollen und kann man sich jemand anderen als Ben Kingsley in der Rolle von Gandhi vorstellen oder gibt es einen Ersatz für Emma Watson in ihrer Rolle als Hermine Granger? Wohl eher nicht.

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