Dopesick Staffel 1 Folge 3: Handlung Zusammenfassung

Was passiert in der 3. Folge der 1. Staffel von Dopesick? Hier findest du eine Zusammenfassung, die dir alle offenen Fragen zum Ende der dritten Folge beantwortet.

Spoiler-Warnung: Dieser Artikel enthält wesentliche Handlungselemente.

Episodenguide Dopesick Staffel 1:

Folge 1Folge 5
Folge 2Folge 6
Folge 3Folge 7
Folge 4Folge 8

In dieser Folge setzen Rick Mountcastle und Randy Ramseyer ihre Nachforschungen über das Unternehmen Purdue Pharma fort, das die Öffentlichkeit über sein Produkt täuscht. Finnix und Betsy hingegen werden beide mit schwierigen Situationen konfrontiert. Hier erfährst auf einen Blick alles, was du über das Ende der dritten Folge von „Dopesick“ wissen musst.

Dopesick Folge 3 Zusammenfassung:

In der dritten Folge von „Dopesick“ enthüllt Richard seine Absicht, die Versorgung mit OxyContin außerhalb der Vereinigten Staaten auszuweiten, und hat dabei Deutschland als potenziellen Markt im Visier. In Finch Creek erholt sich Betsey weiterhin von ihrer Rückenverletzung und Finnix hat beschlossen, sie schrittweise von den Opioiden zu entwöhnen. Betsy hingegen leidet schnell unter Entzugserscheinungen.

Purdue Pharma schmiedet einen Plan, um den Absatz seiner Produkte zu steigern und eine Bewegung zu schaffen, die im Einklang mit den amerikanischen Schmerzgesellschaften steht, die den Schmerz als das fünfte lebenswichtige Zeichen im Leben eines Patienten ansehen. Das Unternehmen weist seine Vertriebsmitarbeiter auch an, bei den Ärzten die Individualisierung der Dosierung zu propagieren, um den Umsatz zu steigern.

Im Jahr 2003 bereiten Mountcastle und Ramseyer eine Strafanzeige gegen Purdue Pharma vor und reichen sie bei einem Gericht ein. Trotzdem lehnt das Gericht ihren Antrag auf Zugang zu Forschungs- und Marketingunterlagen über OxyContin mit der Begründung ab, ihr Antrag sei „zu weitreichend“.

Ramseyer wurde an Prostatakrebs operiert und weigert sich, narkotische Schmerzmittel zu nehmen, um seine Beschwerden zu lindern. Bei seinen Nachforschungen über die Ursprünge von Schmerzbehandlungsorganisationen, Selbsthilfegruppen und ähnlichem stößt Mountcastle jedoch auf Beweise dafür, dass die große Mehrheit dieser Organisationen von Purdue Pharma gesponsert wird. Mountcastle und Ramseyer legen vor Gericht ein überzeugendes Argument vor und erhalten aufgrund ihrer Entdeckungen Zugang zu den Informationen, die sie brauchen, um ihren Fall weiter zu entwickeln.

Dopesick Folge 3 Ende: Wie betrügt Purdue Pharma?

Es ist ganz offensichtlich, dass Purdue Pharma die Nebenwirkungen seines Medikaments herunterspielt. Die Behauptungen des Unternehmens, dass OxyContin weniger süchtig macht als andere Opioide, sind unwahr; stattdessen sind sie irreführend. Tatsächlich scheint OxyContin stärker süchtig zu machen als andere verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Vicodin. Es ist jedoch verwirrend, dass das Unternehmen die FDA-Zulassung erhalten hat und das Medikament in die Apotheken bringen konnte, obwohl es ein „fehlerhaftes“ Produkt auf dem Markt ist.

Gegen Ende von Folge 3 erfahren wir mehr darüber, wie es der Pharmafirma gelungen ist, auf den Markt zu kommen. Zuallererst ist klar, dass sie den Prüfbeamten bestochen haben, um die Zulassung ihres Medikaments zu erwirken und das irreführende Etikett zu erhalten, das die Ärzte dazu brachte, an OxyContin zu glauben. Zweitens haben sie eine Reihe von Gruppen gesponsert, die als Vorwand dienten, um Menschen, die Schmerzmittel benötigen, an Ärzte zu verweisen, die ihnen höhere Dosierungen von OxyContin verschreiben würden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bezirksstaatsanwaltschaft, die schon seit einiger Zeit mit dem Fall befasst ist, die Wahrheit über die Missbräuche des Unternehmens ans Licht der Öffentlichkeit bringt.

Was passiert am Ende mit Betsy?

Betsy leidet unter Entzugserscheinungen, als sie sich entscheidet, mit OxyContin aufzuhören, wie in der Folge im Fernsehen gezeigt wird. Finnix ermutigt sie, das Medikament schrittweise abzusetzen, aber sie entscheidet sich stattdessen, die Pillen einfach wegzuwerfen. Betsys Entzug führt dazu, dass sie einen Unfall in den Minen verursacht, bei dem ein Kollege verletzt wird und ein Verfahren gegen ihren Arbeitgeber eingeleitet wird. Ihr Szenario verkörpert perfekt die Gefühle und Erfahrungen von jemandem, der süchtig ist, es aber nicht erkennt. Betsys Entscheidung, mit der Einnahme von OxyContin aufzuhören, hat dagegen eine viel größere Bedeutung.

In der Folge kämpft sie mit ihren religiösen Eltern darum, ob sie sich als Lesbe outen soll oder nicht. Da sie unter der Last leidet, nicht ihr wahres Ich zu zeigen, dient ihr Rückenleiden als subtile symbolische Darstellung dessen. Betsys Entscheidung unterstreicht die Tatsache, dass ihr wahres Leiden nicht nur körperlich ist, sondern auch von der Ablehnung ihrer sexuellen Orientierung durch ihre Eltern herrührt. Die Verwendung von Opioiden wird daher nicht ausreichen, um ihre Schmerzen zu behandeln. Betsy überlebt den Unfall in den Minen, aber es ist wahrscheinlich, dass sie bald auf ein OxyContin-Rezept angewiesen sein wird, was eine deutliche Erinnerung an die schrecklichen Auswirkungen des landesweiten Narrativs über Schmerzbehandlung ist, das von Purdue Pharma geschaffen wurde.

Ist Finnix noch am Leben und gesund?

Finnix reist gegen Ende der Folge nach Washington, D.C., um die Schwester seiner Frau zu treffen. Die beiden sprechen über Finnix‘ Trauer über den Tod seiner Frau und über seinen Unwillen, im Leben weiterzukommen. Als er sich auf die Abreise aus Washington vorbereitet, erhält Finnix einen Anruf von seiner Sekretärin, die ihn über Betsys Verletzung informiert. Finnix eilt zurück zu seinem Haus, aber er wird während der Fahrt in einen Unfall verwickelt. Er hat Glück, dass er überlebt. Finnix‘ Arzt teilt ihm mit, dass er vier gebrochene Rippen hat und empfiehlt ihm, eine hohe Dosis OxyContin zu nehmen. Am Ende der Folge überlegt Finnix, ob er die Pille nehmen soll oder nicht.

Nachdem er die Pille bekommen hat, steht Finnix vor einem moralischen Dilemma. Im Gegensatz zu den meisten Ärzten ist Finnix sehr vorsichtig, wenn er seinen Patienten OxyContin gibt. Er beginnt immer mit einer niedrigen Dosis und erhöht sie nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Deshalb findet er es seltsam, dass der Arzt ihm sofort eine höhere Dosis verabreicht hat. Die Entscheidung, die Pille zu konsumieren, würde bedeuten, sich von dem von Purdue Pharma geschaffenen Narrativ verführen zu lassen.

Durch den Kontrast zwischen Finnix‘ Umgang mit OxyContin und dem der anderen Ärzte machen die Macher/innen deutlich, dass das eigentliche Problem die Habgier des Unternehmens ist und nicht das Produkt selbst, das potenziell nützlich ist. Tatsächlich ist Finnix selbst ein begeisterter Werber für das Produkt. Nach einem dramatischen Schluss lässt die Folge den Strudel moralischer Dilemmas erahnen, mit dem Finnix zweifellos konfrontiert sein wird, wenn die Opioid-Krise weltweit weiter aufflammt.

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