Schlaginstrument: Welche Instrumente gehören dazu? Liste & Übersicht

Schlaginstrumente
Photo by Brad Stallcup on Unsplash

Schlaginstrumente zählen zu den beliebtesten und traditionsreichsten Musikinstrumenten. Sie finden in den unterschiedlichsten Musikrichtungen Verwendung.

Was ist ein Schlaginstrument?

Als Schlaginstrument wird ein Musikinstrument bezeichnet, dessen Schwingungen durch Schlagbewegungen angeregt werden. Auf diese Weise kommt ein kurzer Ton oder ein Geräusch zustande. Unterteilt werden die Schlaginstrumente in Membranophone (Fellklinger) und Idiophone (Selbstklinger).

Bei den Membranophonen entsteht der Ton durch straffgespannte Membrane. Es gibt aber auch Schlaginstrumente, die gleichzeitig ein Idiophon sowie ein Membranophon sind wie das Tamburin.

Gemeinsam mit den Blasinstrumenten und Saiteninstrumenten gehören die Schlaginstrumente zu den bedeutenden klassischen Musikinstrumenten. Sie werden auch Perkussionsinstrumente genannt.

Geschichte der Schlaginstrumente

Die Geschichte der Schlaginstrumente ist ungefähr so alt wie die Menschheit selbst. Gemeinsam mit Flöten aus Bambus oder Knochen gehören die Perkussionsinstrumente zu den ältesten Musikwerkzeugen der Welt. So wussten bereits die Urmenschen, dass sich durch das Aufeinanderschlagen von zwei Stöcken Töne erzeugen ließen. Schon früh entstanden Handpauken und Rasseln.

Eine der ältesten menschlichen Hochkulturen, die Ägypter, verwendeten bereits vor etwa 5000 Jahren Schlaginstrumente. Ein Großteil der Schlaginstrumente entstand in Afrika, Südostasien und Südamerika.

Dabei kam es im Laufe der Zeit zu engen Verbindungen zwischen den Instrumenten sowie der kulturellen Lebensart der verschiedenen Völker. Zum Beispiel waren Schlaginstrumente für Tänze, Beschwörungen und Rituale wichtig.

In der Gegenwart sind die Schlaginstrumente ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der unterschiedlichsten Musikrichtungen wie Jazz, Pop und Rock. Ebenso gehören sie zum Repertoire von Symphonieorchestern und Big Bands. Vor allem in der Orchestermusik nehmen sie eine unverzichtbare Rolle ein.

Aber welche Instrumente gehören überhaupt zu den Schlaginstrumenten?

Einteilung der Schlaginstrumente

Untergliedert werden die zahlreichen Schlaginstrumente in verschiedene Kategorien wie Idiophone und Membranophone. Außerdem gibt es Chordophone wie das Klavier, von denen die meisten eigentlich als Streichinstrumente gelten, manche aber auch zu den Perkussionsinstrumenten gezählt werden.

Zu den Idiophonen gehören:

+ Rasseln
+ Glocken
+ Kuhglocken
+ Handglocken
+ Orchesterglocken
+ der Gong
+ die Schlitztrommel
+ Kastagnetten
+ das Glockenspiel
+ das Xylophon
+ der Holzblock
+ das Vibraphon
+ das Daumenklavier
+ die Stahlpfanne
+ Flexatone
+ Celesta
+ Klangschalen
+ Triangeln
+ das Becken
+ Cajon
+ Cabasa
+ die Ratsche
+ Marimba
+ Lummi Sticks
+ Vibraslaps
+ Tempelblöcke
+ Txalaparta
+ Güiro
+ das Daxophon
+ Crotales
+ das Daumenklavier, auch Kalima genannt
+ die Glasharfe

Zur Gruppe der Membranophone zählen:

+ das Schlagzeug
+ die Trommel
+ die kleine Trommel
+ Pauken (Timpani)
+ Bongos
+ das Tom-Tom
+ Djembe
+ Darbuka
+ Conga
+ Rototom
+ Parai
+ Octoban
+ Mridangam
+ Thavil
+ Tabla
+ die Windmaschine

Als Chordophone gelten:

+ das Klavier
+ das Zymbal oder Hackbrett
+ Takumbo
+ Jhallari
+ Berimbau
+ Onavilu

Idiophone

Der Begriff Idiophone stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Tönen“. Ein Idiophon schwingt als Ganzes und wird dabei zu einem klangerzeugenden Instrument. Es kann auch über schwingungsfähige Teile verfügen, bei denen es sich nicht um Membrane oder gespannte Saiten handelt.

Auf dem ganzen Erdball kommen Idiophone als Rhythmusinstrumente zum Einsatz. Ebenso eignen sie sich als Melodieinstrumente. Zusammengesetzt werden sie aus Materialien wie Metall wie beim Metallophon, aus Holz wie beim Xylophon, aus Glas wie die Glasharfe oder aus Stein wie Litophone.

Das Differenzieren zwischen Idiophonen und Membranophonen geht auf die Musiklehre des alten Indien zurück. Die Europäer nahmen im Mittelalter derlei Unterscheidungen nicht vor. Ab 1880 wurden die Idiophone zum ersten Mal unter der Bezeichnung „autophones“ als Musikinstrumente nach indischem Vorbild klassifiziert. Die Hornbostel-Sachs-Systematik nahm die Idiophone dann 1914 in ihre Hauptkategorien auf.

Unterschiede zwischen den Idiophonen

Zwischen den Idiophonen bestehen einige Unterschiede. So gibt es Aufschlagidiophone, bei denen der Spieler das Instrument mit der Hand oder einem nicht klingendem Gegenstand bedient wie beim Gong, dem Becken, dem Triangel, dem Vibraphon, der Schlitztrommel oder dem Tempelblock.

Als Schüttelidiophon wird zum Beispiel die Rassel bezeichnet. Bei ihrer Anwendung werden ihre beweglichen Bestandteile gegeneinander geschlagen. Weitere Schüttelidiophone sind das Schüttelrohr, das Flexaton oder der Schellenbaum.

Bei Reibidiophonen handelt es sich um Gegenstände, deren Schwingungen durch Reibung entstehen. Das gehören das Daxophon, die Glasharfe sowie die Nagelgeige.

Von einem Zupfidiophon ist die Rede, wenn das Instrument mit dem Finger angezupft wird. Dazu zählen beispielsweise Maultrommeln in Zentralasien und Indien.

Eine weitere Gruppe stellen die Schrapfidiophone dar, bei denen ein Gegenstand, der klingt oder nicht klingt, über einen gezahnten Gegenstand, der klingt oder nicht klingt, bewegt wird. Dadurch kommt es zu einer Serie von einzelnen Schlägen. Als Schrapfidiophone gelten die lateinamerikanische Güira sowie die von der dominikanischen Musik verwendete Güiro.

Membranophone

Der Begriff Membranophon ist griechisch-lateinischen Ursprungs und bedeutet „Fellklinger“. Membranophone erzeugen durch eine Membran Klänge. Bei dieser Membran kann es sich um ein gespanntes Pergament, Papier, Tierhaut oder eine Folie aus Plastik handeln.

Zum Erklingen der Membran bedarf es Schwingungen. In der Regel entstehen die Schwingungen durch das Anschlagen von Instrumenten wie Trommeln. Varianten sind Zupftrommeln und Reibtrommeln, bei denen das Streichen der Membran mit einem Gegenstand stattfindet. Prinzipiell gehören sämtliche Trommeln zu den Membranophonen.

Von der Konstruktion des Membranophons hängt es ab, ob beim Anschlagen ein Grundton oder eine Mischung aus unterschiedlichen Frequenzen entsteht. Besonders gut wahrzunehmende Membranophone sind die Pauke, die Tabla sowie das Boo-bam. Untergliedert werden die Trommeln in drei Varianten, die sich nach ihrer Form richten. Dies sind:

  • einfellige oder zweifellige Röhrentrommeln wie das Octoban oder die große Trommel
  • Kesseltrommeln wie die Pauke
  • Rahmentrommeln wie das Tamburin

Die große Familie der Schlaginstrumente

Keine Instrumentenfamilie innerhalb eines Orchesters ist so umfangreich wie die der Schlaginstrumente. Dabei ist die Tätigkeit eines Schlagzeugers nicht zu unterschätzen, weil reichlich Übung benötigt wird, damit das Instrument auch zum passenden Zeitpunkt den richtigen Ton angibt. Zu den wichtigsten Vertretern der Schlaginstrumente gehören:

Das Schlagzeug


Einer der populärsten Vertreter der Schlaginstrumente ist das Schlagzeug, auch Bassdrum oder Kick-Drum genannt. Gemeint ist eine große Trommel, die in der Regel eine zylindrische Form aufweist. Der Durchmesser der Trommel fällt wesentlich größer aus als ihre Tiefe. An beiden Zylinderenden befindet sich ein Schlagkopf aus Kunststoff.

Orchester oder Ensembles verwenden gewöhnlich eine Orchester- oder Konzertbasstrommel, auch Gran Tamburo oder Gran Cassa genannt. Sie stellt die größte Orchestertrommel dar.

Kleiner als die Bassdrum fällt die Kick-Drum aus. Zum Schlagen wird ein Schläger, der an einem Pedal angebracht ist, benutzt, der zumeist bei Drum-Kits vorkommt.

Blaskapellen und Drum-Corps greifen allgemein auf eine gestimmte Bassdrum zurück.

Als bekanntester Vorgänger des Schlagzeugs gilt die türkische Davul. Sie verfügte über zwei Köpfe, die sich über Reifen spannen ließen und an einer schmalen Schale angebracht wurden. Mit einem großen Stab aus Holz wurde auf die rechte Davulseite geschlagen. Für die linke Seite verwendeten die Spieler eine Stange. Die Davul erzeugte einen tiefen, beeindruckenden Klang, sodass sie häufig in Gefechten und Kriegen zum Einsatz gelangte. Durch den perkussiven Klang wurde für den passenden Schritt der Kämpfer gesorgt.

Weil sich die Davul gut tragen ließ, eignete sie sich ausgezeichnet für militärische Einsätze. Aber auch abseits des Militärs war sie häufig zu hören, wie zum Beispiel bei Volkstänzen. Da sich das osmanische Reich über weite Gebiete erstreckte, wurde das Prinzip der Davul von vielen anderen Kulturen im Nahen Osten und in Nordafrika übernommen. Daraus entstand schließlich die lange Trommel, die mit zwei Metern weitaus größer ausfiel als die türkische Trommel.

Die lange Trommel fand ihren Weg auch nach Europa. Die europäischen Musiker versuchten Töne zu finden, die noch tiefer klangen, um sie für ihre Musikstücke zu verwenden. Daraus entstand schließlich im 19. Jahrhundert in Großbritannien die Gongtrommel, die einen Durchmesser von 70 bis 100 Zentimetern erreichte. Sie brachte es auf einen tiefen Klang.

Allerdings erfreute sich die Gongtrommel nicht bei allen Komponisten großer Beliebtheit, weil sie stets einen speziellen Klang in einer bestimmten Tonhöhe erreichte, sodass sie sich nur schwer in jedes Orchester aufnehmen ließ.

Aus diesem Grund machten sich die Musiker daran, kleinere Gongtrommeln anzufertigen. Deren Tonhöhe fiel nicht speziell aus und sie erhielten die Bezeichnung Orchester-Bassdrum. Die moderne Version des Bassdrum-Schlagzeugs kommt vor allem in Orchestern zum Einsatz. Diese Schlagzeuge lassen sich in jedem Winkel gut in Position bringen. Ab den 60er Jahren nahmen zahlreiche Schlagzeuger des Rock ‘n Roll gleich mehrere Bassdrums in ihr Schlagzeug auf.

Zum Spielen des Schlagzeugs verwenden die Musiker Stöcke oder große weiche Köpfe mit Bedeckungen aus Filz oder Schafsfell. Durch das Schlagzeug sind sowohl leise als auch donnernde Töne möglich.

Die kleine Trommel


Als kleine Trommel, Marschtrommel, Paradetrommel oder Schnarrtrommel (Snare Drum) wird eine Zylindertrommel bezeichnet, die mit Fell bespannt ist und über Schnarrsaiten verfügt. Durch die Saiten entsteht der Snareteppich. Zum Spielen greifen die Interpreten auf zwei Trommelstöcke oder einen Leichtmetallbesen zurück.

Die kleine Trommel stammt von den langen Trommeln der Militärmusik ab, die von der türkischen Janitscharenmusik beeinflusst wurden. Ab dem 19. Jahrhundert kam die kleine Trommel auch häufiger in Orchestern zum Einsatz. Durch die Marching Bands der Militärmusik erfolgte die Integration des Musikinstruments in kombinierte Schlagzeuge. In der Gegenwart dient die Snare Drum nicht selten als Soloinstrument.

Die kleine Trommel bildet einen festen Bestandteil von Spielmannszügen. Außerdem ist sie nach wie vor fest in Marching Bands und Drum Corps integriert. Ihren besonderen Rasselton erhält die Snare Drum durch einige Saiten, die mit Draht umwickelt sind und über den unteren Kopf der Trommel gespannt werden. Durch die Snare Drums ist es möglich, einen Rhythmus fortzusetzen, wobei spezielle Töne wie Drumrolls entstehen.

Die Pauke


Zu den bekanntesten Schlaginstrumenten gehört zweifellos die Pauke (Timpani). Zusammengesetzt wird das Membranophon aus einem Kupferblechkessel mit einem Fell aus Tierhaut oder Kunststoff. Gespielt wird sie mit Filzschlägeln oder Holzstücken.

Da sich die Pauken stimmen lassen, vermögen sie unterschiedliche Noten wiederzugeben. Durch das Lösen und Dehnen der Trommelfelle an einem Fußpedal kann der Paukenspieler die Höhe der gespielten Töne verändern. Weil sie sich unterstützend auf Melodien und Rhythmen auswirken, stellen die Pauken einen wichtigen Bestandteil der Schlaginstrumente dar.

Der genaue Ursprung der Pauke ließ sich nicht klären. Es gab sie schon in altbabylonischen Zeiten und sie wurden in Mesopotamien verwendet. Von Persien und der Türkei aus gelangten Kesseltrommeln bis nach Europa. Ab dem 12. Jahrhundert erfolgte die Verbreitung der Pauke in England und Deutschland.

Eine Blütezeit erlebte die Pauke im 18. Jahrhundert, als mehrere Exemplare von ihr auf Konzerten Verwendung fanden. In der heutigen Zeit benutzen die meisten Orchester vier unterschiedlich große Pauken mit verschiedenen Tonhöhen.

Das Becken


Für einen hohen Lärmpegel sorgen die Becken. Gemeint sind damit zwei Metallscheiben in Form eines Tellers. Sie werden zumeist als Paar verwendet und gegeneinander geschlagen. Sie lassen sich auch auf einem Ständer anbringen. Ihr Material ist zumeist aus Bronze.

Je mehr die Größe des Beckens zunimmt, desto leiser fällt sein Klang aus. Oft werden Becken für dramatische Momente benutzt, wobei sie entweder Gewicht auf den Rhythmus legen oder leichte Soundeffekte hervorrufen.

Als Instrumente finden die Becken schon sehr lange Verwendung. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Schlaginstrumente ihren Ursprung in Asien haben. Vor allem das alte China und die Türkei hatten maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der Becken. Über die osmanische Janitscharenmusik gelangten die Becken schließlich im 17. Jahrhundert bis nach Europa. Später griffen auch Militärorchester und Symphonieorchester auf sie zurück. Gemeinsam mit der großen Trommel waren sie für die Militärmusik von erheblicher Bedeutung.

Die Triangel


Triangel ist die Bezeichnung für eine kleine, dreieckige Metallstange. Beim Spielen entsteht durch das Instrument ein Klingeln. Triangeln sind in mehreren Größen vorhanden und weisen unterschiedliche Tonhöhen auf. Gehalten wird der Triangel an einer Schnur. Es kann aber auch mit einem Klopfer aus Metall auf das Instrument geschlagen werden. Durch Größe und Umfang der Triangel sind Klangveränderungen möglich.

Zur Anwendung kommt der Triangel schon seit dem Mittelalter. Im Gegensatz zu den Triangeln der Gegenwart war er seinerzeit geschlossen und mit mindestens drei Klirrringen ausgestattet.

Der Gong


Ein anderes Schlaginstrument ist der Gong, der auch Tamtam genannt wird. Gemeint ist damit eine große Metallplatte an einem Rohr aus Metall. Der Gong weist eine Ähnlichkeit mit dem Becken auf, verfügt jedoch über mehr Größe. Zum Spielen des Tamtams wird ein weicher Hammer in die Mitte geschlagen.

Die Geschichte des Gongs lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. So sollen die alten Griechen auf Metallscheiben geschlagen haben, damit sie die lauten Schreie des kindlichen Zeus damit übertönen konnten. Auch die alten Römer verwendeten Gongs und Metallscheiben, um damit Signale abzugeben.

Die ältesten Kesselgongs haben ihren Ursprung in China. In einem westlichen Orchester soll der Gong erstmals 1791 in Frankreich zum Tode des französischen Politikers Mirabeau gespielt worden sein. Danach fand er regelmäßig Verwendung in musikalischen Stücken.

Das Xylophon


Obwohl der Begriff Xylophon aus dem Altgriechischen stammt und so viel wie „Holzklang“ bedeutet, hat dieses Schlaginstrument seinen Ursprung in Asien und Afrika.

Ein modernes Xylophon ist mit Tasten oder Holzstangen versehen, die den Klaviertasten ähneln. Beim Spielen werden sie mit einem Holzhammer geschlagen. Durch harte oder weiche Schlägel besteht die Option, die Holzstangen unterschiedlich zu spielen.

Die Xylophone werden zur Familie der Schlagstabspiele gerechnet, zu denen u. a. das Marimbaphon, das Vibraphon sowie das Glockenspiel zählen. In Deutschland traten die Xylophone ab dem 16. Jahrhundert als „Strohfiedeln“ oder „hölzerne Gelächter“ in Erscheinung.

Seinen hellen Klang, der einer Glocke ähnelt, erhält das Xylophon durch Metallrohre, die sich am Holzstangenboden befinden und Resonatoren genannt werden. Auf ihnen vibriert der Schall.

Kastagnetten


Bei Kastagnetten handelt es sich um muschelartige Klappen, die zumeist aus Holz bestehen. Sie eignen sich gut zur rhythmischen Begleitung. Durch ihre klickenden Geräusche sind sie unverwechselbar.

Es wird angenommen, dass die Kastagnetten ihren Ursprung im Orient haben. So verwendeten sie schon die alten Mesopotamier, Ägypter und Griechen. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Kastagnetten auch bei den Spaniern, die sie bereits seit dem 1. Jahrhundert benutzen. Häufige Verwendung fanden sie ab dem 17. Jahrhundert in der Tanzmusik Südspaniens. Ebenso oft anzutreffen sind die Schlaginstrumente im südlichen Italien.

Zum Spielen werden die Kastagnetten mit den Fingern zusammengehalten und die beiden Holzteile gegeneinander geschlagen.

Maracas


Ein Schlaginstrument aus Mexiko sind die Maracas, auch Rumbarasseln oder Rumbakugeln genannt. Gemeint ist damit ein Hohlkörper, der eine körnige Füllung enthält. Gehalten werden die Maracas mit einem stielförmigen Handgriff. Ihre Herstellung erfolgt zumeist aus Kürbissen, Kunststoff oder Holz. Von der Herstellungsart hängt letztlich auch ihr Sound ab.

Das Tamburin


Ein weiteres beliebtes Schlaginstrument ist das Tamburin. Gemeint ist damit eine einfellige Rahmentrommel, die über Schellen oder Metallklingeln verfügt. Zum Spielen wird es in einer Hand gehalten und gegen die andere Hand geschlagen, getippt oder geschüttelt.

Das Tamburin fand oft in der Volksmusik verschiedener Länder Verwendung. Hin und wieder erhielt das Schlaginstrument auch Einsätze in der klassischen Musik.

Das Klavier


Umstritten ist die Zugehörigkeit des Klaviers zu den Schlaginstrumenten. Es lässt sich nämlich auch als Streichinstrument einstufen.

Zum Spielen werden die insgesamt 88 weißen und schwarzen Tasten mit den Fingern gedrückt. Dieser Umstand lässt auf eine Zugehörigkeit zu den Schlaginstrumenten schließen. Durch die Tasten werden allerdings die Hammer, die sich im Klavierinneren befinden, angehoben, die wiederum schlagende Bewegungen auf die Saiten ausführen. Dadurch entsteht der typische Klang des Klaviers.

Egal, ob das Klavier nun ein Schlaginstrument oder ein Streichinstrument ist, verfügt es über eine immense Bandbreite im Orchester. Es dient in den meisten Fällen zur Unterstützung des Orchesters, kann aber auch als Soloinstrument gespielt werden.

Fazit

Schlaginstrumente oder Perkussionsinstrumente sind aus der Musik nicht mehr wegzudenken. So verschaffen sie sich in den verschiedensten Musikrichtungen Gehör. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Daher werden sie ihren Zuhörern auch in Zukunft viel Freude bereiten.

Tipp:  Orchesterinstrumente: Welche Instrumente werden benutzt? - kompletter Ratgeber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.