Klassische Musik: Die 100 besten klassischen Lieder aller Zeiten

Geige unter Wasser
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In kaum einem Genre gibt es derartige legendäre Musikstücke wie in der klassischen Musik. Kein Wunder, schließlich mussten diese Kompositionen die Zeit überdauern wie in keinem anderen Genre. Hier sind, in ungeordneter Reihenfolge, die 100 besten klassischen Lieder aller Zeiten.

(Eine Spotify-Playlist findest du am Ende des Artikels.)

1. Erik Satie – Gymnopedie No. 1 (1887)

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So umstritten die Herkunft ihres Namens auch sein mag, die Gymnopedie No. 1 ist eine legendäre Klavierkomposition. Höchstwahrscheinlich wurde Satie von Tänzen im antiken Sparta inspiriert, bei denen die Teilnehmer entweder nackt oder unbewaffnet waren. Er selbst behauptete jedoch stets, er habe mit dem Stück auf Gustave Flauberts historischen Roman Salammbô reagiert. Fortan sollte sich Erik Satie selbst als Gymnopedisten bezeichnen, da ihm der Musikertitel missfiel.

Die Gymnopedie No. 1 ist bei Klavieranfängern besonders beliebt, weil sie leicht zu spielen ist. Natürlich klingt sie aber auch einfach schön und verstärkt jede Emotion, egal ob positiv oder negativ.

2. Johann Sebastian Bach – Präludium Nr. 1 aus „Das Wohltemperierte Klavier“ (1722)

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Johann Sebastian Bach wird häufig zu den bedeutendsten Musikern aller Zeiten gezählt. Ebenso gehören viele seiner Stücke zum Kanon der klassischen Musik, wie auch das erste Vorspiel aus „Das Wohltemperierte Klavier“. Wir alle kennen es, auch wenn nicht jedem der Name geläufig ist. Bach, komplexeren Kompositionen nicht abgeneigt, beweist hier, wie schön auch einfachere Stücke sein können. Nicht umsonst: Die Stücke aus „Das wohltemperierte Klavier“ schrieb Bach für seine Klavierschüler, damit sie etwas Leichtes zum Üben hatten.

3. Ludwig van Beethoven – 5. Sinfonie (1808)

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Beethovens Fünfte, auch Schicksalssinfonie genannt, ist eines der berühmtesten und beliebtesten Stücke der klassischen Musik. Schon mit den ersten Tönen wird klar, dass hier ein Genie am Werk ist, dessen radikale und eindringliche Komposition mitreißt und aufwühlt. Das unheimlich prägnante Anfangsmotiv hat einen Wiedererkennungswert wie vielleicht kein anderes, sei es in der Klassik oder der Musik im Allgemeinen.

Das düstere und fast schon brutale Werk offenbart zwar einige hellere Töne, aber Beethoven zieht hier alle Register, um deutlich zu machen, dass es wirklich um Leben und Tod, um das Schicksal geht.

4. Claude Debussy – Clair de Lune (1890)

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Bei Clair de Lune handelt es sich um den dritten Satz der Klaviersuite Suite bergamasque des französischen Komponisten. Nicht nur im Titel, sondern auch der Komposition bezieht sie sich auf das gleichnamige Gedicht von Paul Verlaine. Debussy legt ein zartes, leichtfüßiges Stück vor, dass auch noch knapp 130 Jahre nach seiner Entstehung begeistert.

5. Ludwig van Beethoven – Klaviersonate Nr. 14 (Mondscheinsonate) (1801)

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Es bleibt mondlich! Auch Beethoven war vom Erdtrabanten und seinem Schein ganz fasziniert und widmete ihm diese Sonate. Der Komponist zeigte sich über die enorme Beliebtheit des Stücks überrascht und versicherte, eigentlich doch viel Besseres geschrieben zu haben. Für uns jedoch zählt das Werk zu den absoluten Klassikern aus seinem Katalog. Musikalisch ist das Stück von der Sterbeszene des Komturs in Mozarts Oper Don Giovanni inspiriert und zeichnet sich durch eine ähnliche Triolenbewegung aus. Namensgeber war Musikkritiker Ludwig Rellstab, der sich durch die melancholische Melodie im ersten Satz an das Mondlicht auf dem Schweizer Vierwaldstättersee versetzt fühlte.

6. Franz Liszt – Liebestraum No. 3 (1850)

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Der österreichisch-ungarische Komponist Franz Liszt (1811 – 1886) kann wohl als erster Popstar der Klassik bezeichnet werden. Schon im Alter von neun Jahren galt er als Virtuose und begeisterte den Adel. Der äußerst produktive Komponist, der im Laufe seiner Karriere rund 1.300 Stücke schrieb, erregte in ganz Europa Aufsehen und sorgte für die sogenannte Lisztomanie: Seine sagenhaften Fähigkeiten am Klavier sowie die ungewöhnliche Inszenierung seiner Auftritte lösten enorme Beifallsstürme aus. Liszt selbst genoss diese Popularität sehr und ließ sich auch mit den Frauen intensiv ein. Die Legende besagt sogar, die Nachfrage nach seinen Haarsträhnen sei so stark gewesen, dass er bisweilen das Fell seines Hundes als Lockenlieferanten nutzte.

Von allen Stücken aus seinem Werk ist Liebestraum No. 3 das bekannteste und für uns auch eines der besten.

7. Wolfgang Amadeus Mozart – Türkischer Marsch (1784)

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Eigentlich heißt dieses Stück Rondo Alla Turca, als Türkischer Marsch ist sie aber weitaus bekannter. Wohl jeder kennt die Melodie dieses Stücks, wenn er sie vielleicht auch nicht am Namen erkennt. Es handelt es sich dabei um den dritten Satz aus der Klaviersonate Nr. 11, die Mozart in Wien komponierte.

Das Stück ist unheimlich eingängig und hat so auch Einzug in die Popkultur gefunden. Auch Klavierschüler üben den Türkischen Marsch häufig, da die Komposition recht einfach ist.

8. Nikolai Rimski-Korsakow – Hummelflug (1899/1900)

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Dieses Stück des russischen Komponisten Rimski-Korsakow zeichnet sich durch eine virtuose Lautmalerei aus, die für jeden Instrumentalisten eine wahre Herausforderung darstellt. Der Hummelflug im 2/4-Takt besteht aus durchgängigen chromatischen Sechzehntelnoten und verfolgt ein stets hohes Tempo. Das Stück ist so beliebt, dass es immer wieder neu arrangiert, instrumentiert und transkribiert wird.

In seiner ursprünglichen Form steht es jedoch in a-Moll, das Eingangsmotiv spielen Flöten und Violinen. In der Folge nehmen auch die Klarinette sowie weitere Blasinstrumente das Leitmotiv auf, bis die Dynamik des Stücks gegen Ende nachlässt.

Beim Hummelflug handelt es sich um ein orchestrales Interludium im dritten Akt der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan. In die Gesamthandlung ist es folgendermaßen eingebunden: Eine Fee namens Schwanenvogel erfüllt Gwidon seinen Wunsch, einem abfahrenden Schiff unsichtbar zu folgen. Dazu verwandelt sie ihn in eine Hummel und fordert ihn mit dem Hummelflug zur Verfolgung auf.

9. Georg Friedrich Händel – Der Messias (1741)

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Betrachtet man die beiden bedeutendsten Komponisten des Barock, Bach und Händel, so wird deutlich, welch unterschiedliches Schicksal ihnen zuteil wurde. Während Bach zeit seines Lebens eher ein Schattendasein fristete und erst Jahre nach seinem Tod zu Weltruhm gelangte, konnte Händel seinen internationalen Erfolg noch selbst miterleben. Entscheidenden Anteil an seinem enormen Erfolg hatte das Stück des Messias, eine wahrhaft monumentale Komposition. Gerade einmal 24 Tage brauchte Händel, um das Werk zu Papier zu bringen. Der Messias besteht aus drei Teilen, die sich mit Geburt, Leben, Tod und Auferstehung des Erlösers beschäftigen und für Orchester, Solisten und Chor konzipiert sind. Händel kombiniert hier höchste Virtuosität mit einer beeindruckenden Einfachheit, damit sämtliche Gesellschaftsschichten an der Verehrung des Heilands teilhaben konnten.

10. Robert Schumann – Kinderszenen (1838)

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Der Romantiker Robert Schumann war stets als empfindsamer Geist bekannt. So wollte er eigentlich Dichter werden, doch seine Eltern drängten ihn zum Jurastudium. Während seiner Studienzeit widmete er sich dann eher dem Klavier als den Büchern, mit dem Ziel, Pianist zu werden. Dieser Plan wurde allerdings durch eine Überdehnung seiner rechten Hand vereitelt, eine Folge seines exzessiven Übens. Nun konzentrierte sich Schumann auf die Komponistenkarriere.

Er schrieb 30 Klavierminiaturen, von denen er wiederum 13 zum Zyklus der Kinderszenen zusammenfasste. Die Stücke richten sich jedoch keineswegs an Kinder, sondern sind, so Schumann, als „Rückspiegelung eines Älteren für Ältere“ gedacht. Die zentrale und bekannteste Komposition ist die Träumerei, die Schumanns poetische Anwandlungen eindrucksvoll aufgreift und den Zyklus zum einflussreichsten ihrer Epoche macht.

11. Edvard Grieg – Peer-Gynt-Suite (1891)

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Bei diesem Stück handelt es sich um die Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Henrik Ibsen, das seinerseits auf einem norwegischen Märchen basiert. Wohl jeder kennt zumindest einen Teil dieses Stücks, auch wenn der Name nicht immer präsent ist. Vor allem Die Halle des Bergkönigs wird heute noch in zahlreichen Filmen zitiert, beispielsweise in The Social Network von David Fincher oder M von Fritz Lang. Kein Wunder, schließlich entfaltet die Komposition eine enorme Bildkraft und eignet sich damit perfekt für den Einsatz in anderen Medien.

12. Edward Elgar – Cellokonzert (1919)

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Das einzige Cellokonzert des englischen Komponisten ist gleichzeitig wohl auch das bekannteste überhaupt. Der eigentlich als stoisch bekannte Elgar entfesselt in dieser Komposition einen Wirbelsturm der Gefühle und beweist, welch beeindruckende Bandbreite das Cello abdecken kann. Das Stück ist in vier Teile eingeteilt und dauert etwa 30 Minuten. Es gilt als einer der Grundpfeiler des modernen Cellorepertoires.

13. Johann Pachelbel – Kanon D-Dur (1694)

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Der Nürnberger Barockkomponist Pachelbel schrieb dieses Stück für die Hochzeit von Johann Christoph Bach, dem Bruder von Johann Sebastian.

Der einzige Kanon, den Pachelbel komponierte, sollte zu seinem berühmtesten Werk und auch heute noch regelmäßig interpretiert werden. So wird der Kanon gerne neu aufgenommen und in Bearbeitungen anderer Genres zitiert. Die Grundmelodie der Komposition ist nun mal einfach eingängig, episch und passt zu vielen verschiedenen Anlässen. Der Kanon hat den Test der Zeit bestanden, und wir sind uns sicher, dass er noch zahlreiche weitere Generationen begeistern wird.

14. Pjotr Iljitsch Tschaikowski – Schwanensee (1877)

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Dieses berühmte Stück von Tschaikowski wechselt spielerisch zwischen müheloser Leichtigkeit und dunkler Schwermut hin und her wie kaum ein anderes. Dramatischer kann eine Komposition nicht sein, zumal das Stück eines der schönsten Balletts überhaupt begleitet. Darin wird eine schöne Prinzessin unglücklich in einen Schwan verzaubert und kann nur durch die Liebe des Prinzen erlöst werden. Der Zauberer Rotbart jedoch will dies um jeden Preis verhindern…

Ebenso wandelbar und dramatisch wie die musikalische Komposition ist auch das Ende des Balletts. Sowohl ein fröhliches Ende als auch ein deutlich hoffnungsloseres Finale werden regelmäßig aufgeführt.

15. Tomaso Albinoni – Adagio g-Moll (1958)

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Obwohl dieses Stück schon vor über 300 Jahren geschrieben wurde, erschien es erst im Jahre 1958, herausgegeben durch den italienischen Musikwissenschaftler und Komponisten Remo Giazotto. Es soll auf Kompositionsfragmenten des barocken Musikers Tomaso Giovanni Albinoni (1671-1751) basieren.

16. Ludwig van Beethoven – Für Elise (1810)

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Beethoven selbst sollte die Veröffentlichung dieses Stücks nicht mehr erleben. Ganze 40 Jahre nach seinem Tod sollte es dauern, bis man die Komposition entdecken würde. Aufgrund dieser Tatsache ranken sich auch heute noch zahlreiche Mythen darum, wer die titelgebende Elise war. Eine Theorie behauptet gar, der Titel sei fehlerhaft übernommen worden, sodass Beethoven das Stück eigentlich einer Therese gewidmet haben soll. Durch wen auch immer der deutsche Komponist inspiriert gewesen sein mag, Für Elise zählt zu jenen Werken, die jeder schon einmal gehört hat. Kein Wunder, denn das Pianostück ist ein absolut essenzielles Kulturgut. Denkt man Musik, die Aliens bei ihrer Landung auf der Erde gezeigt werden sollte, taucht Für Elise sicher ganz oben in der Liste auf.

18. Antonio Vivaldi – Die vier Jahreszeiten (1725)

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Bei Vivaldis Vier Jahreszeiten handelt es sich um vier Violinkonzerte, die jeweils eine Jahreszeit vertonen. Dabei ist es dem italienischen Komponisten gelungen, ihre Charakteristiken so treffend einzufangen, dass man sich völlig lebendig in die verschiedenen Jahreszeiten hineinversetzt fühlt. Der Frühling kommt feierlich daher, der Sommer stürmisch und mitreißend, der Herbst wiederum festlich. Alle vier der Konzerte sind heute weltbekannt und unter anderem auch als Klingeltöne beliebt.

19. Johann Strauss (Sohn) – An der schönen blauen Donau (1866/1867)

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Aufgrund seiner starken Verbindung zu Wien kann diese Komposition fast schon als Hymne Österreichs gesehen werden. Für das Bundesland Wien gilt das Stück inoffiziell als Landeshymne und wird regelmäßig zum Jahreswechsel aufgeführt.

In der Filmkunst hat Stanley Kubrick das Stück unsterblich gemacht, er wählte es als einen der Songs in seinem Werk 2001: Odyssee im Weltraum aus. Doch An der schönen blauen Donau ist dabei nicht nur ein beliebiges der Lieder des Soundtracks. Vielmehr untermalt es die Eröffnungssequenz in eindrucksvoller Weise und bringt dem Zuschauer die Majestätik, aber auch die Bedrohlichkeit der Weiten des Alls nahe.

20. Maurice Ravel – Boléro (1928)



Dieses Orchesterstück des französischen Komponisten ist der russischen Tänzerin Ida Rubinstein gewidmet. Es gehört der gleichnamigen Tanzgattung an, die aus Spanien stammt und sich durch einen ¾-Takt auszeichnet. In der jüngeren Vergangenheit erhielt das Lied neue Bekanntheit, als es 1984 von den Eiskunstläufern Torvill und Dean für ihren goldmedaillenprämierten Auftritt verwendet wurde. Die Umsetzung auf Eis des eigentlich für das Ballett konzipierten Songs beweist eindeutig, wie bedeutsam die Klassik auch heute noch ist, und zwar nicht für andere Musikrichtungen, sondern die Kunst im Allgemeinen.

Die Plätze 21-100 der besten klassischen Songs:

Jedes Lied ist über den Titel mit dem dazugehörigen Musikvideo verlinkt.

Nr.:Song/Interpret:Anhören:
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100.Symphony No. 2 in C minor "Resurrection" - Gustav Mahleramazon logo

Klassische Musik Spotify-Playlist:

Die klassische Musik ist ebenso aufregend wie abwechslungsreich. Ihr andauernder Erfolg und ständige Neuinterpretationen beweisen, dass das Genre keineswegs angestaubt ist, sondern weiterhin floriert und auch moderne Ohren mitreißen kann.

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