Die 20 erfolgreichsten Soul Sänger und Sängerinnen aller Zeiten

Soul Sänger
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Soul gilt gemeinhin als eine der gefühlvollsten Musikrichtungen. Mit unserem Beitrag zeigen wir euch, welche 20 Künstler*innen das Genre am meisten beeinflussten. Viel Vergnügen mit unserer Bestenliste der beliebtesten Soul Sänger und Sängerinnen aller Zeiten!

Platz 1: Marvin Gaye


„Sexual Healing“, „Let’s Get It On“, „What’s Going On“ – was wäre die Welt des Soul ohne die unvergleichlichen Werke, die Marvin Gaye während seiner Schaffenszeit auf den Markt brachte? Der US-Amerikaner des Jahrgangs 1939 zählt gemeinhin zu den bedeutsamsten Vertretern des Genres. Obwohl die Soul-Koryphäe, die im zivilen Leben auf den Namen Marvin Pentz Gay, Jr. hörte, bereits im Jahre 1984 verstarb, ist der Einfluss des Sängers auf die moderne Szene noch immer unstrittig.

Gaye, der seinen Künstlernamen schließlich um ein „e“ ergänzte, um homophoben Anfeindungen aus dem Weg zu gehen, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Musik. Nach Stationen im lokalen Schulchor und als Schlagzeuger diverser Bands, erhielt der US-Künstler zu Beginn der 60er Jahre schließlich seinen ersten Plattenvertrag. Während die Anfangsjahre bei Motown Records für den Artist noch eher schleppend begannen, folgte zur Mitte des Jahrzehnts schlussendlich der kommerzielle Durchbruch. Die Alben, die Marvin Gaye während dieser Phase veröffentlichte, sicherten sich mit traumwandlerischer Sicherheit ihre Plätze in den amerikanischen R&B-Charts. „M.P.G.“ gelang im Jahre 1969 erstmals das Kunststück, den vordersten Rang der Verkaufslisten zu besetzen. Während der 1970er Jahre erblickten zudem die eingangs erwähnten Meisterwerke „Let’s Get It On“ sowie „Whats Going On“ das musikalische Licht der Welt.

Das Leben des erfolgreichen Soul-Künstlers sollte am 1. April des Jahres 1984 ein tragisches Ende finden. Während eines Streites wurde Marvin Gaye von seinem eigenen Vater erschossen.

Platz 2: Otis Redding


Genau wie im Falle von Marvin Gaye, sollte auch das Leben des Sängers Otis Redding ein viel zu frühes Ende nehmen. Der US-Amerikaner war gerade einmal 26 Jahre alt, als er in Folge eines Flugzeugabsturzes den Tod fand. Zuvor hatte sich der Sänger in der Musikwelt einen absoluten Ausnahmestatus erkämpft und wurde folglich mit dem Beinamen „King of Soul“ geehrt. Noch immer gilt „(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay“ als eine der herausragendsten Auskopplungen des Genres. Der posthum veröffentlichte Song sollte gleichzeitig der einzige Nummer-eins-Hit von Otis Redding bleiben.

Der aus Georgia stammende Künstler nahm die meisten seiner Lieder mit der Band „Booker T. & the MGs“ auf, welche genau wie Otis Redding beim Label Stax unter Vertrag stand. Seine ehemaligen Kollegen beschrieben das musikalische Ausnahmetalent dabei als einen Menschen, der eine unvergleichliche Energie und Leidenschaft versprühte. Und es waren eben jene Charakterzüge, die sich in unnachahmlicher Weise in den Liedern von Otis Redding widerspiegeln sollten. Es ist umso tragischer, dass sich der große kommerzielle Erfolg des Künstlers erst nach dessen Tod einstellen sollte. Nachdem Otis Redding verstarb, wurden zahlreiche unveröffentlichte Werke des Artists auf den Markt gebracht, von denen viele unmittelbar vor dem schrecklichen Flugzeugabsturz entstanden. Welchen Stellenwert der US-Amerikaner noch immer auf unsere moderne Musikwelt besitzt, beweist die Tatsache, dass das Best-of-Album „The Very Best of Otis Redding“ im Vereinigten Königreich kürzlich mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde.

Platz 3: Stevie Wonder


Früh übt sich! Stevie Wonder ist das Paradebeispiel eines Künstlers, der schon früh eine unvergleichliche Laufbahn einschlägt, nur um in den folgenden Jahrzehnten nicht mehr von der musikalischen Bildfläche zu verschwinden. Der von Geburt an erblindete Künstler mit der charakteristischen Sonnenbrille produzierte bereits als 13-Jähriger seinen ersten Hit. Im Rahmen von „Fingertips, Part 3“ ließ der blutjunge Artist anno 1963 erahnen, auf welche Hits sich die Welt in den darauffolgenden Dekaden noch freuen durfte. Der Künstler mauserte sich über die Jahre hinweg zum Aushängeschild seines Labels Motown und bescherte einer riesigen internationalen Fangemeinde in bestimmter Regelmäßigkeit unvergessliche Momente. Bis in die 80er Jahre hinein warf der Künstler einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen auf den Markt, bevor sich Stevie Wonder schließlich dazu entschied, das Release-Tempo seiner Alben etwas zu drosseln.

Zu den bekanntesten und gleichsam schönsten Werken der Soul-Legende zählen Songs wie „Isn’t She Lovely“ (1976), „I Just Called to Say I Love You“ (1984) oder „Part-Time Lover“ (1985). Während seiner Karriere wurde Stevie Wonder mit unzähligen Preisen überschüttet. Neben 25 Grammys befindet sich unter anderem auch die „Presidential Medal of Freedom“ im Trophäenschrank des Sängers.

Platz 4: Ray Charles


Wenn ein Künstler den Beinamen „Hohepriester des Soul“ verliehen bekommt, können wir uns bereits denken, welchen Einfluss der Künstler auf das gesamte Genre besaß. Ray Charles stammte aus schwierigen sozialen Verhältnissen und musste bereits in frühester Kindheit mit schwerwiegenden Schicksalsschlägen fertig werden. Demnach erblindete der junge Ray Charles als Siebenjähriger und verlor seinen Bruder. Auch die Mutter der späteren Legende verstarb, als ihr Sohn gerade einmal 14 Jahre alt war. Glücklicherweise sah das Schicksal des US-Amerikaners vor, den weiteren Lebensweg des Musikers mit weitaus schöneren Momenten zu pflastern. Während seiner jahrzehntelangen Karriere produzierte Charles unzählige Soul-Meilensteine, die sich nicht selten zu waschechten Chartstürmern entwickelten. Die Vita des Musikers, der am 10. Juni 2004 im Alter von 73 Jahren verstarb, wurde von zahlreichen Auszeichnungen gesäumt. Demnach erhielt Ray Charles unzählige Grammy Awards und ist Mitglied der verschiedensten Hall of Fames.

Platz 5: Aretha Franklin


Aretha Franklin kam 1942 als Tochter eines Baptistenpredigers zur Welt und ging schon früh auf musikalische Tuchfühlung. Als die US-Amerikanerin während ihrer Kindheit im väterlichen Kirchenchor sang, reifte in Franklin der Wunsch, im Erwachsenenalter eine professionelle Gesangskarriere einzuschlagen. Im Jahr 1960 erschien schließlich die erste Platte der Sängerin auf dem Markt, welche unter der Obhut des Labels Columbia Records produziert wurde. Allerdings sollte der kommerzielle Durchbruch noch einige Zeit auf sich warten lassen. 1967 landete Aretha Franklin schließlich ihren ersten Nummer-eins-Hit in den Vereinigten Staaten. „Respect“ erwies sich dabei nicht nur als gleichermaßen energiegeladene wie einprägsame Nummer, sondern avancierte darüber hinaus zur Hymne der damaligen Emanzipationsbestrebungen der weiblichen Bevölkerung. Die Amerikanerin besaß während ihres Lebens die unvergleichliche Fähigkeit, ihre persönlichen Wünsche, Sorgen und Emotionen authentisch in ihren Tracks zu verewigen. Die Soul-Diva verstarb im Jahre 2018 und erreichte mit insgesamt 9 Alben den ersten Rang in den amerikanischen R&B-Charts.

Platz 6: Sam Cooke


Sam Cooke sollte nur 33 Jahre alt werden. Der Sänger aus dem US-Bundesstaat Mississippi wurde im Dezember des Jahres 1964 von der Motelmanagerin Bertha Franklin erschossen, die Zeit ihres Lebens beteuerte, in Notwehr gehandelt zu haben.

In den Jahren vor seinem schrecklichen Tod machte sich Sam Cooke zunächst als Mitglied einer renommierten Gospel-Gemeinde einen Namen. Später startete der Künstler eine Solokarriere, die jedoch immer wieder von Querelen zwischen dem Sänger und seinem damaligen Label getrübt werden sollte. 1957 wechselte der Soul-Sänger letztlich zu Keen Records. Mit dem Lied „You Send Me“ gelang dem Musiker sein erster großer kommerzieller Erfolg, der auch in den darauffolgenden Jahren keinen Abbruch erleben sollte. Nachdem Cooke bald darauf sein eigenes Plattenstudio gründete, bewies der US-Amerikaner auch sein Talent als erfolgreicher Musikproduzent. Hits wie „Chain Gang“, „Sad Mood“ oder „Bring it on Home to Me“ sind noch immer unvergessen. Mit seiner authentischen Art und Weise, die sich auf jedem Song des Künstlers wiederfindet, eroberte Sam Cooke eine treue Fangemeinde, die noch immer unzählige Mitglieder zählt.

Platz 7: Al Green


Der US-amerikanische Musiker Al Green gab einst an, während seiner Jugend sehr von den Werken von Sam Cooke und Otis Redding beeinflusst worden zu sein. Dabei beschränkte sich der heutige Soul-Veteran während seiner jugendlichen Jahre jedoch nicht nur auf den passiven Genuss der Stilrichtung, sondern begann schon früh selbst damit, die eigene Karriere auf Vordermann zu bringen. Das Schicksal sah es vor, dass Green am Ende der 60er Jahre auf den Musikproduzenten Willie Mitchell treffen sollte, welcher das aufstrebende Nachwuchstalent anschließend unter seine Fittiche nahm. Unter der Obhut des Labels Hi Records entstand folglich der Track „Tired of Being Alone“, welcher noch immer zu den bedeutsamsten Auskopplungen in der Diskografie des Künstlers zählt. Aktuell ist der Artist des Jahrgangs 1946 so etwas wie eine lebende Soul-Legende. Dank immenser Verkaufszahlen wurden die Werke des Sängers mit den unterschiedlichsten Schallplatten geehrt, darunter 17 Tonträger in Gold.

Platz 8: James Brown


Als James Brown im Jahre 1956 in der professionellen Musikwelt auftauchte, ging ein waschechtes Erdbeben durch die gesamte Szene. Der Track „Please, Please, Please“ ließ erahnen, dass die Welt soeben bezeugte, wie eine neue Soul-Legende geboren wurde. In den weiteren Jahren seiner überaus erfolgreichen Schaffensperiode entpuppte sich James Brown vor allem als unvergleichliches Arbeitstier. Der Künstler aus Atlanta war Zeit seines Lebens unentwegt auf Tour und produzierte darüber hinaus einen Ausnahmehit nach dem anderen. Selbst nachdem die Erfolgswelle des Artists ihren Zenit bereits überschritten hatte, wurden unzählige Tracks des Sängers in anderen Liedern der verschiedensten Genres gesampelt. Brown sahnte während seines Lebens unzählige Preise ab. Der Soul-Gigant gewann nicht nur mehrere Emmys, sondern ist zudem auch Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame.

Platz 9: Lee Fields


Wo wir gerade schon von James Brown sprechen, sollte Elmer Lee Fields nicht unerwähnt bleiben. Denn immerhin verdiente sich der US-Künstler aus dem Bundesstaat North Carolina im Laufe seiner Karriere den schmeichelhaften Beinamen „Little JB“. Allerdings wäre es fatal, den Artist des Jahrgangs 1951 lediglich auf seine Parallelen zum unvergleichlichen James Brown zu reduzieren. Während seiner jahrzehntelangen Schaffensperiode überzeugte der Soul-Sänger sowohl Kritiker als auch Fans von seinen ganz eigenen Talenten, die sich im Detail in Form eines unverwechselbaren Stils auf praktisch alle Veröffentlichungen des Musikers übertragen. Seitdem Lee Fields im Jahre 1969 seine professionelle Gesangskarriere begann, ist der Sänger praktisch unentwegt aktiv.

Platz 10: Bill Withers


„Ain’t no sunshine when she’s gone“. Bill Withers schenkte der Welt im Jahre 1971 einen unverwechselbaren Herzschmerzsong, der nicht nur der strahlenden Karriere des Singer-Songwriters den Weg ebnen sollte, sondern darüber hinaus auch noch zu einem der gefühlvollsten Tracks des gesamten Genres wurde. Unter den Fittichen des Produzenten Booker T. Jones brachte Bill Withers zu Beginn der 70er Jahre seine erste Langspielplatte auf den Markt, die sich auf Anhieb einen achtbaren 35. Platz in den „Billboard 200“ sichern konnte. Das erfolgreichste Album in der Vita des Künstlers sollte jedoch das folgende werden. „Still Bill“ krallte sich 1972 die Pole Position in den US-amerikanischen R&B-Charts und kletterte in den „Billboard 200“ auf einen überragenden 4. Rang. Wer auch nur einen kleinen Zweifel am unverwechselbaren Vibe des Artists hegt, sollte sich einmal „Just the Two of Us“ zu Gemüte führen. Während das eingangs erwähnte „Ain’t No Sunshine“ noch mit dem Vermissen einer heißgeliebten Person zu berühren weiß, nimmt uns der 1981 veröffentliche Track mit zu unvergesslichen Stunden der romantischen Zweisamkeit. Bill Withers starb am 30. März 2020 im Alter von 81 Jahren.

Platz 11: Amy Winehouse


Die Lebensgeschichte von Amy Winehouse fand bekanntermaßen einen äußerst tragischen Schlusspunkt. Wie wir alle wissen, hatte die Britin immer wieder mit schweren Drogenproblemen zu kämpfen. Die Sängerin starb schließlich im Juli des Jahres 2011 an einer Alkoholvergiftung. Amy Winehouse wurde nur 27 Jahre alt.

Bevor die polarisierende Künstlerin ihrer Suchterkrankung erlag, galt die Sängerin als eine der verheißungsvollsten Vertreterinnen des modernen Soul. Die rauchige Stimme der Engländerin avancierte in Verbindung mit den tiefgehenden Lyrics ihrer Tracks zum absoluten Alleinstellungsmerkmal, das bis heute unerreicht bleiben sollte. Ihren Durchbruch schaffte Winehouse mit dem Album „Back to Black“, welches im Jahr 2006 in die Läden kam. Der Tonträger stürmte die internationalen Charts und ging weltweit mehr als 20 Millionen Mal über die Verkaufstische. Neben dem titelgebenden Leadtrack sind auch Songs wie „Rehab“ unvergessen und zählen mittlerweile zu den modernen Klassikern des Neo-Soul.

Platz 12: Adele


Adele zählt nicht nur zu den einflussreichsten Sängerinnen des modernen Soul, sondern weiß auch in den Bereichen Pop, Jazz und R&B vollends zu überzeugen. Genau wie Amy Winehouse stammt Adele aus England. Das, was die Musik der Britin seit jeher auszeichnet, sind ihre emotionalen Inhalte, die sich zumeist mit der Aufarbeitung der persönlichen Vergangenheit der Künstlerin auseinandersetzen. Die energiegeladene Stimme der Musikerin ist indes perfekt, um die vielschichtigen Lyrics ihrer Songs eindrucksvoll zu transportieren. Mittlerweile darf sich Adele nicht nur über insgesamt 15 Grammys, sondern auch über einen Oscar in ihrer Vitrine freuen. Der Filmsong „Skyfall“, welcher anlässlich des gleichnamigen James-Bond-Streifens produziert wurde, wurde 2012 mit einem der begehrten Goldmännchen gewürdigt. Darüber hinaus gelten „Rolling in the Deep“, „Someone like You“ sowie „Hello“ zu den bekanntesten und gleichermaßen besten Liedern der Sängerin. Die Veröffentlichungen von Adele wurden zudem mit den unterschiedlichsten Schallplatten ausgezeichnet. Allein das Album „21“ fand anno 2011 mehr als 30 Millionen Abnehmer.

Platz 13: Michael Jackson


Der selbsternannte „King of Pop“ in einer Liste der besten und erfolgreichsten Soul-Sänger aller Zeiten? Was im ersten Augenblick wie ein Widerspruch anmuten könnte, zielt im Detail auf das unglaubliche Facettenreichtum des erfolgreichsten Entertainers aller Zeiten ab. Demnach regierte König Michael nicht nur im Königreich des Pop, sondern wusste auch in den Feldern Rock und Soul wie kein zweiter zu brillieren. Was sollen wir euch musikinteressierten Lesern über Michael Jackson noch erzählen, was ihr nicht ohnehin schon wusstet? Als knuffiges Mitglied der „Jackson Five“ begann die Karriere des US-Amerikaners. Die spätere Sololaufbahn des Künstlers bescherte der Musikwelt unzählige Meilensteine, von denen „Thriller“, „Billie Jean“ und „Smooth Criminal“ nur einige wenige sind. Insgesamt gingen die Werke von Michael Jackson mehr als 750 Millionen Mal über die internationalen Ladentheken. Dank dieser immensen Absatzzahlen hält der 2009 verstorbene Musiker noch immer unzählige Verkaufsrekorde in der kommerziellen Musikwelt.

Platz 14: Smokey Robinson


Sängern wie Smokey Robinson war es zu verdanken, dass das Label Motown Records seinerzeit zu einem der erfolgreichsten Studios in der Musikwelt emporstieg. Smokey Robins verdingte sich zwischen den Jahren 1955 und 1972 zunächst als gefeierter Leadsänger von „The Miracles“. Später schlug der US-Amerikaner eine erfolgreiche Sololaufbahn ein und nahm zwischen den Jahren 1973 und 2014 sagenhafte 20 Alben auf. Zu den absatzstärksten Platten des Soul-Sängers zählen dabei „Being with You“ von 1981 sowie „One Heartbeat“, welches im Jahre 1987 auf dem Markt erschien. Beide Tonträger verdienten sich eine Schallplatte in Gold. Smokey Robinson ist Mitglied in der „Rock and Roll Hall of Fame“ und gilt als einer der einflussreichsten Singer-Songwriter in der Geschichte der modernen Pop-Musik.

Platz 15: Curtis Mayfield


„Move On Up“, „Superfly“, „Tripping Out“ – die Werke von Curtis Mayfield bringen Leben in die Bude. Der Soul-Sänger aus Chicago, welcher sich viele seiner musikalischen Fähigkeiten im Alleingang aneignete, war der Musikwelt während der 60er Jahre vor allem als Mitglied der Band „The Impressions“ ein Begriff. Während die Formation mit Songs wie „For Your Precious Love“ oder „It’s All Right“ bereits große Erfolge feiern konnte, stand auch die nachfolgende Solokarriere von Curtis Mayfield unter einem denkbar günstigen Stern. Zusätzlich zu seiner Musik stand Mayfield im Jahr 1976 auch im Film „Short Eyes“ vor der Kamera und demonstrierte seiner internationalen Fangemeinde sein schauspielerisches Talent. Die 70er Jahre waren gleichzeitig jenes Jahrzehnt, in welchem der Artist seinen schöpferischen sowie kommerziellen Höhepunkt durchlebte. Während der Dekade landete der Sänger gleich fünf Nummer-eins-Alben in der US-amerikanischen R&B-Hitliste. Das Lebenswerk des Musikers wurde 1995 mit dem Grammy Lifetime Achievement Award gewürdigt.

Platz 16: Etta James


Etta James nahm schon als Fünfjährige Gesangsunterricht. Das die junge Amerikanerin damit alles richtig machte, bewies ihr späterer Werdegang. Der große internationale Durchbruch sollte der Sängerin des Jahrgangs 1938 allerdings für lange Zeit verwehrt bleiben. Erst nachdem James zu Beginn der 1960er Jahre bei Chess Records unterzeichnete, gelangen der Künstlerin aus L.A. schlussendlich auch achtbare kommerzielle Erfolge. Jedoch sollte der ganz große Sprung in ihrer amerikanischen Heimat ausbleiben, immerhin konnten sich die Alben „Seven Year Itch“ sowie „Stickin‘ To My Guns“ aber in den Top 20 der schweizerischen Charts platzieren.

Platz 17: Tina Turner


Tina Turner ist nicht nur eine der berühmtesten Sängerinnen ihrer Ära, sondern mit mehr als 180 Millionen verkaufter Platten auch eine der erfolgreichsten Künstlerinnen in der Geschichte. Während ihrer Jugend hatte Tina Turner, die im wahren Leben auf den Namen Anna Mae Bullock hört, immer wieder mit Rassismus und schwierigen sozialen Verhältnissen zu kämpfen. Die spätere Musik-Ikone startete ihre professionelle Laufbahn zunächst als Backgroundsängerin der Gruppe „Kings of Rhythm“. Im Laufe der Zeit mauserte sich das Fräulein Turner schließlich zur Leadsängerin der Band und bewegte anschließend die Massen an der Seite ihres Ehemanns Ike. Songs wie „River Deep“ oder „Mountain High“ halfen der Formation dabei, auch auf dem europäischen Kontinent Fuß zu fassen. Nachdem sich das Paar schlussendlich zerstritt, begann Tina Turner ihren Werdegang als Solokünstlerin. Während dieser zunächst schleppend anlief, schaffte die Sängerin zur Mitte der 1980er Jahre ihren ganz persönlichen Solo-Durchbruch. Mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren ist „Private Dancer“ das erfolgreichste Album der Künstlerin.

Platz 18: Alicia Keys


30 Millionen verkaufte Tonträger, 15 Grammys, unzählige Billboard Awards. Die Preise sowie der kommerzielle Erfolg, welche den Karriereweg von Alicia Keys pflastern, sind sinnbildlich für den absoluten Ausnahmestatus, welchen die US-amerikanische Musik-Ikone in unserer Zeit genießt. Als Tochter einer Musicaldarstellerin wurde der Sängerin des Jahrgangs 1981 das Gesangstalent praktisch in die Wiege gelegt. Seitdem Alicia Keys im Jahr 2011 ihr erstes Album „Songs in A Minor“ auf den Markt brachte, ist die gebürtige New Yorkerin nicht mehr aus der Szene wegzudenken. Die Künstlerin vollbrachte das Kunststück, alle ihrer sechs Studioalben auf dem ersten Platz der amerikanischen R&B-Charts zu platzieren. Vier der Platten krallten sich zudem den vordersten Rang in den „Billboard Hot 100“. Neben ihren gesanglichen Fähigkeiten bewies Alicia Keys, die im wahren Leben Alicia Jospeh Augello-Cook heißt, auch immer wieder ihr schauspielerisches Können.

Platz 19: Beyoncé


Beyoncé zeigt uns, wie sich klassischer Soul und zeitgemäßer Pop in perfekter Art und Weise miteinander kombinieren lassen. Genau wie Alicia Keys oder Adele zählt auch Beyoncé Giselle Knowles-Carter zu den bedeutsamsten Vertreterinnen der modernen Popkultur. Als Mitglied der Girlgroup „Destiny’s Child“ berühmt geworden, veröffentlichte die Sängerin aus Houston im Jahr 2002 ihre erste Solosingle. Was daraufhin folgte, war ein atemberaubender Ritt auf der Erfolgswelle, der seinesgleichen sucht. Innerhalb ihres Werdegangs durchlebte Beyoncé einige Entwicklungsprozesse und scheute auch nicht davor zurück, in ihrer Musik auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Zwischen den Jahren 2003 und 2016 produzierte die Künstlerin sechs Studioalben, die allesamt auf dem ersten Platz der US-amerikanischen „Billboard Hot 100“ charteten. Darüber hinaus wurde Beyoncé mit unzähligen Auszeichnungen überschüttet, an deren Spitze sagenhafte 20 Grammy Awards stehen.

Platz 20: John Legend


Den letzten freien Platz in unserer Bestenliste möchten wir an John Legend vergeben. Der Musiker aus Springfield, Ohio landete im Jahr 2013 mit dem Song „All of Me“ einen waschechten Welthit. Der Track wurde über 9,6 Millionen Mal verkauft und ist somit die erfolgreichste Veröffentlichung in der Karriere von John Legend. Seine professionelle Laufbahn begann der Künstler allerdings bereits 9 Jahre zuvor. Das Erstlingsalbum „Get Lifted“ von 2004 besitzt in den Vereinigten Staaten mittlerweile den begehrten Doppelplatin-Status. John Legend zählt zudem zu jenem erlesenen Personenkreis, dem es gelang, alle vier bedeutsamen Auszeichnungen der US-amerikanischen Entertainmentindustrie in einer Sektion einzuheimsen. Demnach darf sich der Musik-Gigant – neben unzähligen weiteren Preisen – über einen Emmy, einen Oscar, einen Tony Award sowie über einen Grammy in ein und derselben Kategorie freuen.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Artikel über die 20 besten und erfolgreichsten Soul-Sänger*innen gut unterhalten konnten.

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