Basiert „The Unforgivable“ auf einer wahren Geschichte?

Sandra Bullock ist sicherlich ein Fan-Liebling auf Netflix, und wir sind es auch. Die Oscar-Preisträgerin ist seit langem für ihre Fähigkeit bekannt, einen erfolgreichen Film zu tragen, egal ob es sich um den Thriller „Bird Box“ von 2018 oder das brutale Drama „The Unforgivable“ von 2021 handelt. Sandra Bullock spielt die Rolle der Ruth Slater, ein Ex-Häftling, die gerade wegen eines Gewaltverbrechens aus dem Gefängnis entlassen wurde. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten versucht Ruth, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, stößt dabei aber auf harsche Kritik und Drohungen aus ihrer Umgebung.

Ruths Beweggründe für den Mord an einem Polizeibeamten scheinen vielschichtig zu sein, doch ihr Hauptmotiv scheint das Wohl ihrer jüngeren Schwester zu sein, die sie nach eigenen Angaben allein aufgezogen hat. Es ist alles so kompliziert und auch schmerzhaft. Basiert Nora Fingscheidts Film „The Unforgivable“ also auf einer wahren Begebenheit oder auf einer fiktionalen Version davon?

Basiert „The Unforgivable“ auf einer wahren Geschichte?

Das von Sandra Bullock geführte Drama basiert nicht auf einer wahren Begebenheit, sondern auf der britischen Miniserie Unforgiven aus dem Jahr 2009. Trotz nur drei Episoden ist Unforgiven in der Prämisse fast identisch mit seinem Nachfolger. Ruth wird von der britischen Schauspielerin Suranne Jones (Gentleman Jack) gespielt, und der Hauptunterschied zwischen Unforgiven und dem Netflix-Film besteht darin, dass Ruth nach 15 Jahren wegen des Mordes an zwei Polizisten aus dem Gefängnis entlassen wurde.

In The Unforgivable lebt die von Viola Davis gespielte Liz Ingram mit ihrer Familie im Haus von Ruths Kindheit. Liz, eine rechthaberische Frau, will nicht, dass Ruth in die Gemeinde zurückkehrt. Liz ist wütend über das Privileg von Ruth. „Du bist kein Opfer!“ schreit Liz Ruth an.

Viola Davis spricht über ihr Rolle in The Unforgivable:

THE UNFORGIVABLE. VIOLA DAVIS as LIZ INGRAM. CR. COURTESY OF NETFLIX.
(c) Courtesy Of Netflix

„Je tiefer man eintaucht und je ehrlicher man eintaucht, desto größer ist die Erleichterung, dass man alles gegeben hat. Und das war das Schöne an diesem Film.“, sagte Viola Davis zu People über ihre kraftvollen Szenen mit Sandra Bullock. „Aber die Sache ist die, dass dieser Job während der Pandemie stattfand, während [der Proteste gegen die Morde an] George Floyd, Ahmaud Arbery und Breonna Taylor. Plötzlich wurden diese Gespräche geführt, die vorher nicht stattgefunden hatten.“

„Das war also eine große Chance, mein ganzes Ich in die Rolle zu bringen, mein schwarzes Ich, mein weibliches Ich, jeden Teil von mir, in diese Rolle. Und ich glaube, dass dies dem Material zugute kam“, fuhr sie fort. „Und das Schöne daran ist, ich sage es mal so, die Tapferkeit von Sandra, die Tapferkeit, dass sie keine Angst davor hatte, denn oft will Hollywood diesen Aspekt nicht zeigen.“

Sandra Bullock war in den Casting-Prozess für The Unforgivable involviert, und sie und die anderen Produzenten hatten ihr Interesse an Viola Davis, weil es offensichtlich war. „Keine farbige Person wäre nach 20 Jahren aus dem Gefängnis gekommen, weil sie einen Polizisten ermordet hat“, erklärte Sandra Bullock.

Man kann deutlich sehen, wie viel Wertschätzung, Mitgefühl und Empathie die beiden Schauspielerinnen füreinander haben. Trotz seiner vernichtenden Kritiken wird „The Unforgivable“ das Publikum beeindrucken und es dazu anregen, über die manchmal unangenehm realistische Darstellung des Films nachzudenken und Parallelen zur heutigen Gesellschaft zu ziehen.

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