Sci-Fi-Games: Die 24 besten Science Fiction Videospiele aller Zeiten

Sci-Fi-Videospiele gibt es wie Sand am Meer, aber welche sind die allerbesten?
Sci-Fi Games

Science-Fiction ist ein Genre, das erst in den Videospielen sein perfektes Medium gefunden hat. Das Spielen mit Technik, Raumschiffen und Cyberwaffen, Kämpfe gegen Aliens, Roboter und schier unvorstellbare Gefahren, erst durch aktive Interaktion brennt sich Sci-Fi in unsere Erinnerungen. In den letzten drei Jahrzehnten haben unzählige Spiele und Spielereihen die Bühne der Popkultur betreten und nicht mehr verlassen.

Die folgende Liste ist ein Vorschlag der möglichen 24 besten Science-Fiction-Videospiele, wobei ganze Reihen von ihren populärsten Ablegern vertreten werden.

1. Half-Life (1998) / Black Mesa (2020)


Ein Wissenschaftler. Eine Forschungsanlage. Ein verheerender Laborunfall. Und keine Zwischensequenzen. Das Spiel Half-Life entfaltete damals eine Wucht auf die Spieler, die alles ausschließlich aus den Augen von Gordon Freeman, dem Protagonisten des Spiels, wahrnahmen. Legendär die ersten Minuten der Zugfahrt zum Labor, in denen die Inneneinrichtung der Black-Mesa-Forschungsanlage an dir vorbeigleitet. Als du später gebeten wirst, eine seltene, außerirdische Gesteinsprobe in einen Analyseschacht zu schieben, öffnet die Resonanzkaskade ein Tor in eine ferne Welt, aus dem Legionen feindseliger, grotesk aussehender Außerirdischer entspringen. Ausgestattet mit einem Schutzanzug, einer Brechstange und einem Arsenal schwerer Waffen liegt es an dir, die Forschungsanlage Black Mesa und die Menschheit zu retten. Auch wenn das bedeutet, bis nach Xen, der Grenzwelt der Aliens vorzustoßen.

Das Spiel gilt als einer der bedeutendsten Shooter der Neunziger und hatte in Half-Life 2 einen ebenbürtigen Nachfolger, der genauso gut diese Liste anführen könnte. Empfohlen sei dir übrigens das Remake Black Mesa, das erst 2020 vom Modder-Team Crowbar Collective veröffentlicht wurde. Darin erlebst du Gordon Freemans erstes Abenteuer in wesentlich verbesserter Grafik.

2. Soma (2015)


Das schwedische Studio Frictional Games hat bis heute nur wenige, aber dafür äußerst denkwürdige Spiele herausgebracht. Nach den wegweisenden Horrorspielen Penumbra und Amnesia – The Dark Descent wurde 2015 Soma veröffentlicht, ein klaustrophobisch anmutendes Spiel mit tiefem wissenschaftlichem und philosophischem Unterbau über die Natur des Ich-Bewusstseins. Wer bin ich? Warum bin ich ich? Warum bin ich nicht ein anderer? Wie kam ich in diesen Körper? In einer unterseeischen Forschungsanlage auf dem Grund des Atlantiks kämpfst du darum, dass dein Bewusstsein in die „Arche“, dem Refugium der letzten lebenden Menschen hochgeladen wird und musst vor allerhand kybernetisch entstellten Monstern fliehen. Doch fortwährend weichen die Grenzen zwischen künstlicher und organischer Intelligenz auf, und wirst hinterher begreifen, dass Bewusstsein vielleicht nicht an das gekoppelt ist, was du für selbstverständlich gehalten ist.

3. Dead Space-Reihe (2008)


Die Bezeichnung Science-Fiction mag für diesen Schocker grenzwertig sein, viele würden es eher als Horrorspiel mit Sci-Fi-Setting bezeichnen. Unbestritten ist hingegen, dass dieser erste Teil der Dead-Space-Reihe für manche Spieler bis zur Unerträglichkeit nervenaufreibend war und das bayrische Sozialministerium den zweiten Teil im Jahr 2011 sogar auf den Index setzen wollte.

In Dead Space schlüpfst du in die Rolle von Isaac Clarke, dem Mitglied einer kleinen Crew, welche mysteriöse Vorkommnisse auf einem gigantischen Minenschiff untersucht. Was Clarke und seine Gefährten vorfinden, ist ein Albtraum aus zuckendem Fleisch, knochenartigen Dornen, zerfetzten Leibern und abgetrennten Gliedmaßen, der John Carpenters The Thing alle Ehre macht.

4. Mass Effect-Reihe (2007)


Der 2007 veröffentlichte Rollenspiel-Hit von Bioware soll stellvertretend stehen für die bahnbrechende Mass-Effect-Trilogie, deren zweiter Teil 2010 und dritter Teil 2012 herauskam. Bioware brachte es mit Mass Effect fertig, von Grund auf, ohne auf irgendwelche Vorlagen aus Büchern, Filmen oder Serien zurückzugreifen, ein eigenes Science-Fiction-Universum zu unterwerfen. In Sachen Detailliebe, Charakteren, Völkern, Immersion und Story steht Mass Effect anderen Sci-Fi-Franchises wie Star Wars oder Star Trek in nichts nach. Stellenweise übertrifft es sie. In der Rolle von Commander Shepard, wahlweise als Mann oder Frau spielbar, tauchst du ein in eine Galaxie, in der die Menschheit dank der rätselhaften Massenportale einen friedlichen Platz innerhalb von einem Dutzend anderer intelligenter Spezies gefunden hat. Doch der Frieden ist brüchig, denn einer uralten Legende zufolge werden die galaktischen Zivilisationen alle 50.000 Jahre von mächtigen Maschinenwesen, den Reapern, ausgelöscht…

5. Bioshock (2007)


„Es war nicht unmöglich, Rapture auf dem Grund des Meeres zu erbauen. Es war unmöglich, es irgendwo anders zu erbauen.“ Dieses Zitat des Visionärs und Antagonisten Andrew Ryan bricht herunter, wer der Star in Bioshock ist: Die Unterwasserstadt Rapture, in der visionäre Menschen ihr eigenes, steuerfreies Leben genießen können, fernab von der Repressalien der „Parasiten“, wie Ryan es ausdrückt. Als du jedoch in Rapture ankommst, ist das Chaos längst ausgebrochen.

Technisch gesehen ist Bioshock ein Ego-Shooter, bietet aber mehr Hintergrund und Story als jeder Shooter vor ihm. Du wirst vor viele Fragen gestellt. Was in Rapture vor sich geht, was die ekelhaft mutierten Splicer wollen, warum kleine Mädchen mit Spritzen und leuchtenden Augen durch die Gänge spazieren und dabei von monströsen Kreaturen in Taucheranzügen begleitet werden. Doch zunehmend wird diese Frage auch zu einer Frage der eigenen Identität – wärst du so freundlich?

6. Eve Online (2003)


Wenn es nur um das beste Science-Fiction-MMO gehen würde, wäre Eve Online wohl der erste Platz beschieden. Denn im Laufe der Zeit hat sich eine treue Fangemeinde um den mittlerweile mehr als eineinhalb Jahrzehnte alten Titel gebildet, der dich in ein simuliertes Leben als Weltraumfahrer eintauchen lässt. Es ist die grenzenlose Freiheit einer gigantischen Community, die dem Spiel seine Dynamik verleiht. Du kannst dich betätigen als Forscher, Händler, Weltraumpirat, Piratenjäger, Söldner und mehr, stets im Austausch mit anderen Spielern auf der ganzen Welt. Highlight sind aber die Weltraumschlachten, in denen tausende Spieler Bündnisse bilden und ihre größten Raumschiffe gegenseitig in ausladenden Gefechten zerstören.

7. XCOM 2 (2016)


Die XCOM-Reihe reicht zurück bis 1993, als der erste Ableger veröffentlicht wurde. 2012 erschien von Firaxis Games das erfolgreiche Remake, und 2016 eine der besten Fortsetzungen überhaupt. XCOM 2 ist ein Taktikrundenspiel, in dem du ein Platoon von Widerstandskämpfern gegen die von Aliens beherrschte Erdenregierung ansetzt.

XCOM 2 hat zahlreiche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger eingeführt, darunter die Individualisierung der Kämpfer, das globale Management, die Guerillataktiken und mehr. 2017 wurde mit dem Add-On War of the Chosen, indem du es neben unzähligen kleineren Erweiterungen mit drei unbarmherzigen Boss-Gegnern zu tun bekommst, endgültiger Kult-Status unter den Rundentaktik-Fans erreicht.

8. Star Wars – Knights of the old Republic (2003)


Kein anderes Sci-Fi-Franchise wurde so unbarmherzig gemolken wie Star Wars und das Ergebnis ist ein breites Spektrum von schlechten, mäßigen, aber auch herausragend guten Star Wars-Spielen. Die Krone setzt sich dabei Star Wars – Knights of the old Republic auf, ein Meisterwerk aus der Rollenspielschmiede Bioware. Die Handlung spielt dabei tausende Jahre vor den Ereignissen der Filme und ist somit von deren Handlung unabhängig. Diesen Umstand verdankst du eine von deinen eigenen Entscheidungen bestimmte Geschichte, in der du als Jedi für Ordnung und Gerechtigkeit in der Galaxie streiten, oder dich als Sith von der dunklen Seite verführen lassen kannst.

9. Alien Isolation (2014)


Die Alien-Saga hat es nach einigen eher durchwachsenen Spielen endlich geschafft, sich in der Reihe der unvergesslichsten Science-Fiction-Games zu etablieren. Alien Isolation spielt zwischen den Ereignissen der ersten beiden Alien-Filme und schildert die Erlebnisse von Ellen Ripleys Tochter Amanda in ihrem eigenen, ganz persönlichen Kampf gegen die Xenomorphe. Die Entwickler des Spiels haben sich dabei eng an die Atmosphäre des ersten Films gehalten: In Amanda Ripleys schweißgetränkter Haut schleichst du dich durch die engen Gänge eines Raumschiffes, bist spärlich bewaffnet und musst immer auf der Hut sein. Neben menschlichen Widersachern und aggressiven Androiden folgt dir das intelligente Alien auf Schritt und Tritt. Oft musst du dich verstecken, improvisieren, vorausplanen, oder einfach um dein Leben rennen. Gewalt ist hier keine Lösung. Schreien auch nicht – aber das wissen wir längst, oder?

10. Fallout 3 (2008)


Dass Science-Fiction nicht immer mit dem Weltall und Außerirdischen zu tun haben muss, beweist die postapokalyptische Fallout-Reihe. Das Szenario ist in einer Welt angesiedelt, in der unsere schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind und der nukleare Holocaust den Planeten verwüstet hat. Du schlüpfst in die Rolle eines bzw. einer Überlebenden aus dem Bunker. Ausgestoßen in einer Welt voller Mutanten, Ghouls und Outlaws musst du deinen eigenen Weg finden. Die grenzenlose Freiheit ist die größte Stärke des Spiels und garantiert hundert Stunden Spielspaß. Es gibt grundverschiedene Möglichkeiten, die vielen Herausforderungen friedlich, blutig, schlau oder explosiv zu bewältigen. Noch besser ist hier nur der augenzwinkernde Humor, der dich die Trostlosigkeit der atomar verwüsteten Welt vergessen lässt.

11. Deus Ex: Human Revolution (2011)


Grenzenlose Freiheit ist auch ein gutes Stichwort für die Deus Ex-Reihe. In dem bisher stimmigsten Teil Human Revolution spielst du Adam Jensen, den Sicherheitschef des Konzerns Sarif Industries. Nach einem Angriff unbekannter Söldner auf die Labore der Firma wird der schwer verwundete Jensen mit kybernetischen Implantaten ausgestattet und kämpft von da als Mensch-Maschinen-Cyborg gegen die Hintermänner des Übergriffs. Nicht nur durch die Möglichkeiten der Augmentierungen, sondern auch die ethischen Konsequenzen solcher Schritte gerät Human Revolution zum möglicherweise besten Cyberpunk-Spiel, das es gibt. Jedes Problem kannst du entweder diplomatisch, gewalttätig, tödlich oder nicht-tödlich angehen. Die Konsequenzen deiner Entscheidungen werden dir in insgesamt vier verschiedenen Enden drastisch vor Augen geführt.

12. Day of the Tentacle (2016)


Verrückt, durchgeknallt, undenkbar, einfach genial. Man muss sich manchmal fragen, was die leitenden Entwickler Tim Schafer und Dave Grossman geraucht haben, um sich eine Story auszudenken, in der ein hüpfender, purpurfarbener Tentakel verseuchtes Abwasser aus einem Haus voller Irrer trinkt, ihm daraufhin Arme wachsen, er selber irre wird und die Weltherrschaft an sich reisen will. Im Verlauf des Adventure-Spiels steuerst du in liebevoller Zeichentrickgrafik drei verkrachte Freunde, die dummerweise durch ein fehlgeschlagenes Experiment in drei unterschiedlichen Zeitebenen ankommen. Die unterhaltsame Absurdität der Rätsel wird nur noch von der Erkenntnis übertroffen, wie Handlungen in der Vergangenheit, die Gegenwart und damit die Zukunft beeinflussen. 2016 wurde ein Remake mit verbesserter Grafik veröffentlicht.

13. Das Talos Prinzip (2014)


Du liebst Rätsel und Knobelei, und das am besten in einem Sci-Fi-Setting? Das Spiel Das Talos Prinzip war ein unerwarteter, intelligenter Hit von 2014, in dem du dein Können in dutzenden vertrackter Rätsel auf die Probe stellst. Dabei spielst du einen Roboter, dessen Aufgabe es ist, die Welt um sich herum kennen zu lernen. Warum du das tun sollst? Weil Elohim, dein gütiger Schöpfer, es dir aufträgt. Überall hin begleitet dich seine von väterlicher Liebe erfüllte Stimme. Elohim hat nur eine Bedingung: Erklimme nicht den Turm. Folge nur seinen Anweisungen, und er wird dich zu ihm geleiten. Vertraue auf Elohim und seine Weisheit.

14. Portal (2007)


Eigentlich ohne große Ankündigungen als Teil eines Spielepaketes veröffentlicht, entwickelte sich Portal schnell zum eigentlichen Hit. Im Zentrum des Spiels steht die Portal-Gun, eine experimentelle Waffe, die Wurmlöcher, also passierbare Portale an die Wände schießt. Dabei versteht das Spiel es auf großartige Weise, mit Physik zu spielen und dem Spieler größtmögliche Freiheit beim Lösen der zahlreichen Rätsel zu geben. Von Raum zu Raum musst du mit deiner Portalwaffe Gräben überwinden, himmelhoch springen, Schalter betätigen und plappernde Geschütztürme austricksen. Ach ja, dann ist da noch GlaDOS, die KI, die deinen Fortschritt sarkastisch kommentiert. Und dir einen leckeren Kuchen verspricht.

15. Crysis (2007)


Ein Ego-Shooter auf einer abgelegenen, tropisch anmutenden Insel. Bis hierhin schien das deutsche Entwicklerstudio Crytek die Formel ihres letzten Hits Far Cry zu kopieren. Doch Crysis bewies nicht nur einen enormen Sprung in Sachen Grafikqualität, sondern auch das Szenario war origineller. In Crysis spielst du Nomad, einen Marine im Nanosuit, der übermenschliche Kräfte verleiht, Schutz vor Kugeln und sogar einen Tarnmodus bietet. Als Teil des Raptor-Teams musst du verdächtigen Aktivitäten der nordkoreanischen Armee nachgehen, und findest schnell heraus, dass die Insel eine größere Gefahr beherbergt als die Koreaner. Der eigentliche Sci-Fi-Teil des Spiels bricht nach zwei Dritteln der achtstündigen Spielzeit buchstäblich eiskalt über dich herein stellt einen radikalen Bruch innerhalb der Handlung dar.

16. Oxygen not included (2019)


Oxygen not included ist das derzeit beste Knobel- und Aufbaustrategiespiel für anspruchsvolle Spieler. Keinesfalls solltest du dich vom knuddeligen Aussehen der Duplikanten, deinen Untergebenen im Spiel, täuschen lassen. Denn hinter der Zeichentrick-Grafik versteckt sich ein kompromissloser Überlebenskampf, in dem du auf hundert Dinge gleichzeitig achten musst. Das Spiel startet im Inneren eines Asteroiden mit unterschiedlich einstellbaren Umweltbedingungen. Nun musst du deinen Duplikanten die richtigen Anweisungen geben, um eine funktionierende Kolonie mit Strom, Lüftung, Nahrungsversorgung und auch sanitären Anlagen fürs kleine Geschäft aufzubauen. Selten haben sich Wissenschaft und Computerspielen so herausragend ergänzt.

17. Prey (2017)


Science-Fiction wäre nicht dasselbe ohne alternative Zeitlinien, die den Lauf der menschlichen Rasse verändern. In Prey beschleunigt die fehlgeschlagene Ermordung John F. Kennedys die Erforschung des Weltraums und führt zur Gründung von Talos I, einer intergalaktischen Forschungsstation, die gebaut wurde, um die Typhon, eine neu entdeckte außerirdische Rasse, zu untersuchen. Wie zahlreiche Beispiele bereits gezeigt haben, ist die Erforschung potenziell tödlicher Außerirdischer ganz allein im Weltraum im Allgemeinen eine wirklich schlechte Idee, aber Prey ist mehr als ein weiterer solider Ego-Shooter.

Was es so interessant macht, ist der nachdenkliche Umgang mit einem bekannten Thema, bei dem man moralische Entscheidungen treffen muss, die zu unterschiedlichen, ebenso verblüffenden Ergebnissen führen können. Fans von „Arkane’s Dishonoured“ wissen wahrscheinlich, welche Art des Geschichtenerzählens zu erwarten ist, wenn du nach etwas suchst, das sowohl abschreckend als auch überraschend ist, dann kannst du mit „Prey“ nichts falsch machen.

18. Doom (2016)


Magst du „knallharte Dämonen, schwere Waffen und sehr schnelle Bewegungen“? Laut dem ausführenden Produzenten Marty Stratton macht das Doom zu dem Spiel für dich. Es ist auch ein fester Bestandteil von Sci-Fi-Spielen, alias das Genre, in dem alles, was in unserer Zukunft schief gehen kann, auch schief gehen wird. (Hör zu, ernte einfach keine Energie aus der Hölle, dann wird es dir gut gehen.)

Was du bekommst, ist ein unglaublicher eingängiger, rasanter Shooter, der keine wirklich vergleichbaren Konkurrenten hat. Doom ist ein roher Power-Trip, in den jeder einsteigen und Spaß haben kann.

19. Destiny 2


Bungies nächster großer Streifzug in den Weltraum nach Halo hat seine Geschichte nie so auf die Beine gestellt, wie viele von uns gehofft hatten, aber es ist immer noch einer der fesselndsten Loot-Shooter da draußen, vor allem weil es immer etwas zu tun gibt. Inzwischen ist Destiny 2 frei spielbar und man muss nicht einmal die erste Destiny gespielt haben, um sich zurechtzufinden.

Wie so oft bei Spielen an denen Entwickler über mehrere Jahre arbeiten, ist Destiny 2 im Laufe der Jahre gewachsen und mittlerweile, vor allem wenn man sich verpflichtet hat, das komplette Paket mit DLC zu spielen, erhält man nicht nur ein gut aussehendes Spiel mit lustigen Raubzügen, sondern auch ein Kampagnenerlebnis, das der Geschichte gerecht wird.

20. Detroit: Become Human


Der Entwickler Quantic Dream verwendet sein patentiertes, leicht interaktives Gameplay in einer Geschichte über die Rebellion der Haushalts-Androiden in der nahen Zukunft. Detroit: Become Human beeindruckt durch seine immense Anzahl möglicher Ergebnisse, sowohl in Bezug auf das Ende des Spiels und die Beziehungen der Charaktere untereinander, aber auch in Bezug auf Hunderte scheinbar kleiner Entscheidungen. Es ist ein großartiges Spiel mit einer Besetzung, die dir sicher das Gefühl gibt, einen interaktiven Film zu spielen, den das Studio angestrebt hat.

21. Homeworld (2015)


Während sich nahezu alle Echtzeitstrategiespiele bis heute auf zwei Dimensionen beschränken, kannst du in Homeworld deine Flotte in alle Richtungen befehligen, mit aller Bewegungsfreiheit, die der Weltraum zur Verfügung stellt. Doch die Stärke von Homeworld liegt ebenso in der dramatischen Geschichte: Das Volk eines Wüstenplaneten, das feststellt, dass seine wahre Heimat irgendwo tief im Inneren der Galaxie verborgen liegt, baut ein Mutterschiff, welches 600.000 Kolonisten dorthin tragen soll. Auf dem gefährlichen Weg musst du eine kampfstarke Flotte aufbauen und verteidigen, doch Ressourcen sind über die gesamte Kampagne hinweg begrenzt. Es entsteht ein Gefühl, wie es der Serie Battlestar Galactica am nächsten kommt: ein Gefühl von Verwundbarkeit, weil jedes Schiff, jeder Jäger und jedes Besatzungsmitglied zählt. Homeworld kannst du heute in der 2015 veröffentlichten Remaster-Version spielen, in schärferer Grafik und inklusive der Fortsetzung Homeworld 2.

22. System Shock 2 (1999)


Was ist böse? Ist es das Vorhandensein von etwas Schlechtem, oder die Abwesenheit von etwas Gutem? In System Shock 2 stößt du auf du die teuflischste KI, die bis heute im Science-Fiction-Genre existiert: SHODAN, eine invasive, manipulative Intelligenz, deren Machthunger wohl nur noch von ihrer Verachtung allen menschlichen Lebens übertroffen wird. Du musst SHODAN auf dem Schiff Von Braun stellen, wo ein von ihr geschaffener Alien-Organismus die Crew infiziert hat. Dunkelheit und Beklemmung sind stete Begleiter in dem Raumschiff, in deren Fluren und Korridoren Mutanten hinter jeder Ecke lauern und SHODANs kalte Sensoren deine Schritte verfolgen.

23. Starcraft (1998)


Die zweite Hälfte der neunziger Jahre kann als die Blütezeit der Echtzeitstrategiespiele angesehen werden. In dieser Zeit entstanden die beliebtesten Spielereihen, darunter z.B. Dune, Command and Conquer und Warcraft. Das von Blizzard Entertainment veröffentlichte Starcraft nahm jedoch eine neue Hürde, weil sich die drei spielbaren Fraktionen zum ersten Mal nicht nur spürbar grafisch, sondern auch spielerisch stark unterschieden.

In einer epischen Geschichte fernab der Erde, untermalt mit dramatischen Filmsequenzen, kommandierst du die anpassungsfähigen Terraner, die wilden Zerg und die erhabenen Protoss. 1999 wurde das Spiel um die Erweiterung Brood War ergänzt. 2010 erschien nach langem Warten endlich Starcraft 2.

24. The Swapper (2013)


Dieses beklemmende Spiel ist Beispiel dafür, wie mit wenigen Ressourcen und viel Erfindergeist ein besonderes Spielerlebnis zustande kommen kann. The Swapper wurde im Wesentlichen von nur zwei Studenten aus Helsinki entwickelt, die für die Umgebungen des Spiels Konstrukte aus Lehm entwarfen. Deine Figur ist auf einem fremden Asteroiden mit zwei bemerkenswerten Fähigkeiten ausgestattet. Erstens kann sie steuerbare Klone von sich selbst erstellen. Zweitens kann sie aber auch ihr Bewusstsein (Seele?) in einen dieser Klone übertragen. Beim Lösen der vielen Rätsel wird so zwischen unzähligen Körpern hin- und her „geswappt“, während viele vorher bewohnte Körper zum Sterben fallen gelassen werden. Was die Frage aufwirft: Ist man am Ende des Spiels noch derselbe?

Egal wie abgedreht Science-Fiction sein mag, am Ende ist es der menschliche Kern, der uns mit den Figuren mitfiebern lässt und der dafür sorgt, dass sich eine Geschichte in uns einbrennt. Videospiele können uns Charaktere menschlich näher bringen als jeder Film.

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