Die 26 besten Krankenhaus-Serien – Ärzte retten Leben

Zu den Nebenwirkungen des Zuschauens gehört, dass du deine Couch nie mehr verlassen willst.

Popkultur.de kann ggf. eine Provision erhalten, wenn du über Links auf unserer Seite einkaufst. Mehr Infos.

Sie berühren uns, wir leiden mit, der Tod ist eine allgegenwärtige Gefahr und die Darsteller sind ganz oft unsere persönlichen Helden – die Rede ist natürlich von Krankenhausserien. Ärzte, die für das Wohl ihrer Patienten alles riskieren, darunter häufig ihre eigene Karriere, üben eine Faszination aus, die dieses Genre der Arztserie so besonders machen. Hier ist unsere Top 25 der Serien, die hauptsächlich im Krankenhaus spielen.

Platz 1 – Dr. House (2004-2012)


Doctor Gregory House, gespielt von Hugh Laurie, befindet sich bei uns auf dem ersten Platz der besten Krankenhausserien. Warum? Ganz einfach – House ist genial, in jeder Hinsicht! Durch einen Verschluss einer Arterie im Oberschenkel benötigt der auf Diagnostik spezialisierte Arzt einen Gehstock, durch die konstanten Schmerzen ist er zudem abhängig vom Schmerzmittel Vicodin. Das tut seinem Fachwissen allerdings keinen Abbruch: Am Ende ist es eben (fast) immer Dr. House, der die rätselhaften Leiden der Patienten auflöst. Und nein, es ist nicht Lupus gewesen!

House ist in allen Belangen ungewöhnlich. Seine Patienten langweilen ihn ebenso wie seine Kollegen, er bricht laufend die Regeln und ist der Meister des Sarkasmus. Wer bislang auf „Dr. House“ verzichtet hat, aus welchen Gründen auch immer, kann froh sein – dann warten nämlich 177 Episoden in acht Staffeln!

Platz 2 – Grey’s Anatomy (seit 2005)


Gedreht wurden bislang 15 Staffeln, mindestens zwei weitere sind allerdings bereits abgesegnet. Begonnen hatte alles einst mit der jungen Assistenzärztin Meredith Grey, die zusammen mit ihren Kollegen Alex Karev, Cristina Yang, „Izzie“ Stevens und George O´Malley ihre Ausbildung im Seattle Grace Hospital in der Chirurgie absolvieren. Im Mittelpunkt der Serie stehen vor allem die Beziehungen der Charaktere untereinander sowie teilweise zu ihren Vorgesetzten, aber auch die dramatischen Schicksale der Patienten sowie die persönlichen Probleme der Ärzte.

Anders als zum Beispiel in „Emergency Room“ geht es allerdings weniger um Authentizität, es ist vielmehr ein „Sex and the City“, das eben im Krankenhaus und mit Ärzten in den Hauptrollen spielt.

Platz 3 – Scrubs – Die Anfänger (2001-2010)


Kaum eine Serie spielte so sehr mit unseren Gefühlen wie „Scrubs“. Grundsätzlich ist das Leben im Sacred Heart Hospital eines voller Komik und witzigen Momenten, allen voran natürlich die sagenhaften Tagträumereien von J.D. und seinen albernen Scherze mit seinem besten Freund, dem Chirurgen Turk. Allerdings ist auch diese eigentlich lustige Serie durchsetzt von tieftraurigen Momenten – zum Beispiel wenn es um die Schwester Laverne oder den Bruder von Jordan, Ben Sullivan, geht. Am Ende jedoch überwiegt eindeutig die Heiterkeit, die „Scrubs“ verströmt. Durch J.D., der niemals ganz erwachsen wird, die schusselige Elliot, die kein Fettnäpfchen auslässt, die legendären Ansprachen von Dr. Cox, die vollkommen abwegigen (zum Teil improvisierten!) Geschichten des Hausmeisters und all die anderen Charaktere die dafür sorgen, dass man diese Serie immer wieder schauen kann!

Platz 4 – Emergency Room – Die Notaufnahme (1994-2009)


Ganze unglaubliche 331 Episoden in 15 Jahren wurden von „Emergency Room“ produziert. Dabei geht es natürlich um die Notaufnahme in einem Krankenhaus in Chicago und die dort täglich stattfindenden Dramen und Einzelschicksale. Eine Mischung aus Tragik, humorvollen Elementen, medizinischer Fachsprache und Realismus machen diese Serie so gut. Die temporeiche Kameraarbeit, gepaart mit Handlungssträngen, die mehrere Episoden überdauern sowie zum Teil gesellschaftskritischen Themen sorgten zudem dafür, dass „Emergency Room“ zum Vorbild vieler moderner Serien wurde. So gehören zum Beispiel Auslandseinsätze in Krisengebieten, etwa im Kongo oder später im Irak, ebenso zu „ER“ wie skurrile Fälle wie der eines Patienten, der sich die Ohren anspitzen wollte, um wie Spock auszusehen.

Platz 5 – The Good Doctor (seit 2017)


Shaun Murphy, ein begabter autistischer Chirurg mit außergewöhnlichem Verständnis für Medizin und Technik, wird von Freddie Highmore gespielt, der durch seine Rolle in Bates Motel bekannt wurde. Mit seiner einzigartigen Fähigkeit, Patienten aufgrund seiner Vorstellungskraft vom menschlichen Körper zu diagnostizieren, wächst Shauns Status als neuester Chirurg am San Jose St. Bonaventure. Shaun setzt sein medizinisches Fachwissen ein, um Leben zu retten und die Vorurteile über Autismus und seine zweifelnden Kollegen zu bekämpfen, während er einsam ist und keine persönlichen Beziehungen zu seinen Mitmenschen aufbauen kann.

Platz 6 – Private Practice (2007-2013)


Bei diesem Spin-off von „Grey’s Anatomy“ dreht sich das Geschehen insbesondere um Addison Montgomery, die das Krankenhaus in Seattle wegen privater und karrierebedingter Probleme verlässt, um als Teilhaberin einer privaten Praxis in Los Angeles zu praktizieren. Mit an ihrer Seite sind ihre ehemaligen Studienfreunde Naomi Bennett und ihr mittlerweile Ex-Mann Sam Bennett, die aber trotz ihrer Scheidung nicht frei von Gefühlen füreinander sind. Neben der Versorgung der Patienten steht bei „Private Practice“ vor allem das Gefühls- und Liebesleben der Figuren im Mittelpunkt. Jeder hat hier gefühlt zu irgendeinem Zeitpunkt romantische Gefühle für den anderen, Seitensprünge sind genauso gewöhnlich wie Küsse innerhalb der Belegschaft.

Platz 7 – Nurse Jackie (2009-2015)


Ganze sieben Staffeln umfasst die Lebens- und Leidensgeschichte der Krankenschwester Jackie Peyton. Gespielt wird sie von Edie Falco, die sich spätestens als Ehefrau von Mafiaboss Tony in „Die Sopranos“ in die Herzen der Serienfans gestohlen hatte. Auch in dieser Arztserie ist Falcos Performance großartig. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder, steht aber vor einem riesigen Haufen Probleme: Als Krankenschwester in der Notaufnahme eines New Yorker Krankenhauses macht sie regelmäßig extreme Überstunden, legt sich mit ihren Vorgesetzten an, ist tablettensüchtig und täuscht gleichzeitig eine Krankheit am Rücken vor und hat obendrein eine Affäre mit einem Apotheker.

Platz 8 – Atlanta Medical (Originaltitel: The Resident) (seit 2018)


Atlanta Medical gibt den Zuschauern einen Einblick in die bürokratische Welt der Medizin, gesehen durch die Augen des Personals des Chastain Park Memorial Hospital in Atlanta, Georgia. Die Serie dreht sich um den Assistenzarzt Conrad Hawkins, einen idealistischen Arzt, der an seinem ersten Tag einem knallharten Oberarzt zugeteilt wird, der ihm die Realität der inneren Abläufe des Krankenhauses offenbart. Durch seine Augen sehen wir eine Seite der Medizin, die nur selten im Fernsehen gezeigt wird, die guten und schlechten Seiten der medizinischen Ethik und des Fehlverhaltens der Ärzte.

Platz 9 – Code Black (2015-2018)


„Code Black“ ist eine vergleichsweise junge Krankenhausserie, die auch lediglich 47 Episoden umfasst. Der Hauptort des Geschehens ist ein fiktives Krankenhaus in Los Angeles, in dem der Arbeitsalltag in der Notaufnahme geschildert wird. Im Kern geht es dabei vor allem um die akute Behandlung von Notfällen, die zum Teil sehr kritisch sind und den Ärzten alles abverlangen.

Der Titel der Serie spielt übrigens auf die in Nordamerika gängigen Codes in Krankenhäusern, die verwendet werden, um die Patienten nicht zu verschrecken. Code Black bedeutet, dass die Kapazität einer Station erreicht oder bereits überschritten ist und den einzelnen Fällen somit weniger Aufmerksamkeit gewidmet werden kann.

Platz 10 – The Knick (2014-2015)


Leider, so dachten und denken viele Fans, hat „The Knick“ nur 20 Episoden in zwei Staffeln. Leider deshalb, weil die Serie einfach extrem gut gemacht ist. Beschrieben wird das Privat- und Berufsleben des John Thackery und dessen Kollegen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Arzt in einem New Yorker Krankenhaus arbeiten. Thackery, der Chefchirurg des Hospitals, versucht seine Opium- und Kokainsucht zu verbergen und gleichzeitig neue, am besten wohlhabende Patienten zu gewinnen, denn das Krankenhaus leidet unter Geldmangel. Einer seiner Kollegen, Algernon Edwards, hat als schwarzer Arzt hingegen viel mit dem Rassismus und den damit verbundenen Vorurteilen zu kämpfen. Schade, dass es nur zwei Staffeln gibt, aber so ist zumindest ein möglicher Qualitätsverlust, wie er bei so vielen späten Staffeln anderer Serien auftritt, verhindert worden.

Platz 11 – New Amsterdam (seit 2018)


Die Serie folgt dem neu ernannten medizinischen Direktor Dr. Max Goodwin (Ryan Eggold) bei seinen Versuchen, die Patienten eines veralteten und schlecht funktionierenden öffentlichen Krankenhauses wiederzubeleben und ihnen eine großartige Behandlung zukommen zu lassen.

Auch wenn die Serie keinen neuen Weg in diesem Genre beschreitet, ist es angenehm, neue Gesichter und Geschichten aus dem medizinischen Bereich zu sehen.

Platz 12 – Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis (2003-2010)


In exakt 100 Episoden über sechs Staffeln verfolgen wir die Arbeit der beiden Ärzte Christian Troy und Sean McNamara, die gemeinsam eine Praxis für Schönheitschirurgie betreiben. Die beiden Freunde sind extrem verschieden: Sean ist der bessere Arzt, verheiratet und zwei Kinder, steckt aber in einer Ehekrise. Christian hingegen ist der ewige Junggeselle, der sich von einer flüchtigen Bekanntschaft zur nächsten hangelt.

Bezeichnend für diese Krankenhausserie ist der schwarze Humor auf der einen, die Freizügigkeit bei drastischen Operationen und Sexszenen auf der anderen Seite.

Platz 13 – Call The Midwife (seit 2012)


Call The Midwife ist eine britische Fernsehserie, die in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren spielt. Das historische Drama folgt einer Gruppe von Londoner Hebammen in einer Zeit, in der sich das Leben stark verändert. Die führenden Frauen sind Mitglieder des Nonnatus House, eines Krankenpflegeordens.

Im Gegensatz zu den meisten Serien auf dieser Liste entwickelt sich diese Serie ohne Melodrama oder Übertreibung und geht stattdessen realistisch an wichtige Themen heran, während sie einen ehrlichen Blick auf die medizinischen Verfahren in der Mitte des Jahrhunderts in Bezug auf Geburt und sexuelle Gesundheit bietet.

Platz 14 – Chicago Med (seit 2015)


Chicago Med, der dritte Teil der Chicago-Franchise von Schöpfer Dick Wolf, bietet einen tiefen Einblick in das Leben der besten Ärzte und Krankenschwestern im Gaffney Chicago Medical Center. Natürlich spielt sich die meiste Action in der Notaufnahme ab und der Großteil des Dramas entsteht durch ihre komplizierten persönlichen Beziehungen.

Der faszinierendste Aspekt von Chicago Med sind die möglichen Überschneidungen mit Wolfs anderen Chicago-Serien, Chicago Fire und Chicago P.D.. Für eine Stadt ist das eine Menge Drama.

Platz 15 – Medical Center (1969-1976)

Ein echter Klassiker befindet sich auf Platz 12 unserer Liste. In unglaublichen 171 Episoden verfolgten die Zuschauer in den 1970er-Jahren das Berufsleben der Ärzte Paul Lochner und Joe Gannon. Beide arbeiten in einem Hospital in Los Angeles, in dem auch die Einzelschicksale ihrer Patienten und Patientinnen stets ausführlicher betrachtet werden. Ein zentraler Konflikt in der Serie ist der Altersunterschied: Der erfahrene Dr. Lochner gegen den moderner denkenden Gannon. Unterstützt wird das Duo durch die Krankenschwester Eve Wilcox, die ab 1972 eine Hauptrolle übernommen hat.

Platz 16 – Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft (1993-1998)


Exakt 150 Episoden umfasst die Serie, die eine Ärztin zur Hauptfigur hat: Dr. Michaela Quinn zieht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die kleine Stadt Colorado Springs, die sich im Wilden Westen befindet, um dort zu praktizieren. Dabei kämpft sie vor allem gegen das Vorurteil, als Frau keine kompetente Ärztin sein zu können. Aber auch die Intoleranz der Siedler gegenüber den dort eigentlich heimischen Cheyenneindianern ist Dr. Quinn ein Dorn im Auge.

Das besondere an dieser Arztserie ist die regelmäßige Einarbeitung von Fakten und realen Personen in die ansonsten fiktive Handlung. Dazu gehören unter anderem die Cheyenneindianer, aber auch George Armstrong Custer, der in den Indianerkriegen in der US-Armee diente.

Platz 17 – M*A*S*H (1972-1983)


Ganze elf Jahre lang begeisterte diese Arztserie das amerikanische Publikum. Im Mittelpunkt stehen der Koreakrieg und zwei Chirurgen, die in einem mobilen Lazarett in Korea die Verwundeten versorgen. Während die Serie noch sehr komisch und zum Teil slapstickartig war, gewinnt sie in den nachfolgenden Staffeln immer mehr an Ernst und Tragik. Besonders die Antikriegshaltung der beiden Hauptfiguren „Hawkeye“ und „Trapper“ bleibt konsistent und machte diese Serie so erfolgreich: Ganze 99 Emmy-Nominierungen (14 Siege) verbuchte „M.A.S.H.“ und als am 28. Februar 1983 die letzte Folge im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde, sahen 77% des Fernsehpublikums zu – eine absolute Rekordmarke!

Platz 18 – Club der roten Bänder (2015-2017)


Der „Club der roten Bänder“ ist nicht nur die einzige Krankenhausserie auf dieser Liste, die in Deutschland produziert wurde, sondern sich aus als einzige ausschließlich mit den Patienten und nicht mit den Ärzten beschäftigt. Das sind in der ersten Staffel die Jugendlichen Leo, Hugo, Jonas, Alex, Emma und Toni, die den namensgebenden Club gründen. Die sechs sind aus unterschiedlichen Gründen in Behandlung: Emma beispielsweise leidet unter Magersucht, während Alex aus einem zunächst nicht bekannten Grund Herzprobleme hat und Hugo sogar im Koma liegt.

Die Serie erhielt in Deutschland nahezu durchweg positive Resonanz. Gelobt wurde vor allem die leichte Art, mit der der teils schwer zu verkraftende Stoff erzählt wird.

Platz 19 – Doogie Howser, M.D. (1989-1993)


Neil Patrick Harris, der später als Barney Stinson in „How I Met Your Mother“ weltberühmt wurde, spielt hier den 16 Jahre alten Arzt Douglas Howser. Der ist ein absolutes Wunderkind und beendete dank eines fotografischen Gedächtnisses bereits im Alter von neun Jahren die Highschool. Die großen Themen der Serie sind also quasi vorprogrammiert: Doogie wird durch die anderen Ärzte und auch seine Patienten nur selten ernst genommen, muss trotz seiner geistigen Reife mit den typischen Problemen in der Pubertät klarkommen und schließlich auch noch erwachsen werden.

Platz 20 – Chefarzt Dr. Westphall (1982-1988)


Es geht nochmal zurück in die 80er-Jahre. Im Original heißt diese Arztserie „St. Elsewhere“ und klar, im Mittelpunkt steht natürlich Dr. Donald Westphall, der im St-Eligius-Krankenhaus in Boston die Verantwortung als Chefarzt trägt. Anders als in vielen anderen Krankenhausserien ist „Chefarzt Dr. Westphall“ durchzogen von komischen Momenten und einer Reihe von Auftritten durch Gaststars, darunter zum Beispiel Ray Charles oder Michael Dukakis. Wer sich übrigens alle 137 Episoden ansieht, wird am Ende ein absolut nicht vorhersehbares Ende erleben!

Platz 21 – Royal Pains (2009–2016)

Platz 22 – Saving Hope (2012–2017)

Platz 23 – Hart of Dixie (2011–2015)

Platz 24 – Emily Owens, M.D (2012–2013)

Platz 25 – Night Shift (2014–2017)

Platz 26 – Body of Proof (2011–2013)

Das waren sie, unsere besten 26 Krankenhausserien! Angefangen mit „Dr. House“ landeten wir über den „Club der roten Bänder“ und „Scrubs“ schließlich bei der Nummer 26: „Body of Proof“!