Die Einöde: Handlung und das Ende erklärt

Was passiert in dem Netflix-Film „Die Einöde“? Hier findest du eine Zusammenfassung der Handlung, die dir alle offenen Fragen zum Ende des Films beantwortet.

Spoiler-Warnung: Dieser Artikel enthält wesentliche Handlungselemente.

„Die Einöde“ ist ein spanischsprachiges Horror-Drama. Der Netflix-Film handelt von einem schüchternen kleinen Jungen namens Diego, der allein mit seiner Mutter mitten im Nirgendwo lebt. Diego muss seine Ängste überwinden, um seine Mutter und sich selbst vor einem gefährlichen Wesen zu schützen, das außerhalb ihres Hauses lauert.

Der Film lässt die Grenzen zwischen übernatürlichen und psychologischen Thriller-Aspekten verschwimmen. Am Ende teilt der Zuschauer Diegos Paranoia und steht vor einem Rätsel. Wenn dich das Finale des Films verwirrt hat, findest du hier die Antworten!

Zusammenfassung der Handlung von „Die Einöde“:

EL PÁRAMO (L - R) INMA CUESTA als LUCÍA, ASIER FLORES als DIEGO in EL PÁRAMO. Cr. LANDER LARRAÑAGA/NETFLIX © 2021.
(c) LANDER LARRAÑAGA/NETFLIX
Der Film spielt im Spanien des 19. Jahrhunderts, wo Familien vor der Gewalt und dem Chaos des Krieges auf abgelegene Felder fliehen. Diego lebt bei seiner Mutter Lucia (die meinst Mama genannt wird) und seinem Vater Salvador. Die Unschuld des schüchternen Jungen wird von seiner Mutter beschützt, während Salvador versucht ihn zu einem selbstbewussten jungen Erwachsenen zu formen.

Von seinem Vater erfährt Diego von der Bestie und ihren Taten. Salvador erzählt Diego, dass seine Schwester Juana eine Kreatur gesehen hat, die sich von den Ängsten und der Traurigkeit der Menschen ernährt. Juana starb nicht lange nachdem sie die Bestie gesehen hatte.

Salvador sieht eines Tages einen verletzten Mann in einem Bach. Salvador hilft dem Mann, aber er greift Diego und Mama an. Salvador schießt mit einer Schrotflinte auf ihn.

Salvador beschließt die Leiche zu seiner Familie zu bringen. Er reist aus dem geschützten Gebiet hinaus in das Kriegsgebiet, um die Familie des Mannes zu suchen. Die Tage werden zu Monaten und von Salvador fehlt jede Spur. Mama beginnt, den Glauben an die Rückkehr ihres Mannes zu verlieren, und wird deshalb depressiv. Diego tut alles, was er kann, um Mama aufzumuntern, aber es gelingt ihm nicht.

Nach und nach sieht Mama eine dunkle Kreatur, die Salvadors Bestie ähnelt. Die Bestie taucht am Horizont auf, aber mit der Zeit nähert sie sich dem Haus, wie Salvador es vorausgesagt hat. Mama unternimmt mehrere erfolglose Versuche, die Bestie zu töten, bevor sie aufgibt. Als die Bestie vor der Haustür steht, stößt Mama Diego hinaus, weil sie behauptet, die Bestie habe nur Interesse an ihr. Am Ende muss Diego sich seinen Ängsten stellen und etwas unternehmen, um seine Mutter zu retten.

Das Ende von „Die Einöde“: Überlebt Mama?

LA BESTIA (L nach R) ASIER FLORES als DIEGO, INMA CUESTA als LUCÍA in LA BESTIA. Cr. LANDER LARRAÑAGA/NETFLIX © 2021.
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Um nicht von der Bestie verschlungen zu werden, wirft Mama Diego aus dem Haus. Diego hingegen zertrümmert die Tür mit einer Axt und versucht, seine Mutter zu retten. Als Diego das Haus betritt, blutet Mama stark. Als die Bestie sich Mama nähert, schreit Diego sie an. Diego hat endlich seine Angst vor der Bestie überwunden. Er schießt auf die Bestie mit der letzten Kugel, die er noch hat und verschafft sich so genug Zeit, um Mama aus dem Haus zu bringen. Dann zündet Diego das Haus an, wodurch die Bestie scheinbar getötet wird.

Diego bringt seine Mutter aus dem Haus. Ihre Wunden sind so schwer, dass sie stirbt. Mama sagt Diego noch dass er mit seinem Leben weitermachen soll.

In der Ferne kann Diego die Bestie sehen, was darauf hindeutet, dass das schreckliche Monster noch am Leben ist. Diego hat jedoch seine Ängste überwunden und somit ist die Bestie nicht mehr in der Lage, sich von dem Jungen zu ernähren, der allein ins Freie geht, was den Film zu einem krönenden Abschluss bringt.

Gibt es wirklich eine Bestie? Oder sind Diego und Mama psychisch krank?

LA BESTIA (L nach R) ASIER FLORES als DIEGO in LA BESTIA. Cr. LANDER LARRAÑAGA/NETFLIX © 2021.
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Juana, die von ihren Eltern mit Gewalt drangsaliert wurde, schuf die Mythologie der Bestie. Es ist wahrscheinlich, dass die Misshandlungen Juanas geistige Gesundheit beeinträchtigten und sie aufgrund ihrer Angst und Verzweiflung über ihren Zustand begann, Halluzinationen über die Anwesenheit der Bestie zu haben.

Juana ist außerdem die Einzige, die die Bestie sehen konnte, und sie starb, nachdem sie aus einem Fenster gestürzt war. Am Ende scheint es so, als hätte Juana beschlossen, ihr Leben zu ihren eigenen Bedingungen zu beenden.

Da die Fähigkeiten der Bestie psychologische Auswirkungen haben, ist es möglich, dass das Monster eine Projektion des eigenen Unterbewusstseins ist und daher nicht echt ist.

Nachdem Salvador nicht nach Hause zurückkehrt, zieht Mama den Schluss, dass er gestorben ist. In der Ungewissheit des Krieges und der Trauer über den Verlust ihres Mannes leidet Mama wahrscheinlich an einer psychischen Störung, die auf ihre Erfahrungen zurückzuführen ist. Im Laufe des Films zeigt sie Anzeichen von Depressionen und gegen Ende des Films wird sie selbstmordgefährdet. Sie versucht sich zu erhängen, aber Diego rettet ihr das Leben. Als Diego Mama im Haus entdeckt, hat sie sich schreckliche Wunden zugezogen. Wir nehmen also an, dass Mama von ihrem eigenen Wahnsinn in den Selbstmord getrieben wird.

Auch Diego ist ein Kleinkind, das nur selten mit Menschen zu tun hat. Seine einzigen Freunde sind Kaninchen, die er essen muss, um zu überleben. Die Erzählungen seines Vaters über die Bestie und die zunehmende Unruhe seiner Mutter könnten den kleinen Jungen beeinflusst haben.

Schließlich scheint die Bestie am Leben zu sein, obwohl sie verbrannt ist. Die Vogelscheuche und die geschnitzten Figuren im Haus ähneln dem Aussehen der Bestie. In Anbetracht von Mamas und Diegos prekärem Geisteszustand ist es möglich, dass sie davon überzeugt waren, dass diese Dinge die Bestie sind. Die Bestie ist also eine Metapher für Mamas und Diegos geistigen Zustand.

4 Gedanken zu „Die Einöde: Handlung und das Ende erklärt“

  1. Das der Mann, den sie im Fluss finden, die Mutter und den Sohn angreift, wäre möglich. Es ist aber genauso gut möglich, dass er das Gewehr gegen sich selber gerichtet hat. Diese Form der Doppeldeutigkeiten durchzieht ja den ganzen Film. Ziemlich offensichtlich handelt es sich bei dem Wesen um eine Form der Depression.

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  2. Für mich ist es ein pyschothriller wo man mir seinen eigenen Ängste konfrontiert wird und nicht wirklich weißt ob die Gefahr von der Mutter ist, denn erst nach dem der Vater weg ist ändert sie sich. Und niemand weiß wo die Gefahr wirklich ist, es ist ein Film wo man danach nur diskutieren kann….

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  3. Es ist in den 3 Kommentaren soweit alles gesagt worden was man über die Handlung denken kann, es ist ein Triller einer anderen Art, typisch für das spanischen Genre: Mystery Film, nicht nur die letzten paar Jahre. Diese Art von Mystery Film weicht von dem ab, was wir von amerikanischem Kino gewohnt sind. Es ist für den Zuschauer einfacher wenn ein Film mit sehr wenigen oder gar keinen Unklarheiten und Fragezeichen endet, weil man dann bei sich selber nicht nach Antworten suchen muss wenn man den Film verstehen möchte. Das macht den Zuschauer oft unzufrieden und gibt ihm das Gefühl, dass seine Erwartungen nicht erfüllt worden sind. Es ist soweit OK, wenn die vielfallt der unterschiedlichen Arten der Handlungen der Filme uns erhalten bleibt und jeder Zuschauer kann sich aussuchen welcher Handlung des Films ihm besser gefällt und sich als nächstes wieder ein Film anschauen der mit sehr wenigen bzw. ohne Fragezeichen endet.

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