Blasted: Kritik und Handlung zum Netflix-Film

Kritik an der norwegischen Sci-Fi-Komödie „Blasted“, die auf Netflix zu finden ist.

Die norwegische Komödie „Blasted“ führt uns zurück in die nordische Netflix-Region. Der Film ist eine seltsame Mischung aus verschiedenen Genres, was aber nichts Ungewöhnliches fürs skandinavische Kino ist, in dem oft ausgefallene Plots Erfolg haben. „Blasted“ stellt eine Kombination aus vielen verschiedenen Mustern dar, von der der Algorithmus vorhersagt, dass sie bei der Zielgruppe gut ankommen wird. Auf dem Papier ist „Blasted“ eine „kleinere“ Alternative zu den riesigen Science-Fiction-Blockbustern, die die Kinos dominieren, sowohl was die Idee als auch was die Kosten angeht (man denke nur an die derzeitige Dominanz des neuen Kapitels des berühmten Jurassic-Franchise).

Handlung der Science-Fiction-Komödie „Blasted“:

Blasted
(c) Julianne Leikanger / Netflix
In „Blasted“ es um eine außerirdische Invasion auf norwegischem Boden. Die Aliens crashen einen Junggesellenabschied. Aber die Aliens scheren sich bekanntlich nicht um Höflichkeit und beginnen, Panik zu säen, angefangen mit einer Eröffnungssequenz, die an Horror-Found-Footage erinnert. Unter den Anwesenden, die von der Ankunft der Außerirdischen schockiert sind, befinden sich zwei alte Freunde, die sich im Laufe der Jahre auseinander gelebt haben. Ihre gemeinsame Liebe zum Lasertag aus ihrer Jugendzeit hat das Potenzial, ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Und das Spiel gibt ihnen das Training, das sie brauchen, um die Aliens zu besiegen.

Kritik zu „Blasted“:

Blasted. (L to R) Fredrik Skogsrud as Mikkel, Axel Bøyum as Sebastian in Blasted. Cr. Julianne Leikanger/Netflix © 2022.
(c) Julianne Leikanger/Netflix
Der Film steht stellvertretend für eine wachsende Bewegung im nordischen und norwegischen Kino, in der traditionelle Themen wie Männerfreundschaft im Rahmen der erfolgreichsten Filmgenres Hollywoods neu interpretiert werden. Lasertag ist ein humorvolles Element, das manchmal übersehen wird, aber nützlich sein kann, wenn es darum geht, die Freundschaft zwischen zwei männlichen Kumpels darzustellen (man denke an „How I Met Your Mother“, wo ähnliche Spiele die große Obsession des selbsternannten Alphamännchens Barney Stinson waren).

Abgesehen von den sympathischen Schauspielern und der bemerkenswerten Qualität der Spezialeffekte riecht das Ganze hier nach Schema-F, ohne wirklich Originell zu werden. Das ist ähnlich wie beim dritten Börning-Film, der den aufrichtigen Geist seiner Vorgänger verließ und sich als durchkalkuliertes Netflix-Werk präsentierte. Selbst der unvermeidliche Abspann, der das Verhalten von Franchises – und Möchtegern-Franchises – in der heutigen Kinolandschaft an den Pranger stellen möchte, zeigt eine Schwerfälligkeit, die die Wirkung einer vielversprechenden, aber gescheiterten Handlung widerspiegelt. Alles ist oberflächlich, algorithmusgesteuert und zunehmend anonym. Ein weiterer Film in der Netflix-Bibliothek, der in der Bedeutungslosigkeit versinken wird.

Fazit:

Nach der Besprechung von „Blasted“ kommen wir zu dem Schluss, dass Netflix‘ Algorithmus einmal mehr das Potenzial eines möglichen herausragenden norwegischen Films stark verwässert hat.

Blasted
Bewertung des Redakteurs:
2

Trailer zu „Blasted“:

1 Gedanke zu „Blasted: Kritik und Handlung zum Netflix-Film“

  1. Der Film ist ja mehr als ein schlechter Witz.
    Außer wirklich viele Glied-bezogene Begriffe wurde da nicht viel Kontent abgeliefert.
    Ab 12 Jahren freigeben und es geht sehr oft um Ausdrücke wo man zumindest als halbwegs normaler Elternteil diesen Film nicht mit seinen Kindern anschaut …
    Klar verstehen die mit 12 alles aber nötig das dies so ausgedrückt wird und vor allem so häufig ist es wohl nicht.

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