Basiert die Netflix-Serie „Hochwasser“ auf einer wahren Geschichte?

Sowohl die Zeit als auch die Natur sind bei Naturkatastrophen nicht auf unserer Seite. „Hochwasser“ ist ein sechsteiliges Katastrophendrama auf Netflix über eine polnische Gemeinde, die durch eine Flut verwüstet wird.

Im Jahr 1997 stehen Wissenschaftler und lokale Regierungsbeamte in Breslau vor einer Entscheidung über Leben und Tod, als sich eine zerstörerische Flutwelle der Stadt nähert.

Der Beamte Jakub Marczak (Tomasz Schuchardt) und Jamina Tremer (Agnieszka Zulewska), eine Hydrologin, gehören zu den Menschen der Stadt, die verhindern wollen, dass Breslau vollständig zerstört wird. Obwohl Jamina zur Hilfe gerufen wird, werden ihre Warnungen zunächst nicht beachtet.

Du fragst dich vielleicht, ob „Hochwasser“ auch auf wahren Begebenheiten beruht. Dann bist du hier genau richtig!

Basiert „Hochwasser“ auf einer wahren Geschichte?

Hochwasser Netflix
(c) Netflix
Die schrecklichen Ereignisse vor und nach der historischen Jahrtausendflut, die 1997 Gebiete in Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland verwüstete, dienen als „Inspiration“ für die polnische Netflix-Serie. Die verheerende Flut war darüber hinaus auch in den Nachbarländern Slowakei und Österreich zu spüren.

Fast 40 Prozent von Breslau standen unter Wasser und an manchen Stellen fielen sogar bis zu 500 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Der heftige Regenguss kann auf das Zusammentreffen zweier Luftmassen zurückgeführt werden. In Norditalien bildete sich ein Tiefdruckgebiet, das durch den Zustrom kalter Luftmassen aus Westeuropa entstand. Als sich das kühle Wetter nach Südosten bewegte, traf es auf die heiße Luft aus dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.

Die Niederschlagssummen waren so hoch, dass „Rückhaltebecken, Flüsse und Böden“ überschwemmt wurden. Kędzierzyn-Koźle, Ratibor, Neisse und Glatz waren die am stärksten betroffenen polnischen Städte außerhalb von Breslau.

In der Netflix-Serie wird gezeigt, dass erhebliche Opfer erbracht werden mussten, um Breslau vor einer kompletten katastrophalen Verwüstung zu retten. Das führte zu der schwierigen Entscheidung, die Dämme in den nahe gelegenen Dörfern wie Janowice, Jeszkowice und anderen zu sprengen.

Die Dorfbewohner waren entsetzt über diese Entscheidung und wurden aktiv. Die Einwohner von Łany protestierten erfolgreich und hinderten die Armee und die Polizei daran, die Dämme zu sprengen. Breslau wurde dadurch in große Gefahr gebracht und die Bürger gerieten in Panik.

Bis zu 124 Menschen kamen bei der Flut im Juli 1997 in Polen ums Leben. Außerdem wurden 7.000 Menschen obdachlos, das Hab und Gut von 40.000 Menschen wurde zerstört. Über 680.000 Häuser wurden entweder ganz oder teilweise zerstört. Die Überschwemmungen waren für die Tschechische Republik und Polen verheerend und verursachten Schäden in Höhe von schätzungsweise 3,8 Milliarden Euro.

Deutschland hat hingegen mehr oder weniger „Glück“ gehabt. Hierzulande entstand ein vergleichbar geringer Schaden von 330 Millionen Euro. Traurigerweise kamen in allen drei Ländern 144 Menschen durch die schreckliche Katastrophe ums Leben, davon allein 56 in Breslau.

Die Netflix-Serie ist mehr als nur eine Nachstellung des Ereignisses und seiner Todesopfer; die Serie vermittelt eine starke Botschaft über die Notwendigkeit, das Umweltproblem unserer Zeit anzugehen. „Hochwasser“ beschreibt die Überschwemmung und ihre Folgen im Jahr 1997 größtenteils auf der Grundlage von Tatsachen, enthält aber auch zahlreiche fiktive Aspekte und Charaktere in der Handlung.

Trailer zu „Hochwasser“:

1 Gedanke zu „Basiert die Netflix-Serie „Hochwasser“ auf einer wahren Geschichte?“

  1. wäre es nicht drehbuch technisch möglich gewesen, dass Lacy die Hündin am Schluss wieder aufgetaucht wäre? das hat mir eigentlich die Serie am Schluss noch vermiest

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