Frauenliteratur: Die 60 besten Romane über starke Frauen

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Die Emanzipation der Frau ist in aller Munde. Während die Begriffe „Gender“, „Feminismus“ und „Me Too“ in der Gesellschaft mittlerweile aber auch häufig einen bitteren Beigeschmack haben, bringen viele Frauen hervorragende literarische Werke zu Papier. Aus geschichtlicher Perspektive ist es nicht selbstverständlich, dass heute bei uns jede Frau als Autorin tätig werden kann. Dabei stehen sie den Herren der Schöpfung in literarischer Hinsicht aber in nichts nach und schreiben Geschichten, die das Leben schreibt, die das Herz bewegen und die das eigne Bild von wahrer Stärke prägen. Ob zum Klassiker gewordene Befreiungsgeschichte oder moderne Biographie: Die folgenden 60 Titel stellen eine Auswahl der besten Romane von starken Frauen über starke Frauen dar, die jeder und vor allem jede einmal gelesen haben sollte.

Inhaltsverzeichnis

1. Erblühende Weiblichkeit: „Wüstenblume“ von Waris Dirie

Wüstenblume
  • Dirie, Waris (Autor)
Die Autorin schildert mit zu Tränen rührender Tiefe die Geschichte eines afrikanischen Nomadenmädchens, das in seiner Heimat durch die Hölle gehen musste – eine wahre Geschichte – ihre Geschichte. Im Alter von 13 Jahren wird sie beschnitten, wenige Jahre später droht ihr die Zwangsverheiratung mit einem viel älteren Mann. Trotz aller Widrigkeiten beschließt sie zu fliehen und gelangt schließlich nach London, wo ihr steiler Aufstieg zum Topmodell beginnt. Sie überwindet alle Hürden die ihr die Bürokratie, die Gesellschaft und ihre Vergangenheit in den Weg legen und tritt den Kampf für die Rechte der Frau, allem voran der afrikanischen Frau an. Waris Dirie wird zum Sinnbild für weibliches Selbstbewusstsein und Selbstverwirklichung.

2. Ein Klassiker neu interpretiert: „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee als Graphic Novel

Der Grapic Novel ist gerade in aller Munde. Jetzt hat er auch einen Klassiker in den Blick gefasst, den Harper Lee in den 1960ern verfasste. Der Roman umkreist einen Mordprozess, in dem ein dunkelhäutiger Mann einer Vergewaltigung angeklagt wird. Aus Sicht der Tochter des Pflichtanwaltes entwirft Harper Lee eine emotionale aber ebenso wahrheitsgetreue Geschichte, in der der Rassismus der 60er Jahre in Amerika Hauptakteur ist. Das durch die aufgeklärte Erziehung des Vaters geprägte Weltbild der Anwaltstochter Scout führt dich durch die Verstrickungen des Prozesses und zeigt auf, wie der Druck der Gesellschaft auf jenen lastet, die sich auf die Seite der Diskriminierten schlagen. Emotionen, die dem Betrachter/ der Betrachterin des Graphic Novels geradezu ins Gesicht springen.

3. Literarisches Tauziehen: „Die Hochhausspringerin“ von Julia von Lucadous

Die Hochhausspringerin: Roman
  • Lucadou, Julia von (Autor)
In ihrem Debüt-Roman zeichnet Lucadous das Bild einer von der Leistungsgesellschaft erschlagenen Hochhausspringerin, die ihre Tätigkeit nach etlichen erfolgreichen Jahren niederlegen möchte. Dieser „Dienstverweigerung“ steht als unsichtbare Beobachterin die Psychologin Hitomi gegenüber, auf die seitens der Sponsoren und wirtschaftlichen Triebkräfte Druck ausgeübt wird, damit sie den erfolgreichen Star zur Rückkehr zu ihrer Disziplin anspornt. Der Sprung vom Wolkenkratzer wird in diesem Roman zum Symbol für das „auf die Spitze treiben“ der Instrumentalisierung des Menschen für ökonomische Zwecke und führt strategisch das Scheitern der Menschlichkeit in einer solchen Gesellschaft vor. Eine Story, die man gar nicht mehr aus der Hand geben möchte, die sich aber auch das Gedächtnis lange nicht entreißen lässt. Eine Story zum Nachdenken.

4. (K)ein Kitschroman: „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes

Was nach außen hin nach einer Liebestragödie aussieht, ist in Wirklichkeit die Geschichte von immenser mentaler Stärke, bedingungsloser Aufopferung und Liebe. Moyes erzählt die Geschichte der jungen, lebensfrohen Louisa Clark, die nach dem Verlust ihrer Anstellung in einem Café einen Job als Pflegerin im Dienst eines launischen, querschnittgelähmten Mannes übernimmt. Der ehemals sportlich aktive Will ist nach einem Unfall an den Rollstuhl gebunden und dadurch in eine Depression gerutscht, die eine Herausforderung an die lebensbejahende Lou stellt. Als sie erfährt, dass Will beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen, kann sie ihn überreden ihr eine Frist von sechs Monaten zu gewähren, in denen sie ihn davon überzeugen kann, dass sein Dasein trotz seiner körperlichen Einschränkungen lebenswert ist. Was als Zwischenjob begann, ist für Lou längst zu einer tiefen emotionalen Verbundenheit erwachsen und so werden die kommenden sechs Monaten nicht nur zum Kampf um Wills, sondern auch um ihr eigenes Leben, das sich Lou nicht mehr ohne Will vorstellen kann und will.

5. Mehr als Memoiren: „Becoming“ von Michele Obama

BECOMING: Meine Geschichte
  • Goldmann Verlag
  • BECOMING: Meine Geschichte
  • ABIS-BUCH
In den Kreisen bekannter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist es keine Seltenheit, sich mit einer Biographie oder Autobiographie ein Denkmal zu setzen. Eine Seltenheit ist jedoch, dass derartige Memoiren nicht in Selbstinszinierung oder mühsame Berichterstattung ausufern. Genau das ist Michelle Obama in ihrem Werk „Becoming“ gelungen. Ihr Buch ist gespickt mit Aphorismen, die Frauen auf der ganzen Welt zur Übernahme der Initiative in ihrem eigenen Leben auffordern und motivieren. Zugleich ist es die mitreißende Schilderung einer Gratwanderung zwischen unterstützender Gattin eines Mannes, der im Zentrum des weltweiten politischen Interesses steht, und selbstbestimmter, eigenständiger Power-Frau. Michele Obama schildert ihre eigene Geschichte so, dass sich jede Frau darin finden kann oder davon angesprochen fühlt.

6. Der Kampf einer Mutter: „Noch einmal meine Mutter sehen“ von Zana Muhsen

Zana ist fünfzehn Jahre alt, als sie das erste Mal in den Jemen reist, um die Wurzeln ihrer Familie kennenzulernen. Dort muss sie erfahren, dass die Reise lediglich ein Vorwand ihres Vaters war, um die Töchter in das Land zu verschleppen, wo ihnen die Zwangsverheiratung bevorsteht. Für das junge Mädchen beginnt im fremden Land unter fremden Menschen, umgeben von einer fremden Sprache und Kultur, ein Leben in Unterdrückung, dessen einziger Lichtblick die Geburt ihres Sohnes und die Bemühungen ihrer Mutter in der Heimat, sie nach Hause zu holen, sind. Als dieser Kampf nach acht Jahren glückt, muss die junge Zana ihren Sohn und ihre Schwester im Jemen zurücklassen und erneut beginnt ein Kampf gegen das jemenitische Patriarchat. Zana Muhsen packt diesen, ihren, Kampf in Worte, die betroffen machen und die den Leser/ die Leserin die Ungerechtigkeit fühlen lassen, als beträfe sie das eigene Leben.

7. Der Wert der Familie: „Little women“ von Louisa May Alcott

Im 1869 verfassten und 2019 durch seine Verfilmung wiederentdeckten Roman führt die Autorin den Leser/ die Leserin in das Familienleben der Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy, ihrer Mutter und ihres Vaters ein. Während sich der Vater im Krieg befindet, entwickeln sich die jungen Mädchen langsam zu einzigartigen Frauen mit individuellem Charakter, Lebenszielen und Wünschen. Louisa May Alcott zeichnet dabei die eindrücklichen Bilder einer nach finanzieller und persönlicher Unabhängigkeit strebenden Jo, einer sich den Künsten verschreibenden Amy, einer altruistischen Beth, die einer Scharlacherkrankung erliegt und einer fast schon konservativen Meg, die bald heiratet und das Haus verlässt. Ein besonderer Fokus des Buches liegt auf Jos Streben nach Autonomie, das sie auch in der Tätigkeit als Schriftstellerin auszuleben versucht. Ihr Freiheitsdrang steht ihr aber in Liebesangelegenheiten im Weg, sodass sie durch zu langes Zögern ihren Geliebten an die eigene Schwester, Amy, verliert. Ein Buch über starke Familienbande und Selbstfindung, das die Frage nach den eigenen Prioritäten im Leben in den Raum stellt.

8. Der Klassiker: „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

In der Gesellschaft Englands im 19. Jahrhundert ist der Wert der Frau durch ihren finanziellen Hintergrund festgelegt, was Jane Austen anhand der Töchter der Familie Bennet vorführt. Die geringe Mitgift, die die Eltern ihren Kindern mitgeben können, führt dazu, dass Jane die Hochzeit ihrer großen Liebe verwehrt bleibt, der sich der Konvention und seinem Stand gemäß zu vermählen hat. Nach zahlreichen Verstrickungen und Missverständnissen sieht sich Jane schließlich mit dem ungeklärten Verschwinden Bingleys konfrontiert. Es kommt zu einem Wiedersehen und einer Klärung der Umstände, die komplizierten Beziehungen von Janes Schwester Elizabeth und deren Freundin Charlotte aber, haben ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Was auf den ersten Blick als oberflächliche Liebesgeschichte erscheint erweist sich im Laufe der Lektüre immer mehr als Kritik der Kategorisierung des Menschen nach seinem finanziellen Hintergrund. Die zugrundeliegende Romantik ist aber dennoch permanent spürbar und bereichert das gesellschaftskritische Werk.

9. Courage kennt kein Mindestalter: „Ich bin Malala“ von Malala Yousafzai

Malala schildert in diesem Werk ihren Kampf um das Recht auf Bildung. Ihre Wissbegier, ihr Autonomiestreben und das Eintreten für das, was ihr nach den Menschenrechtskonventionen zusteht, musste die 15-jährige fast mit dem Tod bezahlen, doch wie durch ein Wunder überlebte sie den Kopfschuss aus nächster Nähe. Entschlossener denn je führt die Pakistanerin seit diesem Vorfall ihren Kampf gegen die Pakistani, für die Rechte von Kindern auf der ganzen Welt, gegen die Unterdrückung jener, die sich nicht gegen die übermächtige Front zur Wehr setzen können fort. Das ist ihre Geschichte.

10. Ein Stück Weltliteratur: Das Tagebuch der Anne Frank

Tagebuch
  • Verpackungsgewicht: 337.0 Gramm
  • Verpackungsabmessungen (L x B x H): 125.0 x 28.0 x 190.0 mm
  • Herkunftsland:- Deutschland
Es sind unbeschreibliche Szenarien, die die 13-jährige Anne Frank in der Zeitspanne vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 in einem kleinen Notizbuch festhält. Das Nazi-Regime gewinnt zunehmend an Macht und die jüdische Familie gerät ins Visier der Gestapo, die rigorose Juden-Verfolgung betreibt. Anne kann nicht ahnen, dass die persönlichen Worte, die sie in einer Zeit der Ungewissheit zuerst in ihrem Versteck in der Wohnung am Merwedeplein, dann im Hinterhaus des Gebäudes Prinsengracht 263 (heutiges Anne-Frank-Haus) in Amsterdam niederschreibt, viel später rund um die Welt gehen werden. Die emotionale Schilderung aus Sicht des Kindes endet mit der Verhaftung der Familie am 1. August 1944. Und dann herrscht Stille.

11. Ein Leben in der Kunst: „Frida“ von Maren Gottschalk

Frida: Roman
  • Gottschalk, Maren (Autor)
Während ihr Name weltweit mit dem Bild einer starken, exzentrischen Künstlerin verbunden ist, kennen nur wenige die unglaubliche Geschichte und den ermüdenden Leidensweg, die den Charakter wie die Kunst Frida Kahlos derart prägten und einzigartig machten. In diesem Roman bringt Maren Gottschalk die Hintergründe an die Oberfläche, ohne eine trockene Biographie zu schaffen. Das Buch präsentiert den schillernden Auftritt Fridas in New York nach ihrer gescheiterten Ehe, ihren Umzug nach Paris und schließlich ihre Rückkehr nach Mexiko. Es zeichnet die spektakuläre, von Erfolgen und Tiefschlägen geprägten Lebenswege der Künstlerin mit emotionaler Nähe nach und macht Lust, sich eingehender mit dieser faszinierende Frau und ihrer ausdrucksstarken Kunst auseinanderzusetzen.

12. Auge um Auge, Zahn um Zahn: „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins

Im ersten Buch der Trilogie entführt Suzanne Collins ihre Leser/innen in eine utopische Welt, in der Kriege und Katastrophen die Landschaft zerstört haben und das Land in Tribute aufgeteilt wurde. Diese Teilgebiete entsenden jährlich ein Mitglied, das zur Teilnahme an den Hungerspielen, einem Kampf um Leben und Tod, gezwungen wird. Die gesamte Bevölkerung wird zum Publikum der grausamen Geschehnisse in der als natürlich dargestellten Kampfarena, in der sich die „Tribute“ gegenüberstehen. Nur eine/r wird das Schlachtfeld lebend verlassen und so müssen die Tribute ihre Moral und Ethik zurücklassen und zu Eigenkämpfern werden, zu ruchlosen, opportunistischen, strategischen Mördern, um sich selbst zu retten. In diese Welt begleitet der Romanleser/ die Romanleserin Katniss, ein sechzehnjähriges Mädchen aus Distrikt 12. Gefangen zwischen Überlebenswille und Menschlichkeit bahnt sie sich ihren Weg durch die Wildnis verfallener gesellschaftlicher Werte. Ein Buch, nicht nur für Jugendliche, das Gesellschafts- und Regierungskritik auf ein neues Level bringt

13. Die treibende Kraft im Hintergrund: „Helene Schweitzer Bresslau – ein Leben für Lambarene“ von Verena Mühlstein

Helene Schweitzer Bresslau
  • Mühlstein, Verena (Autor)
Der Name Albert Schweitzer ist weltweit mit herausragenden medizinischen und sozialen Leistungen konnotiert. In der Biographie Helene Schweitzer Bresslaus geht Verena Mühlstein detailliert auf die Frau im Hintergrund des wirkungsmächtigen Mannes ein und nimmt damit eine Perspektive ein, die der Öffentlichkeit bislang eher fremd war. Die Courage, die Initiative und die Selbstbestimmtheit dieser Frau werden offensichtlich gemacht, zugleich zeigen sich aber auch bislang verborgene Schattenseiten im Leben des Ehepaars und die Last die auf den Schultern der engagierten Krankenschwester lagen. Der in die Publikation einfließende Schriftverkehr zwischen Albert und Helene Schweitzer, der von der Tochter Rhena herausgegeben und kommentiert wurde, lässt den Leser/die Leserin an der familiären Beziehung teilhaben und zeigt Helenes Dasein, als aufopfernde Gattin, liebende Mutter, starke Frau.

14. Ein Mythos neu beleuchtet: „Die Katzenjahre der Florence Nightingale“ von Christine Meiering

Was treibt einen Menschen an, sein Leben dem Wohl der Allgemeinheit zu widmen? Christine Meiering nimmt in ihrem Werk eine neue Perspektive auf die Pionierin der Krankenpflege ein und schildert empathisch den Weg eines Mädchens, das sich nicht mit den Werten der Adelsgesellschaft in der es aufwächst, identifizieren kann. Der Mentalität der Oberschicht zum Trotz, die Florences Einsatz im Krankenhaus als Skandal ansieht, folgt die junge Frau der Eingebung Gottes und setzt damit unzählige familiäre Auseinandersetzungen in Gang. Ein emotionaler Roman über eine selbstbestimmte junge Frau, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt und nicht nur damit sondern auch aufgrund ihres ausgeprägten Altruismus als Vorbild für alle Frauen fungieren sollte.

15. (K)ein Modepüppchen: „Der Teufel trägt Prada“ von Lauren Weisberger

Auch dieses bereits verfilmte Werk ist längst in die Reihen der Klassiker der Frauenliteratur einzuordnen, denn, wer kennt sie nicht: Miranda Prisley, die herrische, dominante Chefredakteurin, die alles verkörpert, was das Mode-Business zu einer unvergleichlich harten Branche macht, die ihren Angehörigen alles abverlangt. In diese Welt begibt sich die anfangs modisch nicht interessierte Andrea Sachs, um sich als Journalistin einen Namen zu machen. Mehr und mehr verfängt sie sich im Netz der Anpassung, die der Beruf ihr abverlangt und gerät dabei in Gefahr, sich selbst zu verlieren. Weisberger schafft in diesem Roman ein ambiges Bild der „starken Frau“, denn, wer ist hier die Starke? Andrea oder Miranda?

16. Geheimnisvolle Literaturwelten: „Die Buchhandlung“ von Penelope Fitzgerald

In einem verschlafenen Dorf baut sich Florence Green durch die Eröffnung eines Buchladens in einem alten Haus eine neue Existenz auf. Sie ignoriert die Warnungen, dass ein Poltergeist darin sein Unwesen treibe und lebt unbeirrt ihre Leidenschaft für die Literatur aus. Erst als sie eine Neuerscheinung eines Newcomers in der Autorenszene erwirbt und zu vermarkten versucht, entsteht ein Skandal, mit dem sie nicht gerechnet hätte.

Penelope Fitzgerald beweist in diesem Werk nicht nur ein Gespür für den Umgang mit Worten, sondern zeigt darüber hinaus ihre Begeisterung für die Welt der Bücher und Sprachen, die sie ihrer Protagonistin in den Mund legt. In Florence findet der Roman eine unabhängige, unbeirrbare Frau, die ihre Leidenschaft zum Beruf macht und ihre Werte gegen alle bösen Stimmen verteidigt.

17. Welt der Worte: „Weit weg von Verona“ von Jane Gardam

Weit weg von Verona: Roman
  • Gardam, Jane (Autor)
Wer könnte den sehnlichen Wunsch, Schriftstellerin zu werden, besser verstehen als eine Schriftstellerin selbst. In „Weit weg von Verona“ gewährt Jane Gardam Einsicht in den Kopf einer jungen Frau, Jessica, die all ihre Energie darauf verwendet, Autorin zu werden. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und macht sich durch diese schonungslose Ehrlichkeit nicht gerade Freunde. Ihre einzige Freundin aber weiß ihre Qualitäten zu schätzen und unterstützt die junge Jessica, mit ihrem Widerwillen gegen jegliche Anpassung, in ihrem Tun und Denken. Ist es nicht das, was wir an der Literatur schätzen? Das Schwimmen gegen den Strom? Die Einzigartigkeit der Persönlichkeiten, die in und hinter den Werken stehen?

18. Vom Loslassen: „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin

Niemand der nicht schon selbst in derselben Situation war, kann sich auch nur ansatzweise vorstellen, wie es sich anfühlt, mit der Diagnose konfrontiert zu werden, dass der Krebs, den man bereits erfolgreich bekämpft zu haben glaubt, erneut aufgetaucht ist. Ebenso wenig können sich Außenstehende in die Lage der Angehörigen versetzen, denen nur mehr wenige Tage mit den Erkrankten bleiben. Hayes ist Anfang 40, als ihr der Arzt mitteilt, dass ihr nur noch neun Tage bleiben. 9 Tage, um sich von ihrer Familie, ihren Freundinnen, ihrem Leben zu verabschieden.

Einfühlsam und unsagbar traurig schildert Anna McPartlin aus verschiedenen Perspektiven die letzten neun Tage im Leben einer Mutter, Tochter, Ehefrau und Freundin. Dabei taucht sie in verschiedene Perspektiven ein und verleiht ihrem Roman damit eine realistische Tiefe, die zu Tränen rührt und den Leser/ die Leserin zu Tränen rührt. Eine bereichernde Leseerfahrung für jeden, der seinen Horizont erweitern und in die Weiten familiärer Eingebundenheit und Liebe eindringen möchte.

19. Der Weg zur Selbstfindung: „Der große Trip – WILD“ von Cheryl Strayed

Nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und selbstdestruktivem Verhalten hat sich Cheryl Strayed so sehr von sich selbst entfernt, dass ihr als letzter Zufluchtsort das Unbekannte geblieben ist. Die 26-jährige beschließt, angeregt von einem Reiseführer eine Reise entlang eines Weitwanderweges, des Pacific Crest Trail, zu unternehmen, um zu sich selbst zurückzufinden. Ohne Vorkenntnisse begibt sie sich auf die 1600 Kilometer lange Wanderung, auf der sie Persönlichkeiten kennenlernt, die ihr Leben verändern, Naturgewalten trotzt und allem voran erkennen muss, wie strapaziös es ist, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. Durch die Konfrontation mit dem eigenen Selbst versucht sie Ordnung und Struktur in ihr Leben zu bringen und macht dabei Erfahrungen, auf die sie nicht vorbereitet war.

20. Schlüsselmomente: „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl

Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme
  • Kailash
  • Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme
  • ABIS-BUCH
In diesem Buch geht es um die stärkste Frau in unserem eigenen Leben: Uns selbst. Es versteht sich als Wegweiser zur eigenen Stärke, zum eigenen Ich und beginnt diesen Weg über das Ureigenste in jeder Frau: Das innere Kind. Stefanie Stahl beschreibt einfühlsam und nachvollziehbar wo unser Naturell seinen Ursprung hat und wie die Kindheit unser Dasein bestimmt und prägt. Sie befähigt ihre Leserinnen zum Übernehmen der Initiative in ihrem Leben. Erst wenn wir das Kind in uns akzeptiert haben, kann Selbstbewusstsein und Selbstfindung erreicht werden.

Die Plätze 21-60 der besten Romane über starke Frauen:

Platz:Roman:Autor:Link zum Buch:
21.Die BestimmungVeronica Rothamazon logo
22.Serafina – Das Königreich der Drachen Rachel Hartmanamazon logo
23.Die BeschenkteKristin Cashoreamazon logo
24.Ein Teelöffel Land und MeerDina Nayeri amazon logo
25.Verblendung Stieg Larssonamazon logo
26.M: Ein Tabor-Süden-RomanFriedrich Aniamazon logo
27.Das Schicksal ist ein mieser Verräter John Greenamazon logo
28.Die Enkelin oder Wie ich zu Pessach die vier Fragen nicht wussteChannah Trzebineramazon logo
29.Legend - Fallender Himmel Marie Luamazon logo
30.Das Lied der Krähen Leigh Bardugoamazon logo
31.Die Teerose Jennifer Donnelly amazon logo
32.Wie Monde so silbern Marissa Meyeramazon logo
33.Die WanderhureIny Lorentzamazon logo
34.Die Bücherdiebin Markus Zusakamazon logo
35.Jane Eyre Charlotte Brontëamazon logo
36.Die VerratenenUrsula Poznanskiamazon logo
37.The Hate U Give Angie Thomasamazon logo
38.Weit weg und ganz nah Jojo Moyes , Karolina Fellamazon logo
39.Der Report der Magd Margaret Atwoodamazon logo
40.Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen Sarah J. Maas , Alexandra Ernstamazon logo
41.Der Goldene Kompass Philip Pullmanamazon logo
42.Das Paket Sebastian Fitzekamazon logo
43.Gute Geister Kathryn Stockettamazon logo
44.Das Wesen der Dinge und der Liebe Elizabeth Gilbertamazon logo
45.Der scharlachrote Buchstabe Nathaniel Hawthorneamazon logo
46.Das Reich der sieben Höfe 3 - Sterne und Schwerter Sarah J. Maasamazon logo
47.Anne auf Green Gables Lucy Maud Montgomeryamazon logo
48.Goldene Flammen Leigh Bardugoamazon logo
49.Fortunas Tochter Isabel Allendeamazon logo
50.Das Herz ist ein einsamer Jäger Carson McCullersamazon logo
51.Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1) Marie Rutkoskiamazon logo
52.Tintenherz Cornelia Funke amazon logo
53.Chain of Gold: Die Letzten Stunden 1 Cassandra Clareamazon logo
54.Kinder des Nebels Brandon Sandersonamazon logo
55.Outlander Diana Gabaldonamazon logo
56.Mit Blick aufs Meer Elizabeth Stroutamazon logo
57.Hemingway und ich Paula McLainamazon logo
58.Das Leben natürlichElizabeth Stroutamazon logo
59.Flammenwerfer Rachel Kushneramazon logo
60.Drei starke Frauen Marie NDiayeamazon logo

Individuell wie ihre Schöpferinnen und Leser/innen

Literatur von Frauen und über Frauen gibt es wie Sand am Meer, doch nicht jedes Buch, in das man das Näschen steckt, ist die Lektüre auch wert. Unter zahlreichen Trivial- und Kitschromanen verstecken sich aber doch einige Perlen der Frauenliteratur. Was auf den ersten Blick als oberflächliche Strandlektüre abgetan wird, kann sich bei genauerer Auseinandersetzung mit der Thematik als Bereicherung für die Persönlichkeit entpuppen. Letztlich hat jede Leserin/ jeder Leser sehr individuelle Vorlieben und diesen kommt das breite Angebot am Markt sehr entgegen: So individuell wie jede Autoren-Persönlichkeit sind auch ihre Werke. Vielleicht sollten wir aber auch nicht mit dem Anspruch von Weltliteratur an jedes Buch herantreten, denn, wenn man ehrlich ist: Manchmal möchte man einfach von einer heilen Welt, einer kitschigen Liebesverstrickung, einer banalen Begebenheit lesen um die Seele baumeln zu lassen. Jede starke Frau braucht das.

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