PS5 oder Xbox Series X: Vergleich, Unterschiede & Entscheidungshilfe

Playstation 5 vs Xbox Series X: Welches System passt zu Dir?
PS5 oder XBox Series X

Der Hype ist real. Mit dem Launch der neuen Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft läuten beide Konzerne die Zukunft des Gamings ein. Als Deadline für die erste Auslieferung nennen beide Unternehmen November 2020. Nur welche Konsole kommt für Dich letztendlich in Betracht? Immerhin sorgt Microsoft mit gleich zwei unterschiedlichen Konzepten für Verwirrung – und dann gibt es neben der Technik noch das Aufgebot an Spielen. Was die neue Generation um die Xbox Series X, Xbox Series S und Playstation 5 alles zu bieten hat, erfährst Du in dem folgenden Ratgeber.

Die letzte Generation mit PS4 und Xbox One hat sich lange am Markt behaupten können. Aufgrund einer misslungenen Präsentation und unattraktiven Preisgestaltung musste Microsoft gegenüber der japanischen Konkurrenz Sony Entertainment Schadensbegrenzung betreiben. Sony entschied das Rennen vorzeitig für sich, auch wenn Microsoft mit der Xbox One S/X dennoch respektable Verkaufszahlen vorzuweisen hatte. Vorbei sind diese Zeiten der Homogenität. Im Jahr 2020 werden die Karten nun endlich neu gemischt – und beide Anbieter haben ihre Klingen geschärft. Gleich vorweg: Playstation 5 und Xbox Serie X besitzen beide ein exzellentes Preis-Leistung-Verhältnis.

Kurzer Überblick: PS5 vs. Xbox Series X

Playstation 5:Xbox Series X:
Leistungsstarke Hardware.Etwas leistungsfähigere Hardware.
Unterstützt PS4-Zubehör wie PSVR.Erschwinglicher Zahlungsplan, der an Game Pass gebunden ist.
Exklusive Spiele sind nirgendwo sonst erhältlich."Exklusive" Spiele werden auch für Windows 10 verfügbar sein.
DualSense-Controller verwendet haptisches Feedback.Neuer Controller und Xbox One-Controller sind austauschbar.
Volle Abwärtskompatibilität mit PS4.Abwärtskompatibel mit jeder Generation von Xbox.
Preis: 499 €
Preis Digitale Version: 399 €
Preis: 499 €
Preis Xbox Series S: 299 €

1. Im Auge des Betrachters: Design der Next-Gen

Design PS5 und xbox series x und s
Primär läuft alles auf die Qualität, Zugänglichkeit und Preisgestaltung für die kommenden Spieltitel aus. Dennoch mag Dir unter Umständen das Design der Konsole wichtig sein. Zusätzlich handelt es sich bei den neuen Boliden mit Ausnahme der Xbox Series S um keine kompakten Leichtgewichte. Unter diesem Aspekt prallen sowohl ästhetische als auch praktische Anforderungen an das neue Gerät aufeinander. Die Xbox Series S präsentiert sich völlig unaufgeregt wie ein quaderförmiger, schwarzer Kasten in einer Größe von 151 mm x 151 mm x 301 mm.

Das Design der PS5 kannst Du hingegen lieben oder es hassen: Sony geht mit einem dynamisch geschwungenen Gehäuse in purem Weiß stilistisch einen anderen Weg. Der andersartige Ansatz wirkt frisch, aber zugleich auch etwas gewagt. Das schwarze Kernstück ist zudem in blauen LEDs eingerahmt. Ohne jeden Zweifel wird die besser ausbalancierte Xbox besser in Regalen unterzubringen sein. Die Playstation 5 ist dagegen flacher und zugleich deutlich länger als der MS-Rivale. Der kleine Ableger der Microsoft-Konsolen, die Series S, tritt ebenfalls komplett hellem Gewand auf. Zudem wirkt diese eher wie eine Art kleine Schachtel für Kinderschuhwerk im direkten Vergleich mit den schwergewichtigen Kolossen PS5 und Xbox Series X. Um stolze 60 % soll sich der Platzbedarf der kleinen Schwester reduzieren. Zu diesem Sonderling erfährst Du nach dem direkten Vergleich zwischen PS5 und der Series X mehr.

  • Xbox Series X und Playstation 5 benötigen viel Platz.
  • Microsoft wählt ein unaufdringliches, ausbalanciertes Design
  • Sony peppt die PS5 mit einem modernen, kontrastreichem Look auf.
  • Die PS5 lässt sich wie gewohnt dank Ständer hochkant aufstellen.
  • Xbox Series S spricht durch sein kompaktes und leichtes Design an.

Digital oder All-inclusive-Konsole?

Digitale Spieldownloads steigen in ihrer Beliebtheit und lösen dennoch nicht die klassischen DVDs als Datenträger ab. Für viele Gamer bleiben Spielboxen fürs Sammlerregal ein Bekenntnis zur Unabhängigkeit und Leidenschaft. Erstmals hast Du bei dieser Generation nun die freie Wahl: Welcher Typ bist Du?

Verzichtest Du auf ein physikalisches Laufwerk, erhältst Du die Playstation 5 in Form der Digital Edition um ganze 100 € vergünstigt. Ist sie damit die günstigste Konsole der nächsten Generation? Die Frage lässt sich nur mit einem Ja und Nein beantworten. Da die Digital Edition der PS5 kein Laufwerk besitzt, kannst Du Spiele nur über den Sonys Online-Shop PSN beziehen. Dadurch bist Du auch an die dort vorgegebenen Preise und Aktionen gebunden. Oft unterbieten sich Märkte im freien Handel nach einigen Monaten in den Anschaffungskosten für neue Spiele, um ihre Lager zeitig zu leeren. Dort stehen die Chancen also besser, beim Spielkauf mit etwas Geduld Geld zu sparen. Für echte Liebhaber und Sammler gilt eine solide Box mit Blu-ray als unverzichtbar. Microsoft bietet die Series X nur in der Standard Edition mit Laufwerk an. Dafür hat Microsoft aber mit der Xbox Series S eine kleine Schwester im Portfolio, die ebenfalls den rein digitalen Vertriebsweg beschreitet. Allerdings fällt die kleine Konsole deutlich leistungsschwächer aus und wird daher auch massiv günstiger als die Xbox Series X angeboten. Die beiden Varianten für Playstation 5 sind hingegen absolut identisch in Sachen Leistungsfähigkeit.

2. Die Hardware: Was schlummert unter der Haube von Xbox Series X und Playstation 5?

Leistung ist nicht alles – und dennoch ein wichtiger Faktor für viele Konsoleros. Neue Titel sollen nicht nur schneller Starten und mehr Details in höherer Auflösung erhalten, sondern zugleich auch das neue Feature Raytracing unterstützen. Diese Technik verbessert primär die Licht- und Schattensimulation in Spielen und führt zu einem realistischen Gesamteindruck von Oberflächen, Reflexionen und Schatten in der Spielwelt. Unmittelbare Vergleiche zwischen beiden Konsolen sind deshalb unproblematisch, da Hauptprozessor und Grafikeinheit auf dem gleichen Grundgerüst des Chipherstellers AMD basieren.

GPU-Leistung: 4K-Gaming wird endlich salonfähig

Die Xbox Series X gilt als echter Koloss in Sachen Rohleistung. Immerhin gilt sie als leistungsstärkstes Modell dieser Generation. Gemessen wird diese Behauptung an der theoretischen Maximalleistung der Grafikprozessoren in TeraFLOPs – eine Gleitkommaberechnung wie zum Beispiel durch Addition oder Multiplikation – pro Sekunde. Stolze 12,15 Teraflops warten darauf, Berechnungen in Echtzeit an Deinem TV durchführen zu können. In Bezug auf die direkten Vorgänger der neuen Konsolengeneration kommt das beinahe einer Naturgewalt gleich. Auch die Playstation 5 muss sich in diesem Bereich mit 10,23 Teraflops nicht verstecken. Unterm Strich hat sie aber das Nachsehen gegenüber der Xbox Series X. Sonys weißer Sprössling setzt zudem deutlich weniger Grafikeinheiten (36 vs 52 CUs) in seiner Hardware ein, die aber dank eines deutlich erhöhten Taktes beinahe zur Xbox Series X aufschließen können.

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Sony kitzelt aus seiner Konsole die allerletzten Leistungsreserven heraus, während Microsoft weniger mit dem Vorschlaghammer arbeitet – und dennoch wegen der großzügigeren Grundausstattung am Ende die Oberhand behält. Was für Außenstehende vielleicht wie ein K.o.-Sieg anmutet, dürfte Dir unter praktischen Bedingungen kaum auffallen. Relativ betrachtet ist die Xbox Series X bei der Grafikdarstellung grob 20 % zügiger unterwegs. Beide Generationen spielen also definitiv in der gleichen Liga. Die alten Konsolen aus dem Jahr 2013 wirken mit ihren bescheidenen 1,3 bis 1,8 Teraflops dagegen zurecht wie Alteisen. Sony und Microsoft läuten mithilfe der neuen Flitzer nun endgültig die 4K-Ära ein. Bis zu 120 Bilder pro Sekunde sollen sie Dir laut Herstellerangaben in Ultra-HD-Auflösung bieten. In der Praxis dürften 60 Bilder allerdings eher die Regel sein.

  • AMD-GPUs ermöglichen 4K-Gaming 60–120 FPS.
  • Xbox Series X besitzt die meisten Grafikeinheiten (52 CUs).
  • Playstation 5 setzt auf dynamische Taktraten mit starkem Overclocking.
  • Xbox Series X übertrumpft mit 12,15 TFLOPs die Playstation 5 mit 10,23 TFLOPs.

CPU & RAM: Grafikpower ist nicht alles

Passt ein Elefant durch ein Nadelöhr? Sicher nicht! Trotz der beeindruckenden Muskelkraft der Grafikprozessoren sind CPUs und Arbeitsspeicher immer noch eine wichtige Komponente im System. Eine lahme CPU hemmt die Grafikeinheiten und sorgt für instabile Bildraten. Playstation 5 und Xbox Series X haben eine identische CPU-Architektur (AMD Zen2) mit nur marginal abweichenden Taktraten. In dieser Beziehung kannst Du aufatmen. Xbox Series X und Playstation 5 setzten erneut auf das gleiche Pferd. Der Arbeitsspeicher für Grafik und System liegt mit 16 GB ebenfalls gleichauf. Allerdings teilt Microsoft diesen in besonders schnelle 10 GB GDDR6 (560 GB/s) und langsamer angebundene 6 GB GDDR6 (336 GB/s) auf. Sony verzichtet hingegen auf solch einen Spagat und liefert einen konstanten Datendurchsatz (448 GB/s) an. Ob sich das überhaupt bei Dir auf dem Bildschirm bemerkbar macht, bleibt allerdings abzuwarten.

  • Konsolen bieten nahezu gleiche CPU-Leistung (3,5 GHZ PS5 vs. 3,6-3,8 GHz Xbox Series X).
  • Beide nutzen moderne CPU-Architektur mit acht Kernen auf Basis von AMD Zen2.
  • Mit 16 GB GDDR6 RAM verdoppeln sie den Arbeitsspeicher.
  • Xbox Series X nutzt unterschiedlich schnellen Arbeitsspeicher.

Ladezeiten adieu: SSDs auf der Überholspur

Kennst Du ihn noch, den hartnäckigen Ladebildschirm, der einfach nicht verschwinden möchte? Über ausufernde Wartezeiten vor dem Spielstart haben sich Sony und Microsoft ausgiebig Gedanken gemacht. Ursache für die trägen Zugriffszeiten war hauptsächlich die alte HDD-Technik der mechanischen Festplatten. Beide Anbieter setzen völlig neu entwickelte SSD-Datenträger in ihren Schützlingen ein. Dadurch erscheinen Spielwelten massiv schneller und auch der Systemstart fällt äußerst rasant aus. Microsoft bewertet die maximale Ladegeschwindigkeit mit beachtlichen 4,8 GB/s. Kaffeepausen oder den Gang zur Toilette musst Du also zukünftig abseits der Ladephasen einplanen. Sony perfektioniert dieses Prinzip zusätzlich und erreicht beinah den doppelten Datenumsatz wie Microsoft. Dadurch sollen Entwickler erstmals mehr Freiheiten bei der Gestaltung von digitalen Umgebungen haben. Notwendige Grafikdaten wie Texturen müssen nicht zwangsläufig mehr im Speicher vorgehalten werden. Das Spiel lädt sie einfach direkt von der extrem schnellen Festplatte nach.

  • Sonys SSD besitzt 825 GB Kapazität.
  • Microsoft bietet 1 TB Speicher an.
  • Wartezeiten fallen weg oder sind kaum noch relevant.
  • Sonys SSD besitzt die fast doppelte Lesegeschwindigkeit (9 GB/S) der Xbox Series X.

3. Next Gen für Sparfüchse: Der Sonderfall Xbox Series S

Xbox Series S
Du hast Interesse an den kommenden Titeln der neuen Generation, möchtest aber zugleich Dein Budget nicht überstrapazieren? Microsofts Antwort darauf ist die Series S. Sie ist klein, leicht und passt selbst in flache Regale oder einfach nur in die Ablage unterhalb des Fernsehers. Microsofts Xbox Serie S fällt allgemein aus dem üblichen Next-Gen-Raster. Mit den großen Rivalen PS5 und Xbox Series X kann sie nicht Schritt halten – und das muss sie auch nicht.

Weniger Muskelmasse und höheres Sparpotenzial?

Sie besitzt weniger Grafikeinheiten (20 CUs) und kommt auf eine Rechenleistung von ungefähr 4 Teraflops. Damit überflügeln die PS5 und Xbox Serie X den charmanten Zwerg um das bis zu Dreifache in puncto Performance. Gleichzeitig scheint sie sogar der alten Xbox One X, der Premium-Variante der alten One-Generation mit 6 Teraflops, auf dem Papier unterlegen.

Reine Zahlenspiele verfälschen allerdings zu schnell den Eindruck zwischen alter und neuer Generation. Die Xbox Series S besitzt im Kern die gleiche Technik wie die kraftvolleren Platzhirsche – nur eben in gedrosselter Form. Die Zen2-CPU liegt sogar auf einem absolut vergleichbaren Niveau und taktet mit 3,4 bis 3,6 GHz ähnlich stark wie der Hauptprozessor der Series X. Mit 10 GB GDDR6 fällt der Arbeitsspeicher ein gutes Stück geringer aus. Auch die Grafikleistung entspricht nur einem Drittel der Series X. Trotzdem soll die kompakte Series S Dir Zugang zu allen neuen Titeln gewähren. Kompromisse machst Du in der Regel bei der Auflösung. Die gibt Microsoft mit maximal 1440p mit bis zu 120 FPS an. In der Realität dürfte aber anhand des markanten Unterschieds bei der GPU-Leistung eher Full HD (1080p) die tatsächliche Auflösung darstellen. Außerdem hat die Xbox Series S als rein digitales Gerät kein Laufwerk für Spiele-DVDs an Bord. Du bindest Dich damit wie bei der Digital Edition der PS5 an den Online-Shop – nur in diesem Fall aufseiten von Microsoft.

Xbox Series S – eine Frage des Anspruchs

Wenn Du keinen 4K-Bildschirm besitzt, ist die Series S möglicherweise eine interessante Alternative. Aber auch ohne 4K-Monitor dürften die teuren Modelle durch Downsampling optisch klarer rüberkommen. Hier bleibt nur die Frage übrig: Ist gut bereits gut genug für Deine Vorlieben? Gemessen an der Leistung pro Euro sind die großen Kollegen nämlich die eindeutig bessere Wahl. Trotzdem fischt Microsoft mit 299 € UVP in einem psychologisch wichtigen Feld nach neuen Zockern. Die eingesparten 100 – 200 € kannst Du bereits für Games oder die attraktive Spielflatrate, den Game Pass von Microsoft, zurücklegen.

Begrenzter Speicherplatz

Bei aller Freude über die preisliche Distanz zur größeren Xbox-Schwester hat die Serie S allerdings dennoch einen markanten Nachteil. Die Speicherkapazität der verbauten SSD beläuft sich lediglich auf 512 GB. Ob dies für Dich ausreicht, hängt stark von Deinen bevorzugten Titeln ab. Große AAA-Blockbuster wie Call of Duty oder Battlefield veranschlagen inzwischen gerne mehr als 100 GB. Du ahnst es vielleicht schon: Eine Handvoll Titel können bereits Deine komplette Festplatte belegen. Hier hilft dann nur regelmäßiges Ausmisten – aber auf welchen Datenträger?

Versteckte Kosten berücksichtigen

Der Kauf einer Speichererweiterung dürfte Dich teuer zu stehen kommen. Derartig schnelle SSDs sind neu und daher kostspielig. Microsoft deutet bereits Preise im Bereich von 200 € für 1024 GB große Erweiterungsmodule an. Natürlich lässt sich das Problem auch auf die anderen Next-Gen-Konsolen übertragen. Allerdings hat Playstation 5 und besonders die Xbox Series X zumindest von Haus aus etwas mehr Luft nach oben. Unter diesem Aspekt wirkt die Series S also nicht mehr ganz so preiswert. Es kommt letztendlich darauf an, wie intensiv Du spielen und das reichhaltige Angebot von Game Pass ausprobieren möchtest. Die Xbox Series S ist sinnvoll für:

  • Gelegenheitsspieler ohne Gaming-PC
  • begrenzte Budgets
  • Spieler ohne Fokus auf 4K-Gaming

Next-Gen-Gamepads: Facelift oder Revolution?

xbox series x und ps5 controller
Hin und wieder gibt es bei den Gamepads während eines Generationswechsels erfreuliche Extras oder gar völlig neue Konzepte zu bestaunen. Bieten Dir die neuen Gamepads von Microsoft und Sony neue Spielerlebnisse oder bleibt alles beim Alten?

PS5:Xbox Series X:
Der DualSense-Controller verwendet eine fortschrittliche Haptik, ein neues Aussehen und eine neue Taste.Xbox Series X-Controller ist eine leichte Überarbeitung des Xbox One-Controllers.
Du kannst den DualShock 4 nicht mit der PS4 verwenden.Du kannst den Xbox One-Controller mit der Xbox Series X verwenden.
PS4-Zubehör, wie z.B. Lenkräder für den Motorsport, werden kompatibel sein.Der Xbox Series X-Controller ist kompatibel mit der Xbox One und dem PC.
PSVR ist mit PS5 kompatibel.Immer noch keine Pläne von Microsoft, VR auf ihren Konsolen zu unterstützen.

Xbox Series X/S Controller

Xbox-Veteranen erhalten lediglich kosmetische Verbesserungen. Das Grundkonzept, Form und Tasten bleiben beim neuen Xbox-Controller identisch zur letzten Generation. Leichte Verbesserungen an dem D-Pad und minimale Anpassung in der Haptik machen noch kein neues Gamepad. Trotzdem dürfte sich der neuste Ableger des beliebten Gamepads insgesamt etwas universeller sowie angenehmer in großen und kleinen Händen gleichermaßen anfühlen. Der Vorteil für Dich: Du darfst Deine bisherigen Gamepads für alle kommenden Next-Gen-Titel auf der Xbox Series X/S weiter benutzen. Bei der Xbox Series S ist der Controller passend zur Konsole im Launchpaket ebenfalls in der Farbe Weiß beigelegt. Ein neuer Share-Button erlaubt Dir das Aufnehmen und Teilen Deiner letzten Spielerlebnisse. Mehr gibt es allerdings nicht an Unterschieden zu erwähnen.

Playstation 5 DualSense

Schon der Name allein suggeriert Dir, dass es mit Playstations neuem Gamepad nicht nur bei punktuellen Verbesserungen. Tatsächlich bietet das neue Konzept dynamische Widerstände an einigen Schultertasten, um zum Beispiel Dir das Bespannen eines Bogens realistischer zu vermitteln. Ganz neu ist diese Idee nicht. Ähnliche Trigger-Funktionen besitzt nämlich bereits der Xbox-Controller. Gleichzeitig sorgt das deutlich differenziertere, haptische Feedback für eine gesteigerte Immersion. So kannst Du laut Sony spüren, wenn Du durch Gras läufst, Sand zwischen Deinen Fingern rinnt oder Du auf eine raue Oberfläche greifst. Als Extra beherbergt der DualSense ein eigenes Mikrofon und macht so den Einsatz eines Headsets nicht zwingend erforderlich. Darin unterscheidet sich der PS5 DualSense also elementar vom stets gut funktionierenden Xbox-Gamepad. Vom Design übernimmt es die Farbgebung der neuen Playstation 5. Äußerlich erinnert Sonys neuster Gamepad stark an einen geschliffeneren, runderen DualShock-Controller der PS4-Generation. Trotzdem bleibt auch ein Wermutstropfen: Playstation 5 Spiele kannst Du gerade wegen dieses Upgrades nur mit dem neuen DualSense spielen. Alte Kontroller funktionieren nur bei PS4-Spielen, von denen die PS5 die meisten Titel abspielen soll.

Spielangebot: Digitales Ökosystem versus Exklusivität

Software verkauft Hardware – diese alte Weisheit gilt nach wie vor. Microsoft wechselt dennoch den Gedanken dieser Grundphilosophie und fokussiert damit seinen Abo-Dienst Game Pass. Sony setzt weiterhin auf Vollpreistitel und einen optionalen PS-Plus-Dienst.

Xbox Series X/S: Game Pass-Schnäppchen und umfassende Abwärtskompatibilität

Der Game Pass bietet in der Ultimate-Variante für grob 12,99 € im Monat eine Auswahl verschiedener Spiele zum kostenlosen Download an. Solange diese Spiele verfügbar sind, lassen sie sich herunterladen und durchspielen. Sony hat mit PS PLUS ein ähnliches Angebot etabliert. Allerdings werden zukünftig laut Microsoft alle Titel der hauseigenen Studios im Game Pass ohne Zeitlimit zur Verfügung stehen. Alle angekündigten Top-Games von Microsoft sind also für eine geringe Monatsgebühr spielbar – und zwar ohne Ausnahme. Game Pass-Titel erscheinen zugleich auch für den PC. Wirklich exklusiv sind die Titel nicht, aber die Xbox Series S/X gewährt Dir einen attraktiven und performanten Zugang in die kommende Spieleära. Der spektakuläre Aufkauf von Zenimax durch Microsoft dürfte Dir den Einstieg in das System gewiss versüßen. Immerhin gehören Spielgrößen wie Elder Scrolls, Doom, The Evil Within, Wolfenstein oder das geplante Starfalls nun fest zu Microsofts Spielbestand – ein echt dicker Fisch, den sich Microsoft da geschnappt hat. Außerdem ist die Series X vollständig kompatibel mit allen Vorgängern. Die Series S bildet da nur eine kleine Ausnahme: Xbox One X-Titel sind auf der Series S spielbar, aber nur in One-S-Qualität.

  • Auswahl von Titeln bei Drittherstellern ist zeitlich limitiert.
  • Microsoftspiele sind ab ersten Veröffentlichungstag permanent verfügbar.
  • Multiplayer-Zugang für Online-Games ist im Ultimate-Game Pass enthalten.
  • Neue Konsolen sind abwärtskompatibel mit deren Vorgängern.

Sony setzt auf Exklusivität beliebter Spielserien

Sony setzt hingegen weiterhin auf Exklusivität und vermarktet seine Spiele als einzigartiges Erlebnis, die es nur auf der Playstation gibt. Trotz diese Ankündigung erscheinen einige PS5-Games auch für die alte Ps4 in optisch abgespeckter Form. Den großen Markt der alten PS4-Nutzer will sich Sony offenbar nicht durch die Lappen gehen lassen. Dennoch kratzt dieses Vorgehen ein bisschen an dem erhabenen Gefühl der Exklusivität für PS5-Käufer. Der Kauf von Zenimax ist gewiss ein Angriff auf Sonys beachtliches Spielportfolio. Microsoft baut durch dieses Manöver zusätzlichen Druck auf. Der Abo-Dienst PS Plus ist für die meisten Multiplayer-Spiele erforderlich und bietet ansonsten keine Neuerscheinungen zum Download im Gegensatz zu Microsofts Game Pass. Angesichts der offiziell erhöhten Spielpreise kann dies als Punktesieg für Microsoft gewertet werden. Immerhin sollen für neue Titel 70 bis 80 € über die Ladentheke wandern. Trotzdem hat Sony ein äußerst gut aufgestelltes Spieleprogramm zu bieten: Final Fantasy 16, Spiderman Miles Morales, Horizon Forbidden West und viele andere Titel dürfen PS5-Nutzer zuerst anzocken – einige von ihnen bleiben dauerhaft an die Sony-Plattform gebunden.

Die Qual der Wahl: Top-Entertainment gibt es bei beiden Anbietern

Einen zusätzlichen Pfeil in Form der Playstation VR hat Sony noch im Köcher. Mit der PS5 wird diese vermutlich den größten und sichtbarsten Leistungssprung bei dem Hardware-Upgrade erleben. Immerhin soll die PS5 laut Sony voll kompatibel mit der PSVR sein. Da allerdings ein kostenlos verfügbarer Adapter den Anschluss der alten PS4-Cam notwendig ist, kannst Du Dich nicht unmittelbar in virtuelle Abenteuer stürzen. Wie genau Du diesen beziehen kannst, teilt Sony noch mit. Zudem kündigte Sony bereits den Nachfolger an. Genauere Informationen fehlen noch, aber im Jahr 2021 sollen weiter Details folgen. Leichter macht Dir das die Wahl gewiss nicht. Beide Parteien, Sony und Microsoft, duellieren sich auf Augenhöhe und buhlen um die Gunst der zukünftigen Zockergeneration.

Welche Titel erscheinen für Xbox Series X/S und Playstation 5?

Ein Blick auf die derzeit angekündigten Top-Titel helfen Dir eventuell bei der Vorentscheidung. Einige Titel sind nur zeitlich an die Plattform gebunden. Andere wiederum sind Multiplattform-Titel und somit auf Xbox, PS5 oder auch dem PC erhältlich.

Playstation 5

  • Astrobots Playroom
  • Demon’s Souls Remake
  • Deathloop
  • Final Fantasy 16
  • Ghostwire Tokyo
  • God of War
  • Godfall
  • Gran Turismo 7
  • Horizon Forbidden West
  • Marvel’s Spider-Man: Miles Morales
  • Ratchet and Clank: Rift Apart
  • Returnal
  • Project Athia

Xbox Series S/X

  • Avowed
  • As Dusk Falls
  • Fable 4
  • Forza Motorsport 8
  • Everwild
  • Elder Scrolls 6*
  • The Medium
  • Senua’s Saga: Hellblade 2
  • Starfall*
  • Stalker 2
  • Doom*
  • Halo Infinite

* Titel gehören inzwischen offiziell zu Microsoft-Studios. Trotzdem ist es derzeit unbestätigt, ob sie der PS5 vorbehalten bleiben.

Die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Es warten aber auch großartige Multiplattformer wie Resident Evil 8 Village, Assassin’s Creed: Valhalla, Cyberpunk 2077. Auch Grafik-Upgrades für The Witcher 3: Wild Hunt und andere Spiele sollen auf beiden Konsolen kommen. Großartige Dritthersteller gibt es also trotz des großen Schlagabtausches um die besten Exklusives.

Alle Konsolen nochmals im Überblick

Die relevantesten Faktoren der Next-Gen sind Dir nun bekannt. Für einen Überblick über die wichtigsten Spezifikationen kannst Du einfach einen Blick auf die folgende Liste werfen.

Xbox Series X

Die Xbox Series X ist die teuerste, aber auch zugleich schnellste Next-Gen-Konsole auf dem Markt. Sie bietet 4K-Gaming bis zu 120 FPS und erlaubt auch Zugang zum Microsoft Game Pass. Wenn Du kompromissloses Next-Gen-Feeling bevorzugst, ist die Xbox Series X eine Empfehlung.

  • AMD-CPU (Zen 2) 8 Kerne, 3,8 GHz/3,6 GHz (SMT)
  • AMD-GPU (RDNA 2) mit 12,15 TFLOPs
  • RAM 16 GB GDDR6 (10 GB mit 560 GB/s und 6 GB mit 336 GB/s)
  • SSD mit 1 TB (NVMe)
  • Game Pass gewährt sofortigen Zugriff auf alles kommenden Microsoft-Titel
  • Abwärtskompatibel mit Xbox One S/X und deren Vorgängern
  • UVP liegt bei 499 €
Xbox Series X 1TB
  • Xbox Series X ist die schnellste und leistungsstärkste Konsole aller Zeiten. Genießen Sie Tausende Spiele aus vier Konsolengenerationen, die sich nie besser gespielt haben als auf Xbox Series X
  • Das Herzstück der Xbox Series X ist die Xbox Velocity Architecture, die eine speziell entwickelte SSD und Software vereint und Spielwelten in Sekundenschnelle lädt
  • Spielen Sie durch Abwärtskompatibilität Tausende von Titeln aus vier Konsolengenerationen darunter Xbox One, Xbox 360, und Original Xbox Titel

Xbox Series S

Die Xbox Series S ist die kleine, günstige Schwester und besitzt grob nur 40 % der Maße der Series X. Ähnliches trifft auf die Grafikleistung zu. Sie ist damit für Full HD-TVs oder maximal 1440p ausgelegt. Dafür bietet sie ebenfalls Zugang zum attraktiven Game Pass, verzichtet aber auf ein Laufwerk für Spiele auf DVD. PS5 und Xbox Series X sind teurer, bieten jedoch deutlich mehr Leistung. Falls Du ein absoluter neu im Bereich von Spielkonsolen bist und gemütlich von der Couch spielen willst, ist die Xbox Serie S ein Überlegung auf jeden Fall wert.

  • AMD-CPU (Zen 2) 8 Kerne, 3,6 GHz/3,4 GHz (SMT)
  • AMD-GPU (RDNA 2) mit 4 TFLOPs
  • 10 GB GDDR6 (8 GB mit 224 GB/s und 2 GB mit 56 GB/s)
  • SSD mit 512 GB (NVMe)
  • kein DVD-Laufwerk vorhanden
  • Game Pass gewährt sofortigen Zugriff auf Microsoft-Titel
  • Abwärtskompatibel mit allen Vorgängern (außer Xbox One X)
  • UVP liegt bei 299 €
Xbox Series S 512GB
  • Hardware-beschleunigtes Raytracing macht dein Spiel noch realistischer
  • Spiele Games mit bis zu 120 Bilder pro Sekunde
  • Minimiere Ladezeiten mit einer speziell entwickelten 512GB NVMe SSD und wechsle mit Quick Resume nahtlos zwischen mehreren Spielen.

Playstation 5

Die Playstation 5 liegt in Sachen Performance sehr nahe an der Xbox Series X. Über DualSense versucht Sony Dir ein einzigartiges Gamepad-Feeling in Spielen zu bereiten. Die Standard-Edition verfügt über ein zusätzliches Laufwerk zum Abspielen Deiner alten PS4-Spielesammlung oder von neuen PS5-Games. Die Digital-Edition beschränkt Dich auf den PSN-Shop. Dafür kostet die ansonsten identisch ausgestattete und leistungsgleiche Konsolenvariante deutlich weniger.

  • AMD-CPU (Zen 2) 8 Kerne, 3,5 GHz/3,5 GHz (SMT)
  • AMD-GPU (RDNA 2) mit 10,23 TFLOPs
  • 825 GB SSD interner Speicher
  • Auswahl von kostenlosen PS4-Titeln per PS PLUS
  • DualSense-Controller mit haptischem Feedback
  • Abwärtskompatibilität nur mit den meisten PS4-Titeln
  • Kompatibel mit PSVR über kostenlosen Adapter von Sony
  • Ps4-Gamepad nur für PS4-Spiele nutzbar
  • Lenkräder, PS4 Moves oder Flugsticks sollen weiter funktionieren
  • UVP liegt bei 499 € und 399 € (Digital Edition)
Sony PlayStation 5
  • Freue dich auf blitzschnelles Laden mit einer ultraschnellen SSD, eine realistischere Spielerfahrung durch haptisches Feedback, adaptive Trigger-Tasten und 3D-Audio sowie eine völlig neue Generation unglaublicher PlayStation-Spiele
  • Nutze die Leistung der speziell entwickelten CPU, GPU und SSD mit integriertem I/O und erlebe, wie diese PlayStation-Konsole die Gaming-Welt revolutioniert
  • Raytracing: Tauche ein in Welten mit einem neuen Realismus, in denen Lichtstrahlen einzeln simuliert werden, um lebensechte Schatten und Reflexionen in unterstützten PS5-Spielen zu erzeugen
Sony PlayStation 5 - Digital Edition
  • Freue dich auf blitzschnelles Laden mit einer ultraschnellen SSD, eine realistischere Spielerfahrung durch haptisches Feedback, adaptive Trigger-Tasten und 3D-Audio sowie eine völlig neue Generation unglaublicher PlayStation-Spiele
  • Nutze die Leistung der speziell entwickelten CPU, GPU und SSD mit integriertem I/O und erlebe, wie diese PlayStation-Konsole die Gaming-Welt revolutioniert
  • Raytracing: Tauche ein in Welten mit einem neuen Realismus, in denen Lichtstrahlen einzeln simuliert werden, um lebensechte Schatten und Reflexionen in unterstützten PS5-Spielen zu erzeugen
Fazit: So günstig war Next-Gen noch nie!

Moment – stimmt das wirklich? Tatsächlich gab es doch bereits günstige Konsolen in der Vergangenheit. Die PS4 war mit Laufwerk für nur 399 € erhältlich. Allerdings waren Systeme von Microsoft und Sony damals allerhöchstens auf Mittelklassenniveau der damaligen Möglichkeiten angesiedelt. Nun bescheren Dir beide Hersteller ein wahres Hardware-Feuerwerk zum gleichen Preis. Bei den neuen Konsolen gehen sie keine Kompromisse ein und segeln mit gut bestückten Schlachtschiffen auf das Meer hinaus. Sony und Microsoft greifen dafür tief in die Tasche und verkaufen Dir ihre Gaming-Kisten stark unterhalb der eigentlichen Produktionskosten. Egal welcher Typ Du bist, die Hersteller dürften für Dich etwas in petto haben. Jetzt heißt es nur noch: Verschnaufpause und durchatmen. Nimm Dir etwas Zeit, bevor Du Deine finale Entscheidung triffst.

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